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Intern: Abschiedsbrief von Michael Fleischhacker

04.08.2012 | 10:49 |   (Die Presse)

Neuordnung in der Chefredaktion der "Presse". Fleischhacker nimmt nach acht Jahren Abschied, "nicht ohne Wehmut, aber ohne Groll".

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Liebe Leserinnen und Leser!

Heute heißt es für mich Abschied nehmen: Nach zehn Jahren, acht davon als Chefredakteur, verlasse ich die „Presse“. Mein Abschied ist Teil einer Neuordnung, die die Styria Media Group AG für ihre beiden Wiener Tageszeitungen, die „Presse“ und das „Wirtschaftsblatt“, beschlossen hat. Die beiden Häuser werden künftig unter Aufrechterhaltung der redaktionellen Trennung organisatorisch enger zusammenrücken und erhalten mit Michael Tillian und Herwig Langanger eine neue, gemeinsame Leitung.

Ich habe mich, wie auch der bisherige Vorsitzende der „Presse“-Geschäftsführung, Reinhold Gmeinbauer, entschlossen, diesen Weg nicht mitzugehen. Im Lauf der Vorbereitungen auf das Neue hat sich herausgestellt, dass meine eigenen Vorstellungen von der Zukunft und die der Eigentümer nicht genug Gemeinsamkeiten aufweisen, um den Weg gemeinsam gehen zu können. Aber ich teile die Ziele, die mit der Neuorganisation verfolgt werden – größere wirtschaftliche Stabilität bei gleichzeitigem Ausbau der journalistischen Qualität –, und hoffe, dass es dem neuen Team gelingen wird, sie zu erreichen. Viele Wege führen zum Ziel, jeder muss für sich entscheiden, welchen er gehen will.

Das gilt freilich nicht nur für Abschiede: Ich weiß aus vielen Gesprächen, Telefonaten und Korrespondenzen, dass der Weg, den „Die Presse“ während der vergangenen Jahre unter meiner Führung gegangen ist, für viele Leserinnen und Leser immer wieder für Verstörung und Unmut gesorgt hat. In unserem leidenschaftlichen Versuch, die bürgerlich-liberale Tradition dieser großen Zeitung zeitgenössisch zu interpretieren, haben wir gelegentlich zu sehr zugespitzt, manchmal sind wir in Sackgassen geraten, an manchen Tagen mag man den nötigen Ernst vermisst haben. Ich kann Ihnen versichern, dass wir es in unserem Bemühen um Unabhängigkeit, Qualität und Originalität immer ernst gemeint haben.

Ich verlasse die „Presse“ und die Styria Media Group nicht ohne Wehmut, aber ohne jeden Groll darüber, dass ich nicht Teil des Neuen sein werde, das jetzt beginnt. Die Medienlandschaft befindet sich nicht nur in Österreich inmitten eines fundamentalen Wandels, der die Suche nach neuen Wegen notwendig macht. Die Eigentümervertreter haben sich in all den inhaltlichen Debatten und Auseinandersetzungen bis hin zu den abschließenden Gesprächen über eine Trennung als offene, faire Gesprächspartner erwiesen. Da das kein Bruch im Unfrieden, sondern eine Trennung im Respekt vor unterschiedlichen Überzeugungen ist, müssen jene unter Ihnen, die meine Texte gar nicht vermissen werden, damit rechnen, dass der eine oder andere auch in Zukunft in der „Presse“ erscheint. Aber das muss der nächste Chefredakteur entscheiden.

Für meine Nachfolge in dieser Funktion hat die Styria Media Group meinen Freund und Kollegen Rainer Nowak nominiert. Er wird sich kommende Woche gemäß dem Redaktionsstatut der „Presse“ der Wahl durch die Redaktionsversammlung stellen, und ich bin davon überzeugt, dass die Kolleginnen und Kollegen ihm ihr Vertrauen schenken werden. Darum möchte ich auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, bitten. Rainer Nowak wird dieses Vertrauen, unterstützt von der besten Redaktion des Landes, nicht enttäuschen.


 

("Die Presse", Samstag, 4. August 2012)

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309 Kommentare
 
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Re: gelöscht

FAZ Oesterreich-Ausgabe? Eine grosse Idee! Vielleicht liest ja dort jemand mit.

Mittels Internet ist es ja gar nicht mehr so schwer fuer die Autoren, geographisch entfernte Redaktionen zu bedienen. Eine unabhaengige Qualitaetszeitung ist in Oesterreich eine riesige Marktluecke!


