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Gewerkschaft plant Protest vor Verleger-Zentrale

11.10.2012 | 13:01 |   (DiePresse.com)

Die Kundgebung soll am 22. Oktober stattfinden. Am selben Tag treffen sich VÖZ und Gewerkschaft zur nächsten Verhandlungsrunde über den Kollektivvertrag.

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Am 22. Oktober findet nicht nur die nächste Verhandlungsrunde zwischen dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und Gewerkschaft über einen neuen Journalisten-Kollektivvertrag statt. Am Donnerstag kündigte die Journalistenvertretung für den selben Tag von 13.00 bis 15.00 Uhr Betriebsversammlungen und eine Protestkundgebung an. Pikanterweise will man direkt vor der Verleger-Zentrale den Unmut über die Kündigung des Kollektivvertrags durch die Verleger ausdrücken.

"Der Unmut über das Vorgehen bei den KV-Verhandlungen und die zuletzt geäußerten Vorwürfe des VÖZ gegen die Journalisten ist groß", erklärte Journalistengewerkschaftsvorsitzender Franz C. Bauer. "Wir müssen jetzt ein deutliches Zeichen gegen diese Vorgangsweise setzen. Es geht schließlich nicht nur um die wirtschaftliche Basis der Journalisten, sondern auch um die Basis des unabhängigen Journalismus in Österreich. Es geht also um eine Säule der Demokratie."

Ende September hatte der VÖZ den Kollektivvertrag für Tages- und Wochenzeitungsredakteure Ende September präventiv per Jahresende gekündigt. Der alte KV sei für die Arbeitgeber schon lange nicht mehr leistbar, hieß es. Konkret geht es um die Abschaffung von Privilegien. "Fünfzehn statt der sonst üblichen vierzehn Monatsgehälter, Kündigungsfristen von bis zu einem Jahr, Urlaubsansprüche von knapp sieben Wochen und diverse kostenintensive Zulagen", so der Verlegerverband.

Die Gewerkschaft wies den Privilegienvorwurf zurück. Der VÖZ versuche den Journalisten de facto die wirtschaftliche Basis für den Journalismus zu entziehen, kritisieren die Belegschaftsvertreter und weisen darauf hin, dass bereits in der Vergangenheit vermehrt Teilbereiche von Online- und Printredaktionen durch Umgehungskonstruktionen in den Geltungsbereich anderer Kollektivverträge ausgelagert wurden. "Diesem inakzeptablen Verhalten gilt es zum Schutz des Qualitätsjournalismus in Österreich Einhalt zu gebieten."

(APA)

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