23.05.2013 02:56 Merkliste 0

Intern: Rainer Nowak an die "Presse"-Leser

09.08.2012 | 18:47 |   (Die Presse)

Kontinuität nach dem Wechsel in der Chefredaktion. "Die Presse" wird weiterhin "klar Partei ergreifen, wenn wir es für notwendig erachten."

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Liebe Leserinnen und Leser!

Vergangenen Samstag hat sich Chefredakteur Michael Fleischhacker an dieser Stelle von Ihnen verabschiedet. Wie viele Mails, Anrufe und Leserbriefe zeigen, ist dieser Abschied für viele von Ihnen genauso überraschend und schmerzlich wie für uns in der Redaktion. Die Gründe für sein Ausscheiden hat er bereits dargelegt. Michael Fleischhacker wird dieses Haus Ende des Monats als Freund verlassen. Mit seinen 43 Jahren ist ihm gelungen, was nur wenige in der österreichischen Medienbranche erreichen. Er hat nicht nur eine völlig neue publizistische Debatten- und Streitkultur in diesem Land geschaffen, wie viele – fast traurige – Reaktionen seiner bisherigen Lieblingsgegner wie „Falter“-Chefredakteur Armin Thurnher zeigen. Er hat auch bewiesen, dass Qualitätsjournalismus überraschen kann und muss. Und er hat in dieser Zeitung und wohl auch darüber hinaus eine ganze Generation von Journalisten geprägt. Ich durfte einer von ihnen sein. Namens der gesamten Redaktion bedanke ich mich für die fast zehn Jahre dauernde Meisterklasse in Journalismus. Es war eine sehr gute Zeit. Unser besonderer Dank gilt auch dem zeitgleich abtretenden Geschäftsführer Reinhold Gmeinbauer. Wir werden uns bei beiden noch gebührend verabschieden.

Der Vorstand der Styria Medien AG hat mich als Nachfolger von Michael Fleischhacker nominiert. Gemäß dem Statut, das der Redaktion dieser Zeitung das Recht einräumt, einen Chefredakteur mit Zweidrittelmehrheit abzulehnen und journalistische Unabhängigkeit sichert, kam es am Mittwoch zum verpflichtend vorgesehenen Hearing und zur Abstimmung. Dabei durfte ich erfahren, was die Formulierung „überwältigende Mehrheit“ bedeutet. Ich bin den Kolleginnen und Kollegen für ihr Vertrauensvotum sehr dankbar. Ich bitte nun Sie, sehr geehrte Leserinnen und Leser, mir und meiner Redaktion weiterhin das Vertrauen zu schenken. In der Chefredaktion werden Franz Schellhorn und Florian Asamer als Stellvertreter an meiner Seite Kontinuität beweisen. „Die Presse am Sonntag“ wird Christian Ultsch weiterführen. Garantieren kann ich Ihnen heute schon, dass sich an der bürgerlich-liberalen Blattlinie nichts ändern wird und darf. Wir werden weiterhin mit allen zur Verfügung stehenden publizistischen Mitteln für die Freiheit des Einzelnen eintreten, sei es in der Wirtschaft, sei es in der Gesellschaft. Wir werden uns weiterhin von keiner Partei vereinnahmen lassen, aber klar Partei ergreifen, wenn wir es für notwendig erachten. Wir werden wirtschaftsliberal bleiben und streiten, auch wenn dies in Österreich leider eine Minderheitsposition darstellt. Wir werden weiterhin manchmal Positionen einnehmen, die für viele unserer Mitbewerber auf dem Zeitungsmarkt vielleicht nicht gerade als chic gelten. Wir mögen es nämlich mitunter ganz gern – nennen wir es beim Namen – konservativ. Sprich wir werden uns auch in Zukunft den einen oder anderen Feind machen. Wir werden aber auch das tun, was Journalisten immer tun müssen: allen Seiten zuhören, ihnen Gehör verschaffen und auch andere Meinungen als die unseren respektieren.

Die gesamtwirtschaftliche Situation ist schwierig, insbesondere für Medienunternehmen. Selten zuvor haben sich die Mediengewohnheiten so schnell verändert wie heute, unsere Plattformen, egal, ob auf Zeitungspapier oder im Netz, können und dürfen sich dem nicht entziehen. Wir werden daher auch die „Presse“ mittels Gewichtung von Inhalten, Zugang zu Themen und Aufbereitung von Informationen zu verbessern versuchen. 2012 ist Veränderung die (tägliche) Herausforderung für eine Tageszeitung.
Bleiben Sie uns treu!