Re: Re: gelöscht

Autoren? Für eine komplette Österreichausgabe benötigen Sie eine komplette Redaktion und nicht nur den Reinhard Olt und ein oder zwei Lohnschreiber.

Da aber derzeit auch keine wirklich unabhängige Zeitung in Österreich existiert, wie sollte das dann unter einem anderen Namen funktionieren?

Dazu benötigen Sie unabhängige, bestens ausgebildete Journalisten mit Zivilcourage. Und die sehe ich in Ö. weit und breit nicht.

Re: Re: gelöscht

Doch nicht geloescht - ein liberaler Vorstoss mit acht Stunden Verzoegerung.

die persönlichkeit und der beruf.

bez. persönlichkeit bin ich lange zeit starr vor schreck gewesen nach f's auftritt in einem club 2 im letzten winter. ein derartige zurschaustellung von arroganz und charaktereigenschaften, die man höchstens im panoptikum aber sicherlich nicht in seiner eigenen umgebung erleben will, sieht man selten....

wie weit diese persönlichen charaktereigenschaften auch für sein berufliches scheitern ausschlaggebend waren, mag ich nicht zu beurteilen.
gescheitert ist er, keine frage.
aber er hat auch ein enorm schweres erbe angetreten: eine durch unterberger fanatisierte zeitung, die sich als zentralorgan der regierung sieht... da hätte wohl ein richtiges persönlichkeits-schwergewicht herhalten müssen, um diesen 'leservernichtungs'mechanismus zu stoppen.

sein nachfolger (da fällt mir ein: im frühling ist doch schellhorn zum stv. CR gemacht worden. von fleischhacker? interessanterweise vermisse ich seinen heutigen supermarktbeitrag - schon ein vorzeichen, dass wirtschaftsblatt und presse-wirtschaftsredaktion doch verschmelzen?) wird daran gemessen werden, ob es ihm gelingt, fanatiker, die letztlich nur für eine handvoll leser schreiben, loszuwerden und zu ersetzen durch journalisten mit größerer breitenwirkung. denn sonst wird styria wohl den geldhahn endgültig zudrehen und diese zeitung wird geschichte sein.

Re: die persönlichkeit und der beruf.

IhrerPersönlichkeits-Einschätzung von Herrn Fleischhacker ist 100%-ig zuzustimmen.

Obwohl ihm eines zugute zu halten ist: Daß er selbst kein bedingungsloser Verteidiger der Schwarzen war.

Aber das hat ihm wahrscheinlich auch den Kopf gekostet.

Da ist dann Rainer Nowak schon der Richtige.

Antworten Gast: kein Sozialist
06.08.2012 09:41
0 0

Re: die persönlichkeit und der beruf.

Möchte wissen wer hier der Fanatiker ist .......?

Antworten Gast: die matrix
05.08.2012 23:18
8 2

Re: Der Herr Oberst geruhen

wieder einmal einen Beitrag zu kommentieren, den er offensichtlich nicht richtig gelesen hat.
Herr Novak wird CR.

Und Sie wissen, wie Arroganz aussieht?
Ach ja, beim Blick in den Spiegel.......

Man fragt sich schon seit langem, warum Sie diePresse überhaupt lesen, so unzufrieden wie Sie ständig mir ihr sind.

Re: Re: Der Herr Oberst geruhen

wer das liest, was nach seinem geschmack geschrieben ist, der wird auf dauer einfältig!

ja, ich weiß, dass nowak als CR nominiert ist.
es war daher meine frage, was der sinn von schellhorns stv-CR-berufung im frühjahr war und wer das veranlasst hat.

übrigens: wer ist "man" ("man fragt sich...).
ist das die steigerungsform des sonst hier oft gebrauchten "wir" wenn "ich" gemeint ist?

Herr Novak wird CR

Ja und? Hat er irgendwo etwas Anderes geschrieben?

Re: die persönlichkeit und der beruf.

wenn S Ihren blick mal in den wirtschaftsteil schweifen lassen, werden S' dort supermarkt von Schellhorn finden (sowohl print als auch online!)

Gast: grazerin
05.08.2012 19:24
7 11

Das Geraunze im Forum ist ja nicht mehr zu ertragen!

