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Emmys: TV-Preise für Obamas Lieblingsserie

24.09.2012 | 18:25 |  Von unserem Korrespondenten THOMAS VIEREGGE (Die Presse)

Politstoffe räumten bei den TV-Oscars ab. „Homeland“, Favorit des Präsidenten, erhielt vier Preise – ebenso wie das Wahlkampfdrama „Game Change“.

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Das ganze Land befindet sich im Wahlkampf, und Hollywood ist keine Ausnahme. Insofern beantwortete die Emmy-Verleihung in der Nacht zum Montag in eindrucksvoller, wenngleich vorhersehbarer Manier die alte Streitfrage, ob die Traumfabrik die Realität widerspiegelt. Und zugleich auch wieder nicht: Nicht umsonst gilt Hollywood als Hort linksliberaler Demokraten.

Jimmy Kimmel, der Moderator der TV-Oscars, verkniff sich zwar einen Gag über Clint Eastwoods misslungene Showeinlage beim Parteitag der Republikaner und dessen Zwiesprache mit einem leeren Barhocker. Der TV-Komiker nahm indessen den konservativen Präsidentschaftskandidaten aufs Korn, als er die britische High-Society-Serie „Downtown Abbey“ vorstellte: „Sie gibt einem eine Ahnung, in welcher Umgebung Mitt Romney aufgewachsen ist.“

Dass seine deklarierte Lieblingsserie „Modern Family“ schließlich den Preis für die beste Serie im Komödienfach davontrug, mag ein kleiner Trost für den viel geprügelten Kandidaten sein. Als Patchwork-Familie samt schwulem Paar mit Tochter reflektiert „Modern Family“ indes nicht gerade das Familienidyll des strenggläubigen Mormonen Romney.

 

Emmy für Sarah-Palin-Part

Zum Ausgleich sorgte Hollywood dafür, dass Barack Obamas Serienfavorit mit Preisen überhäuft wurde. „Homeland“ siegte in der Serienkategorie Drama, gewann drei weitere Preise – unter anderem für die Hauptdarstellerin Clare Danes in der Rolle der paranoiden CIA-Agentin, die einem „Schläfer“ auf den Fersen ist. Gleich in der ersten Saison verdrängte die Polit-Thriller-Serie aus der Welt der Geheimdienste und des Terrors die gehypte 60er-Jahre-Fabel „Mad Men“ vom Stammplatz. Ein fünfter Sieg der Serie über New Yorks Werbeszene in Folge hätte die Politserie „West Wing“ über die kleinen und großen Dramen im Weißen Haus in den Schatten gestellt.

„Mad Men“ ging völlig leer aus, Politik ist in den USA auf den TV-Schirmen hingegen sehr en vogue. Julia Louis-Dreyfus, populär aus der Serie „Seinfeld“, erhielt einen Emmy für ihre Rolle als unbedarfte Vizepräsidentin in der HBO-Serie „Veep“. Die Auszeichnung für Julianne Moore für ihren brillanten Sarah-Palin-Part in „Game Change“, dem Film über die Wahlkampagne 2008, war eine reine Formsache. Mit vier Emmys war „Game Change“ (HBO) der zweite große Gewinner des Abends – ein Triumph der Bezahlsender über die großen Networks.

Für TV-Satiriker Jon Stewart ist die Gala längst zur Routine geworden. Er hat den Preis „abonniert“: Zum zehnten Mal holte der Kultstar, Moderator der „Daily Show“, bereits einen Emmy ab – und krabbelte, von seinen Konkurrenten zu Boden gezerrt, auf die Bühne.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.09.2012)

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14 Kommentare
Gast: Patrick002
28.09.2012 00:21
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Emmy-Verleihung

Hab Homeland erste Season grade fertig geschaut. Sehr gute Serie, dedoch verstehe ich echt nicht wie Homeland diese Auszeichnung bekommen hat. Die Dramastory ist mir viel zu kurz gekommen. Erst gegen ende war dann mal die Story packend. Hab die Serie nur geschaut, weil die Story wirklich einzigartig ist aber für die länge eher als Kinofilm geeignet ist. Wer weiß, ihrgendwie schaft es mich in letzter zeit kaum mehr ihrgend eine Serie noch zu packen, seit dem ich Dexter begonnen hab zu schaun. UND die großartige Serie wurde nicht einmal nominiert! DAS kann ich einfach nicht verstehen... Boardwalk Empire großartige Serie aber Storybasiert genauso VIEL zu lang gezogen. Das selbe gilt für Game of Thrones (Mühsam.. viel zu lang, Kinonfassung hätte gereicht und ich hätte 10 Stunden nicht vergeudet, jedoch gute story und artdesign, HBO halt) Breaking bad verdient nominiert. Von episode zu episode ständig veränderungen. Sehr abwechslungsreich. Bei Mad Man versteh ich einfach nicht wie die Serie die ganze zeit so abgeräumt hat... Downton Abbey nicht gesehen. ich hab dutzende Serien gekuckt aber an Dexters Storytelling und abwechslungs reichtum ist nie eine serie nur ANNÄHERND gekommen !!!