Hochachtungsvoll, Ihr

Rainer Nowak

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2012)

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86 Kommentare

Zum Wechsel in der Chefredaktion

Als Schweizer mit schweizerischem Wohnsitz lese ich die Onlineausgabe der DIEPRESSE äusserst gerne. Die Artikel sind jeweils kurz und knapp gehalten, aber dennoch sehr informativ. Die Sprache meist gepflegt und verständlich. Die Zusammenhänge und Sachverhalte in der Regel auch für Laien zu begreifen. Dies ist für mich - neben dem Aspekt, etwas genauer über innerösterreichische Angelegenheiten informiert zu werden - ein gewichtiger Vorteil dieses Blattes. FAZ, NZZ und andere "Qualitätsblätter" sind qualitativ wohl höher einzustufen. Wenn ich mir jedoch z. B. in der NZZ am Sonntag einen Wirtschaftsartikel (z. B. bezüglich "Eurokrise") durchlese, bin ich als nur halbwegs ökonomisch Gebildeter meist doch überfordert.

Ein entscheidendes Plus gäbe es noch: Die Kommentare der LeserInnen im Forum finde ich meist grossartig. Ein wirklicher Austausch der Meinungen wird möglich und dies sollte gerade in Onlineausgaben etwas vom Wichtigsten sein. Onlineausgaben anderer Zeitungen hätten in diesem Bereich gewaltigen Nachholbedarf.

Ich hoffe auf eine gewisse Kontinuität und wünsche dem neuen Chefredaktor viel Vergnügen und Befriedigung.

Gast: asdfgh
10.08.2012 13:43
3 1

Provinzielle Meisterklasse

Die Wahnvorstellungen unter österreichischen Journalisten sind immer wieder wieder erstaunlich. Der Herr Fleischhacker war ja nicht so übel, aber der Begriff Meisterklasse fällt einem dazu halt doch nur ein, wenn das Referenzsystem zwischen Heute und Kurier errichtet wird.
Welche Kurse in Journalismus bieten denn dann NYT/IHT, Financial Times, NZZ, FAZ, Courrier International, Economist, New Yorker, etc.?

Antworten Gast: Madame Pompadour
10.08.2012 14:22
1 5

Re: Provinzielle Meisterklasse

Gut gebrüllt, Löwe!
Nur zur info: Rainer Nowak hat Zeit seines Journalistenlebens immer dazu tendiert mächtig zu übertreiben und viele "gscheite Wörter" in seinen Artikeln zu verwenden, ohne deren wahren Sinn zu kennen.
Laut Lexikon sind Meisterklassen nämlich "besondere Lehrveranstaltungen an Hochschulen. Diese Meisterklassen werden ua. von Bildungsinstitutionen organisiert um das nötige Wissen und Können im jeweiligen Fach zu vermitteln : sie können zum staatlichen Abschluss führen (siehe Meister)".
Selbstverständlich kann man Äpfel mit Birnen vergleichen und sagen, das sei sozusagen künstlerische Freiheit jedes Schreibers... doch: irgendwie ist das halt alles sehr sehr albern und kindisch.
Fleischhacker ist weder ein profilierter und in der deutschen Medienszene anerkannter Journalist, noch ist er irgendetwas Besonderes. Er wurde nur in einen Stuhl gesetzt und hatte eine Visitenkarte mit einer Funktion draufstehen, die ihm viel zu groß war. Wäre er so super gewesen, wie er tat und wie Rainer Nowak jetzt sagt, dann stünde die "Presse" bereits im Guiness Buch der Rekorde als erfolgreichstes Medium der Welt. Leider ist dem ja nicht so und jetzt sollten alle Beteiligten - und vor allen Dingen die lieben Leserinnen und Leser - wieder aufwachen. Mander s´isch Zeit...

Gast: Gast639
10.08.2012 13:39
0 0

Vorschläge zur Qualitätsverbesserung an Rainer Nowak! (Teil 2)

3. Keine Zensur bei nachvollziehbaren Fakten mehr! Teilweise werden Fakten mit Links zur Presse zensuriert (oder zu Andreas Unterberger oder zum Standard)

4. Solche niveaulosen Artikel wie von beba (angeblich Frau Bayrhammer laut Forum) sind ein Armutszeugnis für eine Qualitätszeitung. Das Setzen von Anführungszeichen sollte hier auf jeden Fall für eine Verwarnung sorgen und im Wiederholungsfall ein Kündigungsgrund für die Journalistin sein!