Wenn's der Herr Fleischhacker nicht macht, dann macht's eben jemand anderer. Man soll sich selbst eben nie zu wichtig nehmen. Jeder ist ersetzbar! Also, liebe Leute, denkt darüber nach bevor ihr zur nächsten Gehaltserhöhung zu eurem Chef läuft.

Ja, sehr traurig! Alles Gute Herr Fleischhacker! Und nun weiter auf der Tagesordnung.


Es scheint,

dass Fleischhacker der Styria zusehends zu unkonventionell und zu unberechenbar geworden ist. Vielleicht auch zu unbotmäßig. Vom ursprünglichen Verdienst, verkrustete Strukturen aufgebrochen und frischen Wind in die Zeitung gebracht zu haben, ist nun keine Rede mehr. Immerhin macht er gute Miene zum bösen Spiel.

Ich hoffe für ihn und für mich als Leserin, dass er rasch ein ihm entsprechendes neues Aufgabengebiet findet. Eigentlich hatte ich ohnehin immer den Eindruck, er wäre eher für die Redaktion einer Wochen- oder Monatszeitschrift prädestiniert.

Jedenfalls: DANKE und alles Gute für Ihr weiteres journalistisches (oder anderweitiges?) Wirken, lieber FLE!

Re: Es scheint,

der putschartige und hinterfotzige abgang von unterberger trägt jetzt früchte...auf den schützen fliegt der pfeil zurück....FLE war daran beteiligt.
unter seiner verantwortung durfte scharang sein stalinistisches manifest im spectrum veröffentlichen...die empörung ging bis berlin und ottawa
das wegmobben von salomon hat er auch tatenlos geschehen lassen...er wuzrde geschasst...zu recht

Antworten Gast: Karl G.
05.08.2012 20:50
7 6

Re: Es scheint,

Kas-andra: Warum bloß überrascht ihr Statement niemanden...? Wir haben schon alle darauf gewartet, dass Sie einmal mehr ihre lieben Arme schützend über den Buben breiten.

Schade um Michael Fleischhacker!


Schade um Michael Fleischhacker!

Bin parteilos, Wechselwähler und wirtschaftl. unabhängiger Staatsbürger und für mich waren M. Fleischhacker`s Kommentare von hoher objektiver Qualität! Schade das er die "Presse", aus welchen Gründen auch immer, verlassen muß!

Wandel und Wechsel liebt, wer lebt. (Richard Wagner)

In diesem Sinne: Alles Gute für Ihre berufliche Zukunft, Herr Fleischhacker. Ich würde mich freuen bald wieder von Ihnen zu lesen.

Gast: kritischer Leser (59)
05.08.2012 16:24
9 15

Das "Wirtschaftsblatt" ist eigentlich überflüssig

und "Die Presse" hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Nichts gegen Herrn Fleischhacker persönlich, aber als Chefredakteur war er absolut kein Gewinn für die Zeitung.

33 9

Schade

Fleischhackers Leitartikel waren immer ein Lesevergnügen, vor allem wie er in zynischer und pointierter Art die elenden Zustände österreichischer Politik beschrieben hat. Dabei hat er niemanden geschont, alle Parteien bekamen da zurecht gleichermaßen ihr Fett weg.
Ich hoffe jedenfalls, dass die Presse durch seinen Abgang nicht auch wieder Richtung linker Mainstream rutscht, sonst werde ich mein Abo abmelden. Denn im Augenblick haben wir ohnehin schon einen stramm links gepolten medialen Einheitsbrei, sei es aus Überzeugung (Standard) oder finanziellem Opportunismus (Österreich, Heute, Krone).

Da komme ich auch gleich zu Fleischhackers wahrscheinlichem Nachfolger Nowak. Dessen bisherige Leitartikel sind zwar nicht unbedingt schwer linkslastig, lassen aber meist auch jeglichen Biss vermissen. Irgendwie erweckt er meist den Eindruck es allen Recht und nur ja nirgends anecken zu wollen, schon gar nicht bei der Wiener SPÖ. Die Qualität eines Chefredakteurs bemisst sich zwar sicher nicht nur an dessen Leitartikeln, dennoch bin ich äußerst skeptisch was diesen Umbau anbelangt.

Schade

Herr F. mag gelegentlich Unmut ausgelöst haben, aber das haben die Verhältnisse, die er beschrieb, leider so an sich. Und nahezu alles war (leider) sehr wahr.

Herr Nowak hat leider nicht halb so viel Brauchbares geschrieben wie F, man wird sehen was da auf den Leser zukommt.

