Fareed Zakaria zeigt Reue. Er habe „einen schrecklichen Fehler“ gemacht, gesteht der US-Journalist in einem kurzen Statement, dass die „Time“-Redaktion am Freitag unter seiner aktuellen Kolumne „The Case for Gun Control“ im Internet publiziert hat. Medienreportern war aufgefallen, dass Teile seiner Kolumne über Waffenkontrolle fast ident mit Passagen aus einem Artikel von Historikerin Jill Lepore im „New Yorker“ (April 2012) waren. Der gebürtige Inder Zakaria gab den Fehler zu und entschuldigte sich bei seinen Lesern und den „Time“-Herausgebern.
Letztere haben seine Entschuldigung angenommen, ihn aber für ein Monat suspendiert, da er die journalistischen Grundregeln des Blattes gebrochen habe. Kolumnen müssen nicht nur faktisch richtig sein, sondern vor allem die eigene Meinung der Autoren wiedergeben. Auch sein zweiter Auftraggeber CNN suspendiert ihn bis auf Weiteres, da auch eine kürzerer Blogeintrag auf cnn.com gestohlene Passagen enthielt. Zakaria (48) war bis 2010 Chefredakteur von „Newsweek“, schreibt seither für „Time“ und „Washington Post“ und ist Moderator einer wöchentlichen Sendung auf CNN. awa
("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.08.2012)

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