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ORF-Chef wirbt für neue ORF-Haushaltsabgabe

18.10.2012 | 10:11 |   (DiePresse.com)

Geht es nach Generaldirektor Wrabetz, soll es statt der GIS-Gebühren eine geräteunabhängige Haushaltsabgabe geben.

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ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat am Mittwoch begonnen, die Werbetrommel für eine geräteunabhängige Haushaltsabgabe - einen "ORF-Beitrag" - zu rühren. Geht es nach Wrabetz darf dieser Beitrag ausschließlich und ungeteilt dem ORF zugutekommen und soll "staatsfern" sein. Das heißt, dass die Höhe des Beitrags weiter durch die ORF-Gremien festgesetzt wird, mit nachfolgender Kontrolle durch die Medienbehörde, ohne aber "den Umweg über ein Budget" der Regierung zu machen, und dass die Einhebung weiter durch die ORF-eigene GIS erfolgt. Im öffentlich-rechtlichen Sender will man offenbar den Eindruck einer ORF-Steuer vermeiden.

Klar getrennt sein müsse diese neue Finanzierung von bisherigen Gebühren wie die Kunstförderung oder Landesabgaben, die bisher gemeinsam mit der Rundfunkgebühr eingehoben werden. Geht es nach Wrabetz sollen diese Länderabgaben, die rund 127 Mio. Euro ausmachen, weiter bestehen - allerdings unabhängig vom ORF - und sollen zweckgebunden in Presse-, Film-, Kultur- und Medienförderung fließen. Außerdem müsse von diesem Geld die dauerhafte Refundierung der Gebührenbefreiungen für den ORF finanziert werden. "Es muss klargestellt sein, dass es keine Trittbrettfahrer gibt und nicht etwa Kommerzielle vom ORF-Beitrag profitieren", so Wrabetz.

Für die Haushaltsabgabe definierte der Generaldirektor zehn Prinzipien. Diese solle bei der Gesellschaft akzeptiert, ausreichend, nachhaltig, staatsfern, autonom, transparent, effizient, ungeteilt und sozial gerecht sein. Außerdem soll sie valorisiert sein, "wir brauchen einen automatischen integrierten Teuerungsausgleich gekoppelt an den Verbraucherpreisindex", so Wrabetz im Rahmen des Studientags des ORF-Publikumsrats.

Da Wrabetz allerdings davon ausgeht, dass es bis zum Inkrafttreten einer Haushaltsabgabe noch bis in die Jahre 2015 / 2016 dauern könnte, fordert er für die Zwischenzeit eine Verlängerung der Refundierungsregelung. Aus dem ORF-Gesetz gestrichen werden müsste allerdings die Verknüpfung der Refundierung an die Aufrechterhaltung des Leistungsumfangs bei gleichzeitiger Pro-Kopf-Kostensenkung.

Unangetastet bleiben soll die duale Finanzierung des ORF durch Gebühren und Werbung. Der Anteil an Gebührenfinanzierung werde auch künftig bei 70 Prozent liegen, Werbung mache 30 Prozent aus. Auch bei der Werbung ist aus Warabetz' Sicht eine Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen erforderlich, wie etwa die Möglichkeit der TVthek-Vermarktung, außerdem müssten gewisse Restriktionen überdacht werden.

"Die Veränderungen machen es notwendig, das Finanzierungsmodell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nachhaltig im Sinne eines Sustainable Fundings abzusichern", so Wrabetz. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei ein gesellschaftspolitisches, aufklärerisches und europäisches Konzept gesellschaftlicher Integration und die solidarische Finanzierung von allen für alle zentraler Bestandteil dieser Idee, so Wrabetz, der den Mittwoch als Startschuss für die Diskussion um eine Haushaltsabgabe bezeichnete.

Am Freitag wird sich neben der ORF-Reformgruppe auch der ORF-Stiftungsrat im Rahmen einer Klausur dem Thema der künftigen Finanzierung des ORF widmen. Im Stiftungsrat, wo die Geschäftsführung des ORF sowie der Chef des ORF-Plattformmanagements Franz Manola Referate halten, wird es grundsätzlich um Zukunftsthemen des ORF, wie etwa trimediales Arbeiten oder Smart-TV gehen.

(APA)

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46 Kommentare
 
12
Gast: PP Politparasit
20.10.2012 13:04
1 0

Erst der Anfang

Bald kommt eine "KFZ-Abgabe", egal ob man ein Auto hat oder nicht.

Wie wärs mit einer "haushaltsgebundenen Tabaksteuer" für alle Passivraucher.

Alles solidarisch und gerecht! Oder nicht?

Gast: ein Zwangsgebührenzahler
19.10.2012 18:02
3 0

wir brauchen keine ORF-Haushaltsabgabe

und am allerwenigsten brauchen wir diesen roten gehirnamputierten Manipulantenstadl. Privatisiert endlich den Kasperlfunk!

