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Peter Rapp: "Sido und ich verstehen einander blind"

28.08.2012 | 15:09 |  Maciej Palucki (DiePresse.com)

Der 68-jährige Moderator im Interview mit DiePresse.com über seine neue Chance beim ORF, Österreichs Chancen beim Song Contest und den "Wurlitzer".

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Am 7. September startet die zweite Staffel der Talenteshow "Die Große Chance" auf ORF eins. Für Neo-Juror Peter Rapp ist es eine Rückkehr ins Hauptabendprogramm. DiePresse.com sprach mit dem 68-jährigen Moderator ("Wurlitzer") über sein Verhältnis zum Rapper Sido, ebenfalls in der Jury der "Großen Chance", seine Vergangenheit und Zukunft im ORF:

DiePresse.com: Herr Rapp, Wie war Ihr Sommer? Wie liefen die Aufzeichnungen zur "Großen Chance"?

Peter Rapp: Es war ein ruhiger Sommer. Durch die vielen Vorankündigungen als Juror in der "Großen Chance" habe ich wohl einen neuen Zweig meines Berufes erobert. Jetzt kommen Angebote, in Jurys mitzuwirken. In der SCS gab es den Bewerb "The Voice", im Laaerberg Bad bewertete ich "Dirndl-Springen". Neuerdings bin ich auch begehrt bei Karaoke-Wettbewerben. Gehört alles zum Job eines Unterhalters und macht mir Freude.

Mit der "Großen Chance" kehren Sie wieder ins Hauptabendprogramm zurück - eine Genugtuung für Sie?

Es ist eine immens reizvolle Aufgabe und ich empfinde allen, die mich geholt haben, gegenüber Dankbarkeit. Dazu gehört der Sido, der mich an seiner Seite haben wollte und die Kathi Zechner, die mir das zugetraut hat. Genugtuung hätte vorausgesetzt, dass ich irgendwie geschmollt hätte. Hab ich nicht.

Im Spot zur neuen Staffel der "Großen Chance" fungieren Sie als Chauffeur für die drei anderen Juroren. Eine Rolle, die sie gerne spielen? Wie verläuft die Zusammenarbeit mit Sido?

Meine Kinder (Roxanne, 19, Rebecca, 22, und Christopher, 24) finden den Spot einfach cool - andere Jugendliche auch. Der Sido, die Zabine, die Karina und auch ich hatten Spaß an dem Spot und das ist auch zu fühlen. Sido und ich verstehen einander, trotz des Altersunterschiedes, blind. Das werden auch die Zuschauer der "Großen Chance" feststellen können.

Worauf legen Sie bei der Bewertung der Talente bei der "Großen Chance" Wert? Sehen Sie sich auch die Castingshows in Deutschland an ("X Factor", "Deutschland sucht den Superstar", etc.)?

Außergewöhnliches, von dem ich Gänsehaut bekomme, das ist es, worauf ich warte. Bei Sängerinnen und Sängern lassen sich ja nur die Interpretation und die Musikalität bewerten. Nachsingen gibt mir wenig, eigene Kreativität bewerte ich hoch. Habe in Youtube vor allem die britische Fassung angesehen - eine großartige Jury und wirklich ungewöhnliche Darbietungen. Wir dürfen bei all der Konkurrenz nicht vergessen, dass uns nur knapp achteinhalb Millionen Menschen für die Auswahl zu Verfügung stehen. Da verfügt Deutschland, England und Amerika über weit größere Ressourcen.

Sie posten regelmäßig auf Facebook und betreiben einen Blog. Was hat Sie dazu bewogen in sozialen Netzwerken tätig zu werden? Wie können Sie sich ihre Popularität, auch bei jungen Menschen, erklären?


Mich auf Facebook einzubringen, geschah aus reiner Neugierde. Mein Start erfolgte zum richtigen Zeitpunkt. Nach dem Abgang von "Licht ins Dunkel" konnte ich unglaublich viel Zuwendung erfahren, die ich sonst nicht bekommen hätte. Das war eine enorm positive Erfahrung. Es war so massiv, dass auch die Medien davon Wind bekamen. Urplötzlich erfuhr ich eine große Aufmerksamkeit. Bis zur "Großen Chance" kam dann eins zum anderen. Grissemann und Stermann waren meine Steigbügelhalter, um auch junge Zuschauer zu erobern. Palfrader und Roubinek haben eines drauf' gesetzt und meine Nähe zu Sido erzeugte auch Vertrauen. Ich schätze es sehr, von jugendlichen Zuschauern akzeptiert zu werden.