Med-Uni: FPÖ will Extra-Plätze für abgelehnte Männer
Weiter Aufregung um die genderspezifische Testauswertung. Die Med-Uni Wien solle Studienplätze für "diskriminierte Bewerber" schaffen, so die FPÖ.

...Nun melden sich die Freiheitlichen gegen die "Männerdiskriminierung" zu Wort....

http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/1276584/MedUni_FPOe-will-ExtraPlaetze-fuer-abgelehnte-Maenner?from=gl.home_bildung


Gast: Gauloises blondes
10.08.2012 11:11
9 0

"Wenn wir es für notwendig erachten"?

"Die Presse" wird weiterhin "klar Partei ergreifen, wenn wir es für notwendig erachten."
Früher war es Aufgabe der Presse (Presse im Allgemeinen gemeint) Leser zu informieren, Fakten darzulegen und zu erörtern. Eine MEINUNG machte sich dann der Leser im Anschluß SELBST. Heute wird die Meinung oft schon mit den Artikeln mitgeliefert. Der einsitige Journalistenkodex, sich nie (Nie!) mit einer Sache gemein zu machen, gilt oft nicht mehr. DAS ist das Problem und viele Menschen verlernen das selbtständige Denken - oder sind einfach zu bequem geworden, aber das ist wohl genau so gewollt. Abschließend sei gesagt, dass ich diese Zeitung von Deutschland aus gerne lesen, weil sie bisher wenigstens kritische Kommentare und auch kritische Artikel (häufig, nicht immer) veröffentlichte. Hoffentlich bleibt das so. Zweifel kommen durch den Wechsel schon auf. Aber man wird sehen.

Antworten Gast: schlÄchter
11.08.2012 00:10
0 0

Re: "Wenn wir es für notwendig erachten"?

sges blondes gauloises!
"Früher war es Aufgabe der Presse (Presse im Allgemeinen gemeint) Leser zu informieren, Fakten darzulegen und zu erörtern. Eine MEINUNG machte sich dann der Leser im Anschluß SELBST. Heute wird die Meinung oft schon mit den Artikeln mitgeliefert. Der einsitige Journalistenkodex, sich nie (Nie!) mit einer Sache gemein zu machen, gilt oft nicht mehr. "

völlig ihrer meinung!
+

mfg
s.

Wirtschaftsliberal und Redaktionsstatut...

...passen aber nicht wirklich zusammen. Trotzdem finde ich das basisdemokratische Redaktionsstatut schon irgendwie okay.

Die bürgerliche Blattlinie ist leider im Kulturbereich besonders stark bemerkbar. Ob sich damit junge Leser_Innen gewinnen lassen, darf bezweifelt werden.

Wir werden weiterhin mit allen zur Verfügung stehenden publizistischen Mitteln für die Freiheit des Einzelnen eintreten

Wo blieb der Aufschrei, nach der Unterzeichnung des ESM durch Heinz Fischer? Die Demokratie wird schrittweise abgeschafft, und Nowak brüstet sich damit, die Freiheit des Einzelnen zu verteidigen. Das ist Zynismus pur. Nowak verbreitet hohle Phrasen und publiziert lediglich das, was ihm Raiffeisen und ÖVP nahe Kreise diktieren.

Wir werden wirtschaftsliberal bleiben...

mit Schellhorn als Chefredakteur Stv. ist gesichert, daß neoliberales Sektierertum weiterhin sein Sprachrohr in der Presse finden wird. Das wird diese Leserschaft bei der Stange halten. Wie sich wirtschaftsliberale Grundsätze und die Abhängigkeit von der Presseförderung ergänzen, möge uns Schellhorn bitte bald erklären. Ansonst ist auch das Bekenntnis zur liberalen Wirtschaft von Nowak eine leere, unglaubwürdige Worthülse. Man wir bei Presse und Wirtschaftsblatt Synergien nutzen und auch Mitarbeiter abbauen, um die Produktivität zu steigern. Schellhorn wird das sicher verstehen, zumindest solange er selbst davon nicht betroffen ist.