Eine Gehaltsreduktion

um 50% bei allen ORF-lern (bei Wrabetz 85%) wäre für die gebotene Leistung immer noch eine zu fürstliche Entlohnung, würde aber jegliche Diskussion über Gebührenerhöhung/neue Steuern obsolet machen

War schon bei der Einführung der TVThek klar, dass das kommen wird!

Der ORF hat die TVThek doch ohnehin nur eingeführt um noch einfacher abkassieren zu können. Das war von Anfang an klar.
Dass der ORF seiner Informationspflicht nicht nachweislich nicht nachkommt hört man in den Medien leider viel zu selten.

Gast: Gast 2012
19.10.2012 14:41
3 0

der ORF als roter Manipulantenstadl ist mehr als flüssig

er ist überflüssig und sollte so schnell als möglich privatisiert werden. Jede Partei, die das verspricht wird von mir gewählt!

4 0

Ein Roter schreit nach Geld! Überraschung!


Selbstbedienung

Nachdem die Eintreiber der GIS nicht genügend dem österreichischen Volk abdrücken, muss nun eine neue Versorgungssicherung her. Man spart sich auch noch die Werbung "einfach anmelden" (und nie wieder rauskommen). Somit muss man auch nicht mehr suggerieren, dass man Jagd auf Schwarzseher machen könnte (was ja ohnehin nicht klappt).
ICH WILL NICHTS MEHR VOM ORF HÖREN UND SEHEN UND SOMIT AUCH NICHTS MEHR ZAHLEN!!!

Gast: aha
18.10.2012 20:08
5 0

SCHAFFT DEN ORF AB!

will sich nicht jemand finden, der eine facebook gruppe zur abschaffung von diesem unnötigen verein gründet und ein volksbegehren initiiert, das uns von dieser zwangsbeglückungsmaschine, die einen verblödet und depressiv macht, befreit?

allerhöchste zeit wäre es und meine stimme hätten sie.

und wir als volk müssen in die bremsen treten: nach parkpickerl ohne parkplatz jetzt dann fernsehgebühr ohne fernsehen... was kommt dann als nächstes?

3 0

Das ORF-Fernsehen abschaffen...

...und schon ist genug Geld da.
Der ORF wird immer überflüssiger undf natürlich ist das, was Wrabertz fordert, eine Steuer.
Apopos:der ORF hat jetzt endlich einmal den Unterhaltngsanteil im Fernsehen zu reduzieren und dafür etwas mehr Kultur zu bringen, wie es sein gesetzlicher Auftrag ist.

Antworten Gast: fern-seher
18.10.2012 20:27
3 0

Re: Das ORF-Fernsehen abschaffen...

Abgesehen von der Überflüssigkeit aufgrund der nicht ansehbaren Programme: er will ja mit Reformen nur mehr Geld von uns und verlangt ja gar nicht, dass wir voll des Lobes sind über verbesserte Programme. Deshalb kündigt er sie erst gar nicht an.

Wrabetz,

dieser sozialistische Kofferträger soll sich das Geld für seine Nichtleistung und für den desaströsen ORF von den Mitgliedsbeiträgen seiner Genossen holen. Der ORF ist ja wohl so ziemlich das Letzte, was die TV Landschaft zu bieten hat

Gast: PÖHSE
18.10.2012 18:19
6 0

ORF abschaffen, Wrabetzl in die Wüste,


und die ganzen owezahrer-Kasperln, die nur wegen unserer Zwangsgebühren überhaupt jemals im TV zu sehen sind, gleich mit !

Wo sind wir denn?

Gast: treiuzasdzzzzz
18.10.2012 18:00
6 0

Programmreform vor Gebührenreform

Anscheinend braucht Wrabetz mehr Geld, um sein außerordentlich schlechtes Programm (mit x Wiederholungen des Vormittagsprogramms im Nachtprogramm innerhalb von 24 h sowie Uraltschinken vergangener Epochen, zudem die Katastrophe Wetten Dass, von der sich anscheinend bereits das Schweizer Fernsehen richtigerweise zurückgezogen hat etc.) zu finanzieren bzw. die Mitarbeiter des ORF, die an Programmgestaltung etc. arbeiten.

Mittlerweile schaue ich wesentlich lieber Privatfernsehen, da aktueller, zeitgemäßer, qualitätsvoller als ORF 1 / ORF 2.

Mir wäre es am liebsten, künftig den ORF ganz offiziell abwählen zu dürfen. Für die wenigen großartigen Sendungen zahlte ich hingegen sehr gerne für ein funktionierendes und außerordentlich schnelles Videostreaming einer Sendung, genau so, wie dies auch bei Privatsendern üblich ist!
Aber nicht einmal das hat der ORF bisher technisch mit vergleichbarer Qualität hinbekommen (zB im direkten Vergleich mit VOX bei Medienkonsum in Asien etc.).