Gast: Pensador
05.08.2012 14:44
17 8

Qualitätszeitung ade!

Jetzt noch mehr linker und links"liberaler" Mief.
Und innenpolitische Einseitigkeit bis hin zur Gehässigkeit gegen alles, was den rot-schwarzen
Einheitssozialismus nicht als die beste aller möglichen Welten sieht.
Qualitätszeitig ade! Wann kommt endlich die Alternative, bei der mein Abonnement nicht hinausgeworfenes Geld ist?

Gast: Karl Huber
05.08.2012 14:44
11 5

Habts des Forum jetzt abdreht?

Zuviel Zuspruch fürn Fle? hmmm?

Systemkritiker Fleischhacker muss also gehen

In Anbetracht des politischen Klimas hat er sich eh erstaunlich lange gehalten. Jetzt muss ich mir halt politisch unkorrekte (= oft eher der Wirklichkeit entsprechende) Informationen von woanders her (z.T auch kostenpflichtig) zusammenklauben...

Gast: an die kandare
05.08.2012 13:47
13 1

an die nachfolger

Im Meinungsspektrum der Journalisten hatte Fleischhacker gelegentlich den Mut, durch Kommentare, Gastbeiträge und Interviews gesellschaftspolitisch relevante Themen zur Diskussion zu stellen. Leider wurden diese Themenanstösse zu keinem breiten politischen Diskursthema. Die politischen Weichenstellungen im Bildungsbereich, im Gesundheitsbereich, im Integrationsbereich, im Gespräch mit Vertretern islamischer Gruppierungen sind bisher noch immer nicht erfolgt. Die "neue Garnitur" der Presse wird daran zu messen sein, ob sie mit ihren Journalisten dem Allgemeinwohl verpflichtet sein wird oder einem Parteiwohl dienen wird.
Österreich bräuchte dringend eine unabhängige kritische Presse.

Schade

Wenn ich so (auch zwischen den Zeilen) lese, wer künftig im "Management" für die Presse verantwortlich ist, was die nebulösen (aber eben zwischen den Zeilen doch deutlich erkennbaren) Absichten sind, mache ich mir Sorgen. Es zeigt sich aber an der Presse nur das, was in allen Bereichen unseres Lebens erkennbar ist. Es zählt die Gewinn-Maximierung. Qualität gibt es in erster Linie in Schlagworten zu Qualitätsmanagement und mehr als die Tätigkeit zählt der Schein. Natürlich werden die Synergien genutzt werden, man möge doch die Leser nicht für so blöd halten (das ist die eigentliche Enttäuschung). Mag sein, dass wir mit unserem Kaufpreis (Abo oder Freiverkauf) das Produkt Presse nicht mehr über Wasser halten können (trotz Presse-Förderung). Ich halte diesen Neu-Sprech von Managern nicht mehr aus. Redet Klartext. Qualitäts-Journalismus ist zu teuer. Der Markt für Leser, die ein Produkt wie die Presse lesen wollen ist zu klein und daher legen wir Wirtschaftsblatt und Presse zusammen und sparen Geld (mit dem wir uns was kaufen?). Ich wünsche Herrn Fleischhacker alles Gute. Mal sehen, wohin die Reise die Presse führt. Wenn Fle nicht dabei sein will, mache ich mir Sorgen....

Re: Schade

was meinen sie mit "qualität"?

für mich muss eine zeitung nicht MEINE meinung widerspiegeln, um qualität zu bieten.
aber eine zeitung, deren redaktioneller teil fast vollständig aus 1:1 kopien von agenturberichten besteht.... also da spreche ich NICHT von qualität!

(ps.: doch, es geht auch anders. schauen sie sich mal den heutigen kurier an. dessen erstes 'buch' (also die ersten 8 seiten) besteht ausschließlich aus auf dem eigenen mist gewachsenen artikeln.
egal ob man mit dem inhalt übereinstimmt - für mich ist dieser eigenanteil ein qualitätskriterium!)

10 1

Re: Schade

gewinn maximierung?
wann hat die presse gewinn gemacht?
es geht um verlust minimierung!!

Gast: richard28
05.08.2012 12:56
19 1

Mit sehr viel Mut...


Es gibt in Österreich einen bedrückenden Mangel an Liberalität. Fle ist mit sehr viel Mut diesem Mangel entgegengetreten. Von welchem österreichischen Chefredakteur kann man das noch sagen?

