Der geplante, jedoch abgeblasene Sprung von Felix Baumgartner vom Rande des Weltalls hat am Dienstag für gute Quoten im heimischen Fernsehen gesorgt: Der zu Red Bull gehörende Privatsender Servus TV verzeichnete gar eine Rekordquote. 222.000 Zuseher schalteten um 17.00 Uhr auf Servus TV, in der Hoffnung, dass Baumgartners Ballon doch noch starten könnte. Durchschnittlich waren während der mehrstündigen Live-Sendung, die um 9 Uhr am Vormittag startete, 157.000 Zuschauer ab zwölf Jahren dabei und sorgten für einen Marktanteil von 14,4 Prozent.
Auch im ORF freut man sich über gute Quoten: Die siebenstündige Übertragung erreichte im Schnitt 372.000 Zuseher bei 25 Prozent Marktanteil. Um 13 Uhr verzeichnete die Sendung 193.000 Zuschauer und einen Marktanteil von 21 Prozent. Zum Vergleich: Der Dienstagswert um diese Uhrzeit liegt üblicherweise knapp unter 20.000 Zuschauern, was einem Marktanteil von fünf Prozent entspricht. Der Spitzenwert lag bei 596.000 Zusehern und 59 Prozent Marktanteil.
Kein Problem mit Markennamen im ORF
Die "epische Breite" der Stratos-Sondersendung in ORF eins, die ab 13 Uhr zu sehen war, sei nicht so geplant gewesen, heißt es aus dem Öffentlich-Rechtlichen gegenüber DiePresse.com. Aber das Publikumsinteresse "hat uns Recht gegeben". Der Ballon, der Baumgartner an den Rand des Weltalls bringen sollte, hätte um 14:00 Uhr starten sollten. Wäre alles nach Plan verlaufen, hätte die Sondersendung, die Boris Kastner-Jirka moderierte, mehr als fünf Stunden gedauert.
Dass der Markenname Red Bull durch die Berichterstattung auch im ORF massiv beworben wurde, sei kein Problem, so der ORF. "Wenn das so wäre, dann dürften wir kein Sportevent wie die Formel1 oder den Skiweltcup übertragen."
Das nächste TV-Kapitel wird am kommenden Sonntag aufgeschlagen: Servus TV überträgt ab 9.45 Uhr (Countdown), ab 12.30 Uhr dann den geplanten, zweiten Sprungversuch.
(APA/her)

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