Re: Programmreform vor Gebührenreform

Sie haben zu 100% recht, das was die TVthek bietet ist eine mehr als diletantische Darbietung, jeder private Sender kann das um Klassen besser, und das ohne vom sozialistischen Staatsfernsehen verordneten Zwangsgebühren

Re: Re: Programmreform vor Gebührenreform

naja, wenn für den Staat ein einfaches CMS mit dilettantischen Layout (a 1,4Mill!!!)schon über 4 Millionen Euro kostet - dann kann man sich ausrechen das eine Gscheite Streaming-plattform unbezahlbar sein muss.

Ist schon gut so,

dafür bekommen wir ja auch so tolle Sendungen wie gestern Abend " Hast du Nerven" ;-)

Gast: phj
18.10.2012 17:33
5 0

So könnte ein Brief an einen Haushalt ausschauen

An einen Haushalt,

Da die GIS ungenügend Gebühren eintreibt und wir unser Personal (Onkels, Tanten, Cousins, Brüder und Schwestern ) entsprechend ent(be)lohnen müssen, werden Sie aufgefordert uns folgendes per amtlichen Formular mitzuteilen.

Haben Sie im letzten Jahr zumindest 1x ein Programm des ORF gesehen oder gehört oder wenigstens darüber gelesen ?

Bei "JA" werden Sie aufgefordert 360 x € 1,--, also € 360,-
im Voraus direkt and den ORF zu überweisen.

Bei "NEIN" sollten Sie die Zusatzfrage:
Trinken Sie Wasser ?
beantworten.

Sollten Sie diese mit "JA" beantworten, zahlen Sie auch.

Ihr
Wrabbler

Gast: nadonn
18.10.2012 17:22
9 0

der

orf : links linker sender aus DDR2

hier stellt sich nur eine frage :

wann endlich fällt der ORF Vorhang ??

Gast: Walter33
18.10.2012 16:56
9 0

Ersatzlos einsparen sollte man diesen "Staatsfunk"

Dieses System ist doch schon längst überholt.

Lediglich Nordkorea oder Kuba haben etwas ähnliches.

In seinen augein ist es ja auch eine Leistung, .....

..... das Programm auf der einen Seite immer schlechter werden zu lassen (die Medienbehörde hat dies ja auch schon festgestellt) und darauf aufbauend gleich jeden mit den sich daraus ergebenden Gebühren zu beglücken.

Jemand mit einer derartige Fähigkeit steht darüber. Nicht dass ihm in den Sinn käme, ein wieder sehenswerteres Programm zu kreieren. Stattdessen sollen die Bürger losgelöst von den Propagandasendungen zahlen

Gast: Analyst
18.10.2012 15:26
3 0

Die "Haushaltsabgabe" ist ...

... das resultat einer vollkommen fehlgeschlagenene Medienpolitik und schlicht schwachsinnig. Es widerspricht jeder vernunft und Gerechtigkeit, wenn jeder, der nur in der Lage sein könnte (oder auch nicht) einen Sender zu empfangen, eine Abgabe zu leiten hätte. Gegenvorschlag: Jedr haushalt sollte nur das zahlen, was er auch sehen will und kann, weshghalb es auch die Möglichkeit von Abschaltungen gewisser Sender geben müsste. Fazit: ORF abmelden, keine Gebühren!

Gast: Joschi Beck
18.10.2012 14:49
10 0

Rundfunk Gebühr

Hat dieser Mann noch alle Tassen im Schrank?

Antworten Gast: c8w
18.10.2012 17:56
3 0

Re: Rundfunk Gebühr

Was soll die Frage?
Natürlich hat dieser Mann nicht eine einzige Tasse im Schrank, sein Schrank ist so leer wie die Staatskasse von Griechenland.

Re: Re: Rundfunk Gebühr

und sein Gehirn genau so

Antworten Gast: Robert44
18.10.2012 17:03
7 0

Re: Rundfunk Gebühr

Wo sonst bekäme Herr Wrabetz in der Privatwirtschaft einen so hoch dotierten Job?

Mit dem richtigen Parteibuch beim ORF ist man sein ganzen Leben lang abgesichert. Da kann man sich alles erlauben.

Zustände wie in Nordkorea oder einmal in der DDR.

Gast: GEH IN O
18.10.2012 14:34
11 0

Wird er sicher bekommen

Die Parteien werns ihm schon richten. Brauchen ja den Propaganda -Kanal. Wo sonnst dürften diese Idioten ihr Geschwafel anbringen.

 
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