Wer Qualitätsjournalismus schätzt, bekommt ihn hier nur von Anneliese Rohrer einmal wöchentlich angeboten. Das allein ist für ein Medium mit Qualitätsanspruch eindeutig zu wenig.

His masters voice

"Die Presse" wird weiterhin "klar Partei ergreifen, wenn wir es für notwendig erachten."
So wie bisher: wenn Raiffeisen oder die ÖVP es wünschen, wenn die israelische Kultusgemeinde ein Sprachrohr benötigt, wenn Durchhalteparolen zum Euro und der EU gefragt sind. Dann ist Nowak der Garant, daß dieses dann auch so publiziert wird, wie es die Herrschaften wünschen.
Dumm ist dabei nur, daß dies immer weniger Menschen lesen wollen und die Presse damit - trotz Presseförderung und Inseratschaltung - kaum noch finanzierbar ist.

Gast: Rechtschreibkommission
10.08.2012 10:08
7 0

Neudeutsch

nicht:
"Wir werden uns bei beiden noch gebührend verabschieden."

sondern:
"Wir werden uns von beiden noch gebührend verabschieden."

Gast: chenier
10.08.2012 10:06
11 1

Die Zensur arbeitet bereits wie zu Metternichs Zeiten

Der Neue setzt schon Signale...

Gast: PRESSE Leser, aber wie lange noch
10.08.2012 10:05
11 0

Wenn wir es für nötig erachten

also wann wird das sein. Diese Haltung und Einstellung ist ein Gummi. Wenn der Werner es befiehlt, oder wenn die Presseförderung in Gefahr ist. Wie wird der Eingriff sein? Mit einem kleinen Dreizeiler ganz unten oder wird man sich getrauen auf die redaktionellen Füße zu stellen.Wird man auch versuchen unliebsame Poster mit Sperren abzuwürgen und in weiterer Folge a la ORF, das posten überhaupt ganz einzustellen. Somit ist alles zu erwarten.

Gast: Gasterix
10.08.2012 09:52
5 5

Es tut gut..

..wenigstens ein Qualitätsmedium gegen die Heerschar von Revolverblättern aktiv zu wissen.
Bitte so bleiben- Eventuell noch ein Wochenmagazin machen.

Gast: Prinz Calaf
10.08.2012 08:32
9 9

Bitte um ein Ende ....

der Fleischhacker-Beweihräucherungen. Wenn er so gut war, warum musste er dann gehen? Bitte zurück zu einer bürgerlich-liberalen Grundhaltung und vor allem zurück zu einem Qualitätsblatt!

Entscheidend für die

"Presse" wird sein,dass sie weiterhin einen Gegen-Pol zum rot-grünen Kampfblatt

" Der Standard " bildet,

der jeden Blödsinn der APA unreflektiert übernimmt.

3 1

Re: Entscheidend für die

Ein Grossteil der Artikel in "Presse" und "Standard" sind ohne Änderung meist von der "APA" übernommen. Da einen Gegensatz zu konstruieren ist also empirisch nicht fundiert!
Überigens ist der "Standard" nicht rot-grün sondern lachsrosa...

11 2

Eine Bitte

Ein verstärktes Augenmerk darauf richten, dass Beiträge im Forum NICHT zensiert werden, nur weil sie nicht der derzeitigen political correctness entsprechen.

Fleischhacker

War wohl einer der wenigen Gründe, die Presse zu lesen. Dass er von den Eigentümern rausgeworfen wurde, macht es für viele leicht (ich kenne persönlich einige) ihr Presse-Abo zu stornieren.

Re: Fleischhacker

ich habe die Presse seit über 20 Jahren abbonniert. Ein Wechsel in der Chefredaktion war für mich nie ein Grund die Qualität der Presse anzuzweifeln oder gar abzubestellen. Meistens hat sich der Wechsel sogar positiv ausgewirkt.
Ich glaube nicht dass für Sie die Abbestellung Fleischhakers er Grund ist. Ich vermute Sie sind gar kein Presseleser.

Gast: soyja
10.08.2012 04:34
11 13

"Die Presse" wird weiterhin "klar Partei ergreifen, wenn wir es für notwendig erachten."

Für Raiffeisen und unsere christliche Mutterpartei!

Re: "Die Presse" wird weiterhin "klar Partei ergreifen, wenn wir es für notwendig erachten."

