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Vor Prozess: Papst zieht einstweilige Verfügung zurück

30.08.2012 | 17:49 |   (DiePresse.com)

Am Freitag hätte das Widerspruchsverfahren stattfinden sollen. Das Magazin "Titanic" hatte den Papst mit befleckter Soutane am Cover gezeigt.

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Einen Tag vor dem Prozess um das Verbot eines Papst-Titelbildes hat die katholische Kirche die einstweilige Verfügung gegen das Satiremagazin "Titanic" zurückgezogen. "Nach eingehenden Beratungen ist der Heilige Stuhl zur Entscheidung gelangt, eine Rücknahme des Antrags auf einstweilige Verfügung gegen den Titanic Verlag zu veranlassen", teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag in Bonn mit. "Zugleich werden weitere rechtliche Maßnahmen geprüft, um Angriffen auf die Würde des Papstes und der katholischen Kirche wirksam zu begegnen."

Das Magazin "Titanic" hatte im Juli Papst Benedikt XVI. von vorn und hinten gezeigt - einmal mit gelbem, einmal mit braunem Fleck auf der Soutane. Die Überschrift lautete mit Anspielung auf die Enthüllungsaffäre im Vatikan: "Halleluja im Vatikan - Die undichte Stelle ist gefunden!" Die katholische Kirche intervenierte und die Pressekammer am Hamburger Landgericht untersagte den Titel mit einer einstweiligen Verfügung. Dagegen legte "Titanic" Widerspruch ein, über den an diesem Freitag verhandelt werden sollte.

(APA)

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15 Kommentare

Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit

Der Fürst der Welt scheint wieder zu siegen und die linke atheistische Meinungsdiktatur treibt den Spott zu vermeintlich neuen Höhen.

Gast: Journobeobachter
31.08.2012 18:01
2 5

Journalisten bei der Arbeit

IN der Titanik. Beinahe ebenso verachtenswert wie Politiker....

Gast: PSS.
31.08.2012 10:15
6 10

Meiner Meinung nach

war die Klage der (leider gescheiterte) Versuch, eine Grenze aufzuzeigen. Der Prozess wäre - aber das wissen wir ja - mit der Begründung der Meinungs- und Pressefreiheit nicht zu gewinnen gewesen. Das war auch Rom klar.
Titanic hat allerdings keinen Grund zum Jubeln. Es hat medienwirksam bewiesen, dass es kein Satire- sondern ein Schmuddelmagazin einer kindisch-ordinär gebliebenen Redaktion ist.

9 3

...

kein mensch wär das titanic cover jemals untergekommen hätte der papst nicht so ein trara drum gemacht ...

...hätte der papst nicht so ein trara drum gemacht

Ich möchte sehen, wenn du auf diese Art beleidigt werden würdest.
Würdest dann gleich argumentieren?

Antworten Gast: Bibliothekar
31.08.2012 10:12
3 3

Re: ...

Das Cover ging bereits durch alle Medien, BEVOR der Vatikan eingeschritten ist.

Gast: Wasserlaeufer
30.08.2012 20:24
6 12

Das Titanic Magazin lebt natuerlich

von der Steigerung der Besudelungen.

Manche Dinge kann man aber nicht mehr viel
steigern bevor sich die Menschen mit
Abscheu oder Langeweile davon abwenden.

Gast: mens sana
30.08.2012 19:18
3 14

Ohne Sanktionen bleibt das Medienrecht zahnlos

Eine kluge Entscheidung. Nicht, dass sich der Vatikan darüber Sorgen machen müsste, den Prozess zu verlieren. Aber letztlich würde ein derartiges Verfahren dem dümmlichen Kot- und Urinmagazin genau das bringen, wonach es sich am meisten sehnt: Aufmerksamkeit. Die sollte man ihm vorenthalten.

Fazit: mit bloss zivilrechtlichen Mitteln ist derartigem Unfug nicht beizukommen. Zwei Jahre Straflager in Sibirien für alle beteiligten Redakteure wären da schon besser.

Antworten Gast: Für bürgerliche Freiheiten
30.08.2012 20:20
13 5

Re: Ohne Sanktionen bleibt das Medienrecht zahnlos

Wie steht es so mit Ihnen und der Meinungsfreiheit? Ist die auch schon in Sibirien?

Hin und wieder zweifle ich wirklich, ob in Österreich der Wert von bürgerlichen Freiheiten erkannt wird.

Der Papst hat offenbar nach längerer Suche im Märchenbuch die Stelle mit "halt die andere Backe hin" gefunden. Gut für ihn, das bringt Märtyrerpunkte beim Chef.

4 9

Re: Re: Ohne Sanktionen bleibt das Medienrecht zahnlos

Das ist einfach nur geschmacklos. Das hat mit Meinungsfreiheit garnichts zu tun. Dahinter kann man sich nicht mit jedem Unfug verstecken.

Ich habe für den bundesdeutschen Humor nichts übrig. Wenn es um Unterleibsthemen und Exkremente geht, dann beginnt bei denen das große Schenkelklopfen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Max Meier
31.08.2012 15:19
4 0

Re: Re: Re: Ohne Sanktionen bleibt das Medienrecht zahnlos

Alle in einen Topf schmeissen zeugt auch nicht gerade von viel Kultur.
Oder anders ausgedrückt: Hauptsache, den Bundesdeutschen wieder mal eins ausgewischt

Antworten Antworten Gast: mens sana
30.08.2012 23:09
2 10

Re: Re: Ohne Sanktionen bleibt das Medienrecht zahnlos

Aha. Dann fällt es für Sie wohl auch unter "Meinungsfreiheit" wenn ich jetzt schreibe, dass Ihr Hirn, ganz so wie die Köpfe der Titanic-Redaktion, offenbar randvoll ist mit Fäkalien, sodass sich über Ihre Absonderungen niemand wundern muss: denn "wessen das Gefäss ist gefüllt, davon es sprudelt und überquillt".

Oder sind Sie jetzt ein ganz klein wenig gekränkt?

Antworten Antworten Antworten Gast: Für bürgerliche Freiheiten
31.08.2012 20:01
3 0

Re: Re: Re: Ohne Sanktionen bleibt das Medienrecht zahnlos

Ganz richtig. Dürfen Sie schreiben.

Und ich gebe Ihnen noch frei nach Voltaire dazu: Ich werde mich mit aller Macht dafür einsetzen, dass Sie Ihre Meinung ohne Wenn und Aber absondern dürfen, auch dann wenn ich diese nicht teile.

Ihre Hoffnung auf meine Kränkung ist leider umsonst, denn es ist mir auf gut österreichisch ehrlich g'sagt wurscht, was eine illiberale Seele von sich gibt. Den Mund werde ich Ihnen aus Prinzip nie verbieten.

Re: Ohne Sanktionen bleibt das Medienrecht zahnlos

Titanic hat Tiefe und ist lustig. weitermachen!

Antworten Antworten Gast: Hutbürger
30.08.2012 21:19
6 5

"pardon" war eine gute satirische Zeitschrift,

der titanic nach wie vor nicht das Wasser reichen kann. Eine Narrenkappe macht noch keinen Satiriker.