Im vergangenen Jahr fand "Licht ins Dunkel" ohne Peter Rapp statt. Ehrlich, wie empfanden Sie diese Entscheidung, nachdem Sie 25 Jahre das Gesicht des Aktionstages waren? Wird es ein Comeback bei "Licht ins Dunkel" geben oder ist dieses Kapitel abgeschlossen?

Mit der "Licht ins Dunkel" Gala waren es sogar 30 Jahre. Einen besseren Abgang nach all der Zeit hätte es für mich nicht geben können. Er wurde mir zwar aufgezwungen, aber es galt der Spruch "Man weiß nie, wozu etwas gut ist!". "Licht ins Dunkel" ist gestern … jetzt erfreue ich mich an der Gegenwart.

Nach Thomas Gottschalks Rücktritt wurde auch Ihr Name im Zuge der "Wetten, dass ...?"-Nachfolge genannt. Gab es Gespräche mit dem ZDF? Wurde Ihnen ein Angebot vorgelegt? Was halten Sie von Gottschalks-Nachfolger Markus Lanz?

Mich in Zusammenhang mit der "Wetten dass ...?"- Nachfolge zu erwähnen, war zwar lieb und freundlich, wurde von mir aber als Scherz aufgefasst. Hätte ich einen ZDF-Anruf bekommen, wäre ich sofort davon überzeugt gewesen, dass ich mit dem "Callboy" von Ö3 spreche. Markus Lanz ist im Moment der wohl erfolgreichste Talkmaster im deutschen Fernsehen. Jetzt muss sich zeigen, ob er auch ein Entertainer ist.

Werfen wir einen Blick nach vorne: Wer sollte Ihrer Meinung nach Österreich beim Song Contest 2013 vertreten und weshalb?

Seit Udo Jürgens 1965 den vierten Platz belegt und 1966 gewonnen hat, wurde im ORF jedes nur erdenkliche Auswahlsystem versucht. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie man eine Vertreterin oder einen Vertreter mit einer reellen Chance findet. Vielleicht, wenn der ORF Stefan Raab um seine Hilfe ersucht?

Würden Sie sich eine Neuauflage des "Wurlitzer" wünschen? Welche Pläne haben Sie nach der zweiten Staffel von "Die Große Chance"?

Erfolge von gestern sollten nicht aufgewärmt werden, außer es wird eine attraktive, neue Verpackung geschaffen. Die Zeiten haben sich geändert. Das Programmangebot ist unüberschaubar geworden. Sich da mit einem Erfolg zu etablieren ist sehr, sehr schwer geworden. Ich empfehle nicht auf die "Privaten" zu schielen und sich auf die heimischen Ressourcen zu konzentrieren. Nach der zweiten Staffel von der "Großen Chance" würde ich gerne eine dritte Staffel machen. Das erscheint mir im Augenblick ein erstrebenswertes Nahziel zu sein.

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9 Kommentare
Gast: Nadin
16.09.2012 11:31
0 0

Unpackbar

Hallo,
Also für soviel Schwachsinn bezahle ich Gebühren. Nichts gegen die Kandidaten aber die Jury ist wohl das letzte Herr Rapp sollte sich nur auf Millionenrad beschränken und Sido wäre wohl daheim besser aufgehoben.
Danke für ein Hauptabendprogramm das schlechter nicht sein könnte.
Ich würde mal ein ernstes Mitarbeitergespräch mit dem Erfinder dieser Show tätigen.

Beste Grüße von einem "freiwillig gezwungenen" Beitragzahler

Wenn sich da Rapp mitn...

...Sido so gut versteht.. is er dann da Peter Rap?

*Fragezeichen*

Da Peda und Da Sido hahaha


vielleicht versuchts da Michael Jeannee noch mal des wär lustig ...

und das alles mit unseren ORF Gebühren...

..... das ist KULTUR im Endstadium.

Ein SIDO, der höchstens noch als "Pausentrottel" verwendet werden kann und ein "überstandener Pausenfüller" des ORF.

Und das noch im Hauptprogramm - Gratulation den ORF-Machern.

Jetzt verstehe ich auch was Fremdschämen heisst.

Gast: alfonso12
29.08.2012 08:11
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gefällt

ich mag ihn

schon wieder so eine dämliche Sendung.

Ich überlege echt, mich schriftlich beim Küniglberg zu beschwerden.
Wäre das frech, ich zahl nämlich keine ORF Gebühren?

Ist er wieder mal blank?


Gast: Hurz IV
28.08.2012 15:39
6 0

Rapp und Rapper

Klar verstehen die sich.

Antworten Gast: ähämmm
28.08.2012 20:13
2 1

Re: Rapp und Rapper

2 flachwurzler unter sich...