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Kein Sex für Schweizer "Spex"-Leser

14.09.2012 | 10:40 |   (DiePresse.com)

Die aktuelle Ausgabe des deutschen Pop-Magazins wurde wegen jugendschutzrechtlicher Bedenken in der Schweiz und Luxemburg nicht ausgeliefert.

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Das Musikmagazin "Spex" behandelt in seiner aktuellen Ausgabe (September/Oktober 2012) nicht nur Popthemen, sondern auch Sex. Dies wird sowohl im Subtitel "The xx(x) issue" als auch in der Bildauswahl am Cover sichtbar. In einem großen "X", angelehnt an das Logo der Band The xx, ist ein Paar beim Liebesakt erkennbar. Das Titelbild und eine weitere Abbildung auf Seite 28/29 sind der Auslöser für die Nichtauslieferung in die Schweiz und nach Luxemburg von den dortigen Grossisten.

Auf Nachfrage von "Spiegel Online" zeigt sich der Chefredakteur des Magazins Torsten Groß "befremdet über die von keiner Behörde angeordneten, vorauseilenden Entscheidungen der Vertriebsfirmen: 'Es war eine neue, irritierende Erfahrung für uns, dass ein Grossist in gewisser Weise Zensur ausübt'".

Geprüft und als unbedenklich eingestuft

Das Magazin entschuldigt sich für die Nichtauslieferung und erklärt in einem Online-Brief an die Leser: "Bei den Bildern handelt es sich um exklusiv in Spex erschienene Arbeiten der Fotografin Heji Shin aus den Sessions zum Aufklärungsbuch 'Make Love'. Einige Bilder aus der Serie wurden bereits im "Spiegel" vom 04. Juni 2012 abgedruckt. Der ganze Vorgang wurde juristisch bereits an dieser Stelle geprüft und auch von den entsprechenden Stellen im Spiegel-Verlag als unbedenklich eingestuft. 'Make Love' richtet sich zudem explizit an Jugendliche und wird vom Verlag zur Freigabe ab 14 Jahren empfohlen". "Spex" bietet nun seinen Lesern in der Schweiz und Luxemburg an, die Ausgabe direkt online zu bestellen.

>> Link zum Statement von "Spex"

(Red.)

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