Lesen Sie halt 'Österreich' die kostet nichts.

Noch unbequemer, konservativ bleiben, mehr Wirtschaft&Europa

Mittlerweile hab auch ich mitbekommen, dass die einzige regelmäßig von mir gelesene Zeitung ein neues "Management" hat, was vor allem heißt, dass sich Michael Fleischhacker verabschiedet hat bzw. "verabschiedet wurde".

Nun, trotz seiner manchmal wirklich skurilen Ansätze und seinem leicht an Kleist erinnernden Satzbaus hat sich MF sehr wacker geschlagen, mit seinem Stil und seiner Dialektik hervorragend polarisiert und die Erlösung der "Presse" vom Anachronismen-Dasein fortgetrieben.

Drei Wünsche möchte ich der "Presse" und ihrem neuen CR gegenüber zum Wechsel äußern: Bitte noch unbequemer werden, konservativ bleiben (aber da hat Nowak eh schon jeden Paradigmen-Wechsel ausgeschlossen) und mal richtig in Wirtschafts- und Europa-Berichterstattung investieren.

Gast: Kuya
10.08.2012 00:46
3 2

"The important thing is not to stop questioning." Albert Einstein

. . . sollten nicht Kommentare den Bewertungen entsprechend gereit werden?

Gast: Gast639
10.08.2012 00:42
28 4

Vorschläge zur Qualitätsverbesserung an Rainer Nowak!

1. Plausibilitätscheck bei übernommenen Artikeln von der linken APA. Da bei der APA anscheinend viele Bildungsverlierer arbeiten (die nicht einmal fähig sind eine Prozentrechnung richtig durchzuführen) und die Artikel zumeist niveaulos und hetzend sind sollte die Presse hier mehr Qualitätskontrolle betreiben bevor sie Artikel übernimmt!

2. Wenn andere qualitativ minderwertige Medien (News, heute, Österreich, Krone, Falter, ORF, Standard usw) etwas veröffentlichen sollte die Presse die Aussagen nicht kritiklos übernehmen, sondern vorher prüfen!

Beispiel: Die angebliche Entlastung für SPÖ-Faymann im SPÖ-Faymann-Ostermayer-ÖBB-Kronen Zeitung-Inseratenskandal ist bei genauer Betrachtung der Fakten eine extreme Belastung für Faymann! Von einer Qualitätszeitung erwarte ich, dass sie ein Gutachten richtig interpretieren kann.

"Die Staatsanwaltschaft kündigt nun weitere Erhebungen an. Zumal der Gutachter einige Zusatzfragen nicht beantworten konnte. Etwa jene, wie sinnvoll eine Werbestrategie sei, in der man zuerst Missstände aufzeigt, die der Minister dann abzustellen gedenke."

Der obige Gutachten-Absatz belastet Faymann extremst, denn vom Werbewert der Krone-Inserate profitierte ausschließlich SPÖ-Faymann (Faymann mit Foto erklärt uns, dass er jetzt bei der ÖBB alles verbessern wird) und nicht die ÖBB (die ja nur beschimpft wurde)!
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1277038/Kanzler-entlastet_Gutachten-belegt-Werbewert-von-OeBBInseraten?_vl_backlink=/home/index.do


Gast: sehr richtig
10.08.2012 00:22
0 3

Ist Herr Nowak auf diesen Visitenkartenportraits, die manche Artikel begleiten (zB. Geschmacksfrage) nicht eine Spur schlanker?


Gast: Kreide gefressen?
09.08.2012 23:27
2 11

Statt in Nowaks "Presse" lese ich ab nun die APA-Meldungen gleich direkt und kostenlos auf der APA-Homepage!

null investigativer Journalismus, null Recherche, linker Mainstream und dann noch Zensur müssen sanktioniert werden!

Online findet man kostenlos und schnell fast alles den manipulierten Lesern Verborgene.

2 3

Re: Statt in Nowaks "Presse" lese ich ab nun die APA-Meldungen gleich direkt und kostenlos auf der APA-Homepage!

Na dann ab zur Freakman's "Alles-Schall-und-Rauch" Website.

Scheinst ja auch ein Schäfchen zu sein welches noch von den phösen Medien befreit werden muss/kann will :D

Schauen wir mal

wie es weitergeht.

