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Armin Wolf und Euke Frank: "First Twitter Couple"

12.08.2012 | 18:32 |  von ERICH KOCINA (Die Presse)

Armin Wolf spricht nicht gern über sein Privatleben - doch auf Twitter verrät er manchmal doch mehr darüber, als er eigentlich möchte. Seit 2008 sind die "Woman"-Chefredakteurin und der ORF–Anchorman verheiratet.

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Schleiche mich in die Küche, will geheim ein (!) Toffifee naschen. Fehlen von 24 bereits 9 (!). Ist das arg!!!“ – „Ich war's nicht! Großes Räuber-Ehrenwort! (Aber sind 15 für's Erste nicht genug?)“ Es ist ein Dialog, wie er in vielen Haushalten vorkommen könnte. Allein, er stammt nicht aus irgendeinem Haushalt – er wurde von Österreichs „First Twitter Couple“ geführt. Die Entdeckung der fehlenden Toffifees machte Euke Frank, die mit 4593 Followern Platz 13 auf der Liste der twitternden österreichischen Journalisten belegt. Das „Räuber-Ehrenwort“ kam von Armin Wolf – mit 54.392 Followern die unangefochtene Nummer Eins der Rangliste.

Seit 2008 sind die „Woman“-Chefredakteurin und der ORF–Anchorman verheiratet, gemeinsam haben sie 2006 ein Sachbuch über prominente Quereinsteiger in der Politik verfasst. Und heute kann man so manchen Dialog der beiden auf Twitter verfolgen. „So lange such' ich schon...“ postete Frank etwa zu einem Bild eines mit Nieten besetzten Stiefelpaares – die Antwort des Gatten kam wenig später: „Untersteh Dich! ;-)“

Dass auch Journalisten ein Privatleben haben, ist keine allzu große Überraschung. Die Art und Weise, wie die Öffentlichkeit daran Anteil nehmen kann, kommt für viele allerdings doch unerwartet – vor allem, weil man besonders Armin Wolf als knallharten Interviewer kennt, der in der „Zeit im Bild 2“ regelmäßig seine Studiogäste in die Ecke treibt. Und auch die heurige Runde der ORF-Sommergespräche, die Wolf heute Abend mit BZÖ-Chef Josef Bucher einläutet, wird Wolf wohl eher als nüchternen, unnahbaren Frager zeigen – bei dem es schwerfällt, ihn sich als Privatmenschen vorzustellen.

Dabei versucht Wolf Privates strikt vom Beruf zu trennen. „Mein Privatleben ist tatsächlich nicht an Öffentlichkeit interessiert, wie Alfred Dorfer so schön sagt“, meint er zur „Presse“. Und lange glaubte er auch, dass seine Meldungen auf Twitter ohnehin nichts Privates enthalten würden. Allein, seine ORF-Kollegin Barbara Kaufmann stellte in einem Radiokolleg auf Ö1 anhand von rund 500 Tweets allerlei Dinge über Armin Wolf zusammen, die er selbst auf Twitter verraten hatte. Dass er etwa Menschen siezt, die er nicht persönlich kennt. Dass er gerne die Fernsehserie „Mad Men“ anschaut, aber auch Opern mag. Dass er als Kind schon nicht ohne Bücher leben konnte, aber bereits fünf Mal an „Ulysses“ von James Joyce gescheitert ist. Und auch, dass er zu niesen beginnt, sobald er irgendwo Birkenpollen entdeckt.

Als Kaufmann ihm damals all die Dinge vorlas, die er über sich preisgegeben hatte, sei er zunächst erschrocken gewesen: „Ich würde zum Beispiel nie so viel Privates von mir in einem Interview erzählen“, meint er. „Andererseits – das waren Tweets, die über zwei Jahre verteilt waren. Trotzdem bin ich seither noch vorsichtiger.“ Wobei Vorsicht nicht bedeutet, dass sich die Meldungen seither nur noch auf Äußerungen zu Politik oder zu seinen Studiogästen beschränken. Und so manche Episode aus dem Hause Wolf kommt ja auch gar nicht über ihn, sondern über seine Frau an die Öffentlichkeit – etwa über die passivsportlichen Aktivitäten während der Fußball-EM: „Jetzt mischt sich der Haushaltsvorstand ein: Ich sag dir, die Portugiesen sind die Stärkeren! Wir sind hier beide volle Auskenner!“