Antworten Gast: diskussionskultur
05.08.2012 13:57
7 0

Re: Mit sehr viel Mut...

Liberale Gedanken könnten für eine verkrustete Gesellschaft Denkanstösse gewesen sein, um Diskussionen zu starten. Kirchen, Parteien, Entscheidungsträger im Regierungsteam mögen Initiativen, kreative Impulse, ein kritisches Hinterfragen des Ist-Zustandes gar nicht. Wir werden bald wissen, aus welcher Richtung der "Pressewind" jetzt wehen wird, ob wir in Ö. in der Erstarrung verharren werden....

9 0

Re: Mit sehr viel Mut...

ja, der Mut und die klare Positionierung von ihm wird uns hier fehlen! auch die feine Klinge seiner Texte werde ich vermissen.
wobei anzumerken ist, dass er im Läufe der Jahre milder geworden ist. Absicht? Kapitulation?

Solange es Millionen von PRESSEFÖRDERUNG gibt, wir keine österreichische Zeitung lesbar sein.

Eigentlich ist es schon Zeitverschwendung hier auch noch zu posten.

War eigentlich zu erwarten

Wie Fleischhacker das politische System in Österreich in den letzten Monaten beurteilt hat, musste zu so einer Reaktion führen. Die Systemmedien brauchen angepasste Mitarbeiter. Ich denke, Fleischhacker wußte das auch und ist über den "Rauswurf" nicht überrascht. Eigentlich fast ein (tragischer) Held. Vielleich tut er sich ja mit Unterberger zusammen oder geht zu Servus TV.

Re: War eigentlich zu erwarten

sie meinen, dass er gemeinsam mit unterberger die seherzahlen von servus auf ein absolutes minimum reduzieren kann?

4 9

Um Gottes Willen: Unterberger??


Gast: Leon Walras
05.08.2012 12:51
5 1

Mit Bedauern ...

... nehme ich diese Nachricht zur Kenntnis. Obwohl mir Fleischhackers Einstellung viel zu weit rechts angesiedelt schien, habe ich seine Meinung geschätzt. Allerdings war in den letzten Monaten in seinen Arbeiten eine gewisse Resignation herauszulesen, aber auch die Beiträge selbst sind immer seltener geworden ...
Alles Gut für die Zukunft!

21 4

Die Pressefreiheit

ist, wie so viele andere "Freiheiten", eine Illusion.

Lieber Herr Fleischhacker.

Ich kann mich nur herzlichst für Ihre großartiges Engagement bedanken, und schließlich hoffen, dass die Presse bleibt was sie ist, wovon man im Vorwahljahr kaum bis gar nicht ausgehen kann.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie einen Weg beschreiten auf dem es Ihnen möglich ist weiterhin offene & vorallem kritische Pressearbeit zu leisten, denn darin war die Presse für mich in den letzten Jahren - aufgrund Ihrer Arbeit - die letzte Festung.
Vielen Dank!

liebe Grüße

"haben wir gelegentlich zu sehr zugespitzt"

"In unserem leidenschaftlichen Versuch, die bürgerlich-liberale Tradition dieser großen Zeitung zeitgenössisch zu interpretieren, haben wir gelegentlich zu sehr zugespitzt..."
Ich vermute, das soll im Klartext heißen: "Fallweise haben wir den linken Mainstream verlassen (oft allzu schüchtern!) und das konnte uns unser Eigentümer natürlich nicht durchgehen lassen."
Nun, ich werde den Weiterbestand unseres Abos davon abhängig machen, ob Die Presse weiter Die Presse bleibt, oder eine österreichische, sagen wir mal, Süddeutsche wird.

Re: "haben wir gelegentlich zu sehr zugespitzt"

"... oder eine österreichische, sagen wir mal, Süddeutsche wird. "

Schreck lass nach! Gott soll abhüten!
Selbst ehemals treue Fans der "Süddeutschen" bezeichnen diese nur noch als "Prantl-Prawda".

Eine "Nowak-Nowostij" ist redundant; denn diesen Markt decken "Standard" und "Profil" flächendeckend ab.

Gast: Karl Huber
05.08.2012 12:08
24 3

Alle Gute Fle!