Wäre erfreulich, könnte die Presse ihre Qualität noch mehr zu steigern wissen.
:-)

Antworten Gast: spartacus
10.08.2012 10:05
2 3

Re: Schauen wir mal

um etwas "mehr" zu steigern, muß zuvor schon eine Steigerung stattgefunden haben. Wo haben sie diese nach Unterbergers Abgang erkannt?
Der Begriff "Qualitätsjournalismus" ist doch nur beim Lesen der Kolumne von Anneliese Rohrer erkennbar. Das ist schön für Rohrer, aber ein Debakel für ihre Kollegen. Wenn das ausreicht, um eine Qualitätssteigerung zu realisieren, sind sie sehr bescheiden ihn ihren Ansprüchen.

Gast: ringslechts
09.08.2012 22:49
7 11

Dinosaurier

Zitat
Wir mögen es nämlich mitunter ganz gern – nennen wir es beim Namen – konservativ.
-------------

Journalisten sollten objektiv berichten, und nicht irgendwas mögen. Wenn sie zum Sprachrohr einer Paddei werden wollen, nur zu, das hängt allen zum Hals heraus, dort und da.

Sie haben den Zug der Zeit genauso wenig kapiert wie die Parteien, die überheblich glauben, sie können Meinung kaufen.

Wenn die Blogs interessanter werden wie die Schmierblattln, lebt ihr auch nur mehr vom Wohlwollen.

12 5

Re: Dinosaurier

dieses völlige austarieren, oder was immer Sie wollen, ist bei vielen dingen nicht machbar. jeder mensch hat eine schlagseite, was soll man machen?
im übrigen gibt es in der "presse" (und auch in anderen zeitungen) einen unterschied zwischen blog-artigen kommentaren oder artikeln. wenn Sie das negieren, haben Sie diese zeitung nicht oft gelesen, denke ich.

Gast: Blunzn Bertl
09.08.2012 22:46
1 13

net long herumredn, a jeda hot amoal klan angfongn.....

.....i gib ihna di Schons, oba a klani Bewehrungsfrist is scho drinnen, olso kemmas on....zum Aufwermen songs ma die Wurzl aus Einer Million.....???

wenn "falter" zitieren,

dann auch was man so auf s. 19 über einen herrn michael tillian lesen kann.
aber das kann man nicht ernstlich verlangen.
daraus lässt sich schliessen, dass sie die karte gezogen haben, die harsch ausgedrückt, jene des ohne h vorangeschriebenen eigenschaftswortes ist.
daher viel glück; um den erfolg brauchen sie sich ob der doch regelmässigen qualität ihres schreibens keine gedanken machen.
ich weiss, die kosten, die kosten.
aber wie es leider schlechter brauch geworden ist, immer mehr - auch wenn`s den herrn papa in der pension vielleicht noch freut - apa meldungen zu übernehmen, kann nicht das gelbe vom ei bzw die schwärze im druck sein.

Nutzen Sie (d. i. "Die Presse") die Chance

Im Jahre 2007 schrieb ich anläßlich der Kündigung meines langjährigen Abonnements an „Die Presse“:
„....Als Leser stören mich (seit ca. 2004) nämlich an der Blattlinie, der „Pseudo-Jugendkult“, der dauernde „Alarmismus als Aufmacher“, das mangelnde Niveau mancher Beiträge und nun gar der Versuch - vermutlich zur Auflagenerhöhung – durch einseitige Darstellung zur Spaltung in “Alte“ und „Junge“ beizutragen. Wer sich solches in einer Zeitung wünscht, kann es gratis oder zum halben Preis bei der Konkurrenz haben!“
Ich wechselte zur „Wiener Zeitung“, die in der Ära Dr. Unterbergers sehr gut – wie es seine Tagebuchnotizen im Internet aktuell noch immer sind - geworden war und leide nun an deren Pravda-Stil ihres extrem-linken Chef-Redakteurs Göweil („His Masters (Faymann) Voice“) und einiger seiner Mitarbeiter. Die Presse hätte also wieder eine Chance von mir nicht nur fallweise im Internet gelesen zu werden. Nutzen Sie diese!


Gast: total crash
09.08.2012 21:34
6 7

[...]Presse[...] klar Partei ergreifen ,wenn wir es für notwendig erachten.

Nau wusch,da wird`s im Blätterwald aber rauschen,so wie bisher?