Gast: 9054
25.09.2012 00:04
0 0

Say My Name

die heurige Season von Breaking Bad war wieder großartig.

http://www.youtube.com/watch?v=16NtVDLcP9U

Gast: sid
24.09.2012 16:38
0 1

wusste ichs doch, nach Gender können wir jeden Posten doppelt besetzen...

...oder wie viele Hauptdarsteller kann ein Film haben?

Antworten Gast: nebenschauplatz
24.09.2012 17:09
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Re: wusste ichs doch, nach Gender können wir jeden Posten doppelt besetzen...

Stimmt, denn erst seit "Gender" gibt es in Filmen und Serien mehrer Hauprollen von welchen vielleicht eine weiblich ist.

Oder gab es sogar schon 1939 bei "Vom Winde verweht" 2 Hauptrollen von denen eine weiblich war?

Ihre Paranoia wünscht man niemanden.

Antworten Antworten Gast: sid
24.09.2012 19:12
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Re: Re: wusste ichs doch, nach Gender können wir jeden Posten doppelt besetzen...

..danke für die charmante Richtigstellung. Ich hab doch gefragt: "Wie viele Hauptdarsteller kann ein Film haben?"

In Zukunft informiere ich mich, bevor ich unqualifizierte Äußerungen zur Emmy-Verleihung tätige. (Hartes Pflaster hier)

Antworten Antworten Antworten Gast: nebenschauplatz
24.09.2012 21:26
2 0

Re: Re: Re: wusste ichs doch, nach Gender können wir jeden Posten doppelt besetzen...

Wie viele Hauptdarsteller ein Film haben kann entscheidet wahrscheinlich der Drehbuchautor, die Produktionsfirma, der Regisseur etc etc

Bei die 7 Zwerge werden es mehr sein als bei Jesus von Nazarath.

Darauf hätten Sie selber auch kommen können, mit einfachen Gedankengängen, bezeichnend das Sie es nicht geschafft haben.

Hartes Pflaster, dieses komische Mitdenken.

Aber wahrscheinlich ging es Ihnen ja eh nur darum ein völlig wirres Anti Gender Post los zu werden, weil ja Gender "beim Film" soooooo eine große Rolle spielt.

Gast: gast:1
24.09.2012 07:18
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Fernsehen?

ja... ich erinnere mich, da war doch mal was... wo viele Menschen, oft die unteren Bildungsschichten, stundenlang auf bunte Blder gestarrt haben... oder?

Fernsehen ist sowas von old-school...

Antworten Gast: udb34
24.09.2012 11:10
2 0

Re: Fernsehen?

Sie dürften gleichzeitig mit der Einstellung von "Bonanza" stehen geblieben sein.

Arm, solche Leute wie Sie.

Antworten Gast: geradino
24.09.2012 11:03
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Re: Fernsehen?

Wenn Sie noch immer die Wiederholungen von einfachen gestrickten Serien wie Knight Rider und das A-Team schauen kann Ihnen keiner helfen.

Diese Serien dürften aber anscheinend zu Ihnen passen, da Sie anscheinend glauben, dass heutige Serien genauso sind.


Antworten Gast: X15TN
24.09.2012 10:20
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Re: Fernsehen?

Homeland, The Wire, usw. sind alles andere als Unterschichtenfernsehen.

Mario Vargas Llosa vergleicht etwa die Komplexität von "The Wire" mit den Romanen von Dickens. http://elpais.com/diario/2011/10/23/opinion/1319320811_850215.html

in homeland

spielen definitiv zuviele frauen mit...ist eine frauenserie ähnlich greys anotomy, od. desperate houswives...

mi st !

Antworten Gast: sandviper
24.09.2012 10:58
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Re: in homeland

Sie haben entweder keine einzige Folge gesehen oder sind einfach nur ein Troll.

In der ersten Staffel spielen eigentlich nur 2 Frauen mit, eine ist die Hauptdarstellein und eine die Frau des Hauptdarstellers in einer Nebenrolle.

Und dann noch die Teenagertochter des Hauptdarstellers in einer weiteren Nebenrolle.

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Re: in homeland

Sie haben wohl keine einzige Folge gesehen, sehe ich das richtig?

Antworten Gast: xxx
24.09.2012 09:03
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Re: in homeland

Schwachsinn...