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Neues Kleid für den „Kurier“, aber 25 Posten weniger

12.10.2012 | 18:34 |   (Die Presse)

Die Tageszeitung spart im „hohen einstelligen Millionenbereich“ und will Print- und Onlineabteilungen verschmelzen. 25 Posten in der Redaktion werden eingespart.

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Dass der Herbst dem „Kurier“ einige Veränderungen bringen würde, war Mitarbeitern und der Branche seit Wochen bekannt. Am Freitag wurde die Belegschaft der Tageszeitung darüber informiert, dass das Haus Einsparungen „im hohen einstelligen Millionenbereich“ durchsetzen muss. Betroffen sind davon in erster Linie die Mitarbeiter: 25 Posten in der Redaktion werden eingespart, großteils soll das durch Nichtnachbesetzungen und natürliche Abgänge passieren. Schon Anfang 2011 trennte sich das Blatt von 36 Mitarbeitern. Ab 2013 sollen auch die Leser stärker zur Kasse gebeten werden: Die Abopreise für Print werden steigen.

Obwohl gespart werden muss, weil das, wie „Kurier“-Geschäftsführer Thomas Kralinger der APA sagt, „für uns der einzige Weg ist, den ,Kurier‘ zukunftsfähig und profitabel aufzustellen“, wird eine komplett neue Redaktionsstruktur erarbeitet, die langfristig ebenfalls Kosten sparen soll: So sollen Print- und Onlineredaktion mit integrierten redaktionellen Abläufen zusammengelegt werden. Jeder Ressortchef wird künftig für die Berichterstattung in Print, online und auf Smartphones verantwortlich sein. Dies soll dann in einem neuen, integrierten Newsroom umgesetzt werden – ob der weiterhin in der Lindengasse sein wird oder, wie kolportiert, in der Muthgasse in Döbling, steht noch nicht fest. „Kurier“-Chefredakteur Helmut Brandstätter tendiert eher dazu „rauszugehen“.

 

Baukastenlayout soll Arbeit erleichtern

Sichtbare Veränderungen im Blatt wird es schon sehr bald geben: Ab dem US-Wahltag am 6. November bekommt der „Kurier“ ein neues Layout, für das Artdirector Helge Schalk verantwortlich ist. Dabei wird auch die Blattstruktur verändert, angeblich soll etwa das TV-Programm von der letzten Seite verschwinden und eine neue Ressorteinteilung kommen. Das neue Baukastenlayout soll es den Redakteuren ermöglichen, nur mehr fixe Elemente zu befüllen, nur noch die Aufschlagsseiten werden künftig von Layoutern gestaltet. Die Redaktion ist durch die anstehenden Veränderungen verunsichert, manche kritisieren, hinter den geplanten Neustrukturierungen sei kein Konzept erkennbar. awa

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2012)

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8 Kommentare
Gast: So mein Vorschlag...
13.10.2012 19:19
0 0

Jetzt braucht man es nur mehr mit der APA Verbinden...

For i=1 to Kosten.Count
Kasten(i).Text = APA(TimeDate).Medlung(i)
Next
Do While Seite1.fertig
DoEvents
Loop
Printer.Print Kurier

Hoffentlich hauen´s die Knecht raus!


nebenbei:

so sehen die monatlichen Zahlen, in dem Fall
für September, bei den britischen Zeitungen
aus. Das geht es, wie man sieht, auch
regelmässig etwas runter mit der Auflage,
dem Verkauf.
http://www.pressgazette.co.uk/abcs-three-national-dailies-increase-circulation-september

Nachrichten über den Mediensektor sind
oft genug weitaus interessanter, insbesondere
seit es die Medienkrise (international) gibt, als
die "Qualtitätsinhalte" der Medien.

Gast: Gast345
13.10.2012 08:45
0 0

Personalmangel bei der Presse???

Im Einsparen ist die Presse wohl an erster Stelle!
Nachdem eines von sieben Postings/Gastkommentaren es zur Veröffentlichung schafft!
Gestern wurden wieder zwei "zensiert", ua mit diesem Inhalt!

Gast: willi3
13.10.2012 07:50
0 0

Ein

Abbo wird sich bei dem Gehalt der Journalisten bald keiner mehr leisten können!

Gast: Umpf
13.10.2012 04:36
0 0

Seit Brandstätter am Werkeln ist

wird von bestimmten Redakteuren laufend politische Gehirnwäsche versucht. Die Wirtschaftsberichterstattung zb EU ist zum Teil inferior. Tendenzartikel kann ich woanders billiger beziehen.

Gast: Tja.
12.10.2012 23:48
1 1

Wie geht es weiter?


Die printmedien braucht ja niemand mehr. Und abgekupferte Agenturmeldungen werden auch fad.
Investigative Journalisten - wer bezahlt sie? Die Werbung? Wer zahlt, schafft an, oder?

Auf so manchem Forum wird binnen kürzester Zeit mehr Information gesammelt, die Zeitungen wirken langsam altbacken. Und das, was sie einem verclickern wollen, auch.

Die junge Generation ist mächtig sauer, wie man sie abzuäppeln versucht.

5 0

Teurer werden wegen der Wirtschaftskrise??

Das die Leser aber auch sparen müssen und werden ist denen aber hoffentlich auch klar ;-)

Eine Zeitung ist das unwichtigste was man heutzutage wirklich täglich oder im Abo braucht.

Na dann viel Spass mit noch weniger Einnahmen ;-))