Nix Wassta,nix Sichta,nix Frogta,nix Herda;o)

Wenn`s so investigative Journalisten aus England anstellen würdet`s ,dann würd ich`s glauben,aber so ?

Vergiss es:o)

Bin schon neugierig,

... ob sich an der Zensur von Presse Abonnenten, die politisch unkorrekt sind, bzw. an deren Sperre etwas ändert.
2. Wäre gerade jetzt Gelegenheit zur männerfeindlichen Anlassgesetzgebung oder zum männerfeindlichen Quotenirrsinn Stellung zu nehmen.
Wobei sich noch die Frage stellt, ob jetzt Beamte (ÖVP) und Angestellte (Journalisten) definieren, was "bürgerlich" ist.
"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube."

konservativ

wenn das bloß immer wahr wäre, würd ich mich mehr freuen diese Zeitung zu frequentieren.
Nun, was solls - die einzige Bundeszeitung, die ich halbwegs ertrage.

Gast: Na hoffentlich
09.08.2012 20:56
2 4

werden sie nicht zu kirchlich, was aufgrund

des Besitzers durchaus möglich wäre. Weil, wenn dieses Political-correctness-Gelaber auch hier beginnt, bleibt mir überhaupt kein Medium übrig, dass mich nicht total langweilt. TV und Rundfunk habe ich nämlich schon rausgeschmissen. Und natürlich alle Gratis-Zeitungen, die mir an der Ladentheke (beim Einkauf, wegen der Werbekosten, die so gar nicht gratis sind!) so teuer aufstoßen. Leider ist auch das "world wide web" ziemlich langweilig geworden, seit wir die Freiheit genießen, dass alles mitgeschnitten, durchforstet und gespeichert wird – den Leuten sei Dank, die sich wegen der von ihnen verursachten Krise solche Sorgen machen, dass die Wahrheit die Völker gegen sie aufbrächte, was nach meiner Meinung mehr als angebracht wäre.

Gast: donso
09.08.2012 20:41
9 4

Die Presse hat bei mir Sympathie-Punkte gewonnen

Ich finde es sympathisch, wenn sich ein Chefredakteur bei den Lesern verabschiedet, ein neuer Chefredakteur bei den Lesern vorstellt.

DiePresse bekommt damit bei mir ein AAA-Rating.

Re: Die Presse hat bei mir Sympathie-Punkte gewonnen

Das nennt man schlicht und einfach PR ...

Antworten Gast: Ihre geringe
09.08.2012 21:35
0 7

Erfahrung bezüglich des Journalismus

möchte ich haben – "Um Himmels willen!", würde da die Kirche als Eigentümerin der Presse wohl laut schreien.

Antworten Antworten Gast: Georg D.
10.08.2012 15:09
1 0

Vermutlich haben

die nicht kapiert, dass das alles nur der Imagewerbung dient. Dem Abgänger, um wieder einen lukrativen Job zu finden, den Verbleibenden, um ihr Produkt an die Leut zu bringen. Aber diese geistigen Kümmerlinge glauben ja tatsächlich, es ginge darum, das Volk aufzuklären: Hahahaha!

Irgendwo habe ich mal den Spruch gelesen: "Dein Leben ist das Geschäft der anderen!" (Gert Gurke)

„Wir werden daher auch die „Presse“ mittels Gewichtung von Inhalten, Zugang zu Themen und Aufbereitung von Informationen zu verbessern versuchen.“


Sehr geehrter Herr Nowak,

ich würde mir wünschen, dass Sie das auch beim Thema Religion verwirklichen können.

Gerade in letzter Zeit wurden in der Presse

- Informationen über (oft negative) Vorgänge in der Kirche oder Kritik gar nicht erst gebracht
- maximal Artikel vom Niveau „Tausend Bayern tanzen für den Papst“ gebracht
- Ressantiments gegenüber nicht-christlichen Religionen bedient

Vielleicht gelingt es Ihnen ja trotz des Eigentümers Die Presse in diesem Bereich unabhängiger und qualitativer zu gestalten.

Hochachtungsvoll und mit den besten Wünschen

Presse Leser



Antworten Gast: AlterKämpfer
10.08.2012 20:28
1 5

Re: „Wir werden daher auch die „Presse“ mittels Gewichtung von Inhalten, Zugang zu Themen und Aufbereitung von Informationen zu verbessern versuchen.“

Ressentiment ist ein Lehnwort aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „heimlicher Groll“.