Dass private Details wie der erwähnte „Toffifee-Diebstahl“ dem seriösen Ruf als Journalist abträglich sein könnten, glaubt Wolf indes nicht: „Nein, warum? Dürfen seriöse Journalisten keine Schokolade essen?“ Viel intimere Details als solche lassen sich in den Tweets des Paares aber ohnehin nicht finden. Wobei Wolf rund um die Vorbereitung zu den Sommergesprächen einmal sogar so etwas wie eine Bettgeschichte twitterte: „Ich habe von Josef Bucher geträumt. Das ist wohl noch nicht vielen Menschen passiert“, schrieb er am Morgen des 9.August. „Aber macht ihn das jetzt zum Traumpolitiker?“

Auf einen Blick

Twitter-Stars. ORF-Journalist Armin Wolf erkannte als einer der ersten die Chancen, die der Mikroblog-Dienst Twitter bietet – heuer wurde er für seinen Twitter-Auftritt als „Onliner des Jahres“ ausgezeichnet. Insgesamt folgen ihm mehr als 54.000 Menschen (gefolgt von Falter-Chefredakteur Florian Klenk mit 10.663 und Ingrid Thurnher mit 10.384 Followern). Mit knapp 4600 Followern rangiert Wolfs Frau, die „Woman“-Chefredakteurin Euke Frank, auf Platz 13 der twitternden Journalisten des Landes.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.08.2012)

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23 Kommentare
1 0

... überheblicher kleiner Mann ...

... vergessen wurde das Getwittere über: wissen Sie nicht wer ich bin, ich möchte sofort bedient werden sonst setze ich sofort auf Twitter, daß ihr Reisebüro unfähig ist.

Gast: lola
15.08.2012 14:59
0 0

wolf twitter

worüber herr wolf sonst noch twitter oder nicht twittert: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/medien/396819_In-Wolfs-Revier.html

Gast: Peter Hofmueller
13.08.2012 12:30
5 3

Armin Wolf und Euke Frank....

Armin Wolf,bitte weiter so treffend die "heiklen" Fragen stellen!Der sonstig,"O"iwei-"R"echt-"F"ad" für mich wirkende ORF,darf sich glücklich schätzen,solch einen Interviewer zu haben!

Ein Intellektueller...

...und eine Woman Chefredakteurin. Ich würde mal sagen, eine Liga über Lugner und Katzi, aber sonst im Prinzip ähnlich.

Zwei Nichtleister auf Twitter ...

... Sack Reis, China, Fahrrad!

Gast: Zyni
13.08.2012 10:36
7 2

Bei Armin Wolf

sind zwar eine Menge PS unter der geistigen Motorhaube, aber seriös schaut anders aus. Dieses ständige Gebelle/Unterbrechen der Opposition und das ständige Schleimen bei GRÜN, Rot (und ein bischen bei Schwarz) ist widerlich.

Antworten Gast: IQ 126
13.08.2012 12:38
3 1

Re: Bei Armin Wolf

Na ja, sein Umgang mit sogenannten Studio"Gästen" ist eher von schlichter Natur. Von einem intelligenten und intellektuellen Menschen würde ich einen souveräneren Zugang erwarten, jemanden, der durch sein Vermögen über den Dingen steht, und sich durch eine gewisse Gelassenheit auszeichnet, und auch Unabhängigkeit signalisiert. Wadenzwicker sind nicht so clever, oder?

Streng privat

So weit sind wir also schon, dass wir diese unbedingt notwendigen Konversationen auf Twitter (Facebook) als PRIVAT bezeichnen? Dann kann's mit uns eigentlich nur mehr aufwärts gehen!

Gast: Quw
13.08.2012 09:17
1 1

Radiokolleg... Toll, was man im ORF so alles lernen kann

Ein Friseur gibt Nachrichten des Tages so nebenbei weiter, während er seine Arbeit macht.