Ich hoffe Sie ereilt nicht das selbe Schicklsal eines Andreas Unterberger...
Machens weiter Zeitung und erlaubens den Lesern ihre Meinung kundt zu tun (anders als die Presse!).
Es kann ja nicht sein, daß nicht EINE Zeitung in Österreich außerhalb der Journaillie schwimmen kann?!! Sind die linken Meinungsfaschisten wirklich derart mächtig?
Ist es wie im Iran? 5% halten 95% in Geiselhalft (ja.. so ähnlich ist es auch in Ösistan).

Machens es Gut Fle und ich hoff wir "sehen" uns wieder.
Karl Huber

0 4

Re: Alle Gute Fle!

Über den "linken Meinungsfaschismus" lässt sich streiten, aber warum sind Sie sonst nicht ein Gegner der "Ungleichverteilung", etwa bei Vermögen?

Antworten Antworten Gast: Karl Huber
05.08.2012 21:35
1 1

Re: Re: Alle Gute Fle!

Wenn ich das doppelte arbeit soll ich auch das doppelte verdienen. Das könnens dann multiplizieren mit Verantwortung, Entscheidungsträger etc. etc....
Ich weiß. In linken Kreisen wird das Wort "Leistung" nur ausgespuckt. Aber Sie werden lachen.. Es gibt noch Plätze an denen sich das lohnt. Leistung. Österreich gehört auf keinen Fall zu diesen "Plätzen". Da habens schon recht...

Re: Re: Re: Alle Gute Fle!

Doppelt arbeiten ist schon klar, dass da mehr bekommt. Bei besonderem Können auch. So was wie Verantwortung für die Multiplizierung zu verwenden ist eher billiges Marketing für mehr Gehalt.

Re: Alle Gute Fle!

Eine durchaus interessante Idee - Unterberger & Fleischhacker. Wenn die beiden zusammen etwas schmieden wuerden (ohne der Partei natuerlich), dann abboniere ich sofort.

Im heutigen Oesterreich wuerden solche Durchblicker allerdings hart angegriffen werden. Und zwar nicht nur medial, fuerchte ich ...


Antworten Antworten Gast: Karl Huber
05.08.2012 14:43
1 3

Re: Re: Alle Gute Fle!

Ich hab den 2. Satz überlesen....
Sie haben schon recht damit aber.. Sie müssen auch eingestehen das die Medien und somit die Journalisten nicht wenig an den jetzigen Zuständen Mitschuld tragen. Somit hält sich mein Bedauern in Grenzen auch wenn es, wie überall, auch "Unschuldige (meist die solchen.. leider...)" trifft...
Ein Journalist hat sich seinen Job selbst gewählt. Und wenn sich jemand einen derart exponierten Job wählt muß er auch mit der ein oder anderen "Watsch (medial. Eh klar!)" leben.

Antworten Antworten Gast: Karl Huber
05.08.2012 14:26
2 1

Re: Re: Alle Gute Fle!

Interessanter Ansatz! :)
Da würde ich sicher gerne den ein oderer anderen Artikel lesen... ;)

24 0

Die Presse ist eine der letzten österreichischen Zeitungen,

in denen in Form von Kommentaren noch die Lesermeinung geäußert werden darf (obwohl manchmal, speziell an Wocheneden, die Zensur keinerlei erkennbaren Vorgaben zu folgen scheint).

Ich hoffe sehr, dass das unter Herrn Nowak so bleibt.

Ansonsten: Ihre Kommentare werden mir abgehen, Herr Fleischhacker, und, wenn Ihr Ausscheiden wirklich auf Meinungsverschiedenheiten zurückzuführen sein sollte : RESPEKT, Herr Fleischhacker !!

Gast: enni
05.08.2012 10:46
18 0

Mit Bedauern

Ihre Texte werden mir fehlen, sie waren immer ein anregendes Lesevergnügen. Unter Ihrer Führung wurde die Leidenschaft, mit der Zeitung gemacht wird, spürbar. Hoffentlich bleibt das so.
Ich bedauere Ihr Fortgehen sehr.
Danke und alles Gute!

Gast: suchender
05.08.2012 10:43
8 3

Niveau

Also ich fand den FH brauchbar. Was ich schlimm finde im Vergleich zu deutschen Spitzenzeitungen sind die Inhalte und auch das Niveau der
Postings.Schaut bitte mal nach in der FAZ, Zeit, Süddeutsche,.. schonmal ein ganz anderes Niveau

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Re: Niveau

als es diese Zeitungen noch nicht gab, gabs hier Spitzenjournaile (lies nach in den alten Ausgaben seit 1848)

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Monarchist?


 
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