Zu Fremdwörtern s.o.

Antworten Gast: justerix
09.08.2012 21:44
16 11

Re: „Wir werden daher auch die „Presse“ mittels Gewichtung von Inhalten, Zugang zu Themen und Aufbereitung von Informationen zu verbessern versuchen.“

Welche "Presse" lesens denn?

Re: „Wir werden daher auch die „Presse“ mittels Gewichtung von Inhalten, Zugang zu Themen und Aufbereitung von Informationen zu verbessern versuchen.“

1. Hier gibt es wie in allen Systemmedien ausschließlich Kirchenbashing.
2. Andere Religionen sind hier sakrosankt, besonders die Sakrosankten.
Bei Extremlinken hat die Presse einen gewissen Ruf. Hätten sie die Presse je gelesen, wüssten Sie, dass sie ohnehin schon seit vielen Jahren zum linkskorrekten Mainstream zu zählen ist. Und das wird sich auch unter dem Opportunisten und Auftragsschreiber Nowak nicht ändern, im Gegenteil! Der kann das nur etwas besser als der Fle.

Antworten Antworten Gast: schlÄchter
11.08.2012 00:32
1 0

Re: Re: „Wir werden daher auch die „Presse“ mittels Gewichtung von Inhalten, Zugang zu Themen und Aufbereitung von Informationen zu verbessern versuchen.“

sge flotte lotte!
so empfinde auch ich die berichtersttung der presse im kirchlich-religiösen bereich und auch darüber hinaus ist durchaus eine anbiederung an den linkskorrekten, scheintoleranten, angeblichen maisntream zu bemerken.
+
mfg
s.

Re: Re: „Wir werden daher auch die „Presse“ mittels Gewichtung von Inhalten, Zugang zu Themen und Aufbereitung von Informationen zu verbessern versuchen.“

flottes lottchen..ich denke du liegst falsch...jetzt wird die presse wieder etwas konservativ und wirtschaftsfreundlich....ich gebe dir mein wort

Re: Re: Re: „Wir werden daher auch die „Presse“ mittels Gewichtung von Inhalten, Zugang zu Themen und Aufbereitung von Informationen zu verbessern versuchen.“

Ich beobachte den Nowatschek schon länger... Fle hatte schon mal vor ca. 1 Jahr eine Krise und da hat Nowak sich plötzlich "konservativ und wirtschaftsfreundlich" gegeben, bis es halt wieder mit ihm durchgegangen ist. Da wusste ich, er verstellt sich. Es war aber damals schon erkennbar, dass er auf den Chefsessel spitzt. Ich kenne von ihm eben auch viele Kommentare, in denen er - ähnlich wie Oli und einige andere hier - die SPÖ schönredet. Ich bin skeptisch, aber wenn du meinst, das wird was, will ich es auch hoffen. Wir werden es sehen.

Ein deutliches Zeichen wäre es ja, wenn es hier keine Gesinnungs10sur à la ORF mehr gäbe. Das ist nicht unwesentlich, zumind. ein ebenso klares und untrügliches Zeichen für die Tendenz eines Mediums wie gewisse Meuchelfotos...

Re: Re: Re: Re: „Wir werden daher auch die „Presse“ mittels Gewichtung von Inhalten, Zugang zu Themen und Aufbereitung von Informationen zu verbessern versuchen.“

die "krise" auf die du anspielst ist schon etwas länger als ein jahr her.
der PIRKER wollte den FLE rausschmeissen..unter anderem weil fle schon mit anderen kontakt aufnahm...der chefsessel von CICERO..z.b.
dann aber ist pirker zu mateschitz gewechselt und das hat fle eine atempause gegeben...die er nicht nutzte..zu doof!...
schweighofer hat halt seine zeit gebraucht.
am 23. juli war am grazer zenztralfriedhof das begräbnis von dr.h-h-weitzer...der übliche smalltalk am rande>>der nowak wird CR der PRESSE..da hat der FLE noch nicht einmal überzogen, dass er gehalftert wird...so ein einfaltspinsel.
der nowak hat potenzial..gib ihm zeit

Re: Re: „Wir werden daher auch die „Presse“ mittels Gewichtung von Inhalten, Zugang zu Themen und Aufbereitung von Informationen zu verbessern versuchen.“

Der Presse Leser liest wohl selten die Presse.