Im ORF, wie immer man dort einen Job erhält, bekommt man für solche Nachrichtenerzählerei auch noch bezahlt und dies sogar üppig. Ja und nun wird sogar aus höchst privatem Nachrichten-Abfall eine Sendung gestaltet und dies auch noch im Rahmen eines Kollegs. Für den ORF ist ein Kolleg tatsächlich der Rahmen innerhalb dessen über Kollegen berichtet wird.

Der ORF, ein Haufen an Belanglosigkeiten, und die Presse beteiligt sich an solchem Schmonzes über einen der nichts anderes macht als Nachrichten weiter zu geben und stirlt fleissig mit im Mülleimer... Wenn der nicht ein Sommerloch hätte, wär uns hoffentlich dieser erspart geblieben!

Gast: Ösi
13.08.2012 08:47
12 0

Ab und zu überlässt mir meine Schwester ein Woman Exemplar.

Liebe Leute, ich kann euch nur sagen, das ist das erbärmlichste Magazin wo gibt!
Ungelogen, 90% des Inhaltes bezieht sich auf Damenmode und die Artikel, sofern man sie so bezeichnen mag, sind dermaßen oberflächlich, dass die Krone sich dagegen wie "Kritik der reinen Vernunft" von Kant liest.

Re: Ab und zu überlässt mir meine Schwester ein Woman Exemplar.

nur net sudern
der Name der Zeitung verrät eigentlich schon die Zielgruppe. Und wenn Sie dann nicht nur einmal versehentlich sondern gar noch "ab und zu" diese Lektüre konsumieren, na dann frag ich mich schon... ;)

Antworten Antworten Gast: Ösi
13.08.2012 11:26
3 0

Re: Re: Ab und zu überlässt mir meine Schwester ein Woman Exemplar.

LOL!

Der Punkt geht an Sie! :-))

Die Presse hat ja den Wolf ganz lieb...

Einem normalen bürgerlichen Menschen jedoch dreht sich bei seinem Anblick der Magen um.

Antworten Gast: Konservativer
13.08.2012 08:30
5 9

Re: Die Presse hat ja den Wolf ganz lieb...

Ich bin normal und bürgerlich.

Mein Magen hat sich nicht umgedreht.

Liegt also an Ihnen.

Ich schlage vor, sie lassen mal eine Magenspiegelung machen.

Ist hoffentlich nur Gastritis und nichts schlimmeres.

Antworten Gast: normalo
13.08.2012 08:07
2 9

Re: Die Presse hat ja den Wolf ganz lieb...

bei normalen Menschen dreht sich - mittlerweile - beim Begriff "bürgerlich" der Magen um...

Gast: globetrotterneu
13.08.2012 00:01
17 2

selbstüberschätzend und unsympathisch - eben zum quadrat

ein nachrichtenredakteur als selbstdarsteller
und die dame des wartezimmermagazins
als first lady
...
die sind auf "twitter" eigentlich eh genau richtig

Gast: Gast364
12.08.2012 23:37
1 0

Interviewgegner können ja Birkenpollen mitnehmen

und ihm vor die Nase halten!

Ähnlich übrigens bei

Roman Rafreider und Cathy Zimmermann!

Gast: bergziege
12.08.2012 21:22
6 1

Umwerfend spannend

ist dieser Beitrag. ...

in china ist ein fahrrad umgefallen

... wird die presse das neue klatschblatt?

Re: in china ist ein fahrrad umgefallen

rubrik kultur/medien

themen:
social media und journalismus
privat und beruf

hier noch etwas für ihre posting-interessen ;)
http://schaufenster.diepresse.com/home/beauty/pflege/index.do

Gast: Unter Gesellschaftstratsch-
12.08.2012 21:06
2 0

warum net?!?


Gast: UKW
12.08.2012 19:54
17 12

Wenn so ein Beitrag in einer Schülerzeitung erscheinen würde, käme sicher sehr viel Kritik, dass er zu kindisch wäre

Was soll man aber davon in der Presse halten?

Ist heute der 1. April?
Oder gar der 11.11?
Oder Faschinsdienstag?