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Twitter sperrt antisemitische Botschaften in Frankreich

19.10.2012 | 13:49 |   (DiePresse.com)

Seit Tagen wurden in Frankreich antisemitische Aussagen über Twitter verbreitet. Nun handelt der Kurznachrichtendienst selbst.

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Der Kurznachrichtendienst Twitter sperrt nach Angaben einer jüdischen Organisation eine Reihe antisemitischer Tweets in Frankreich. Dies sei "ein wichtiger Sieg", sagte Stephane Lilti, der Anwalt der Vereinigung jüdischer Studenten in Frankreich (UEJF), am Freitag in Paris. Die UEJF hatte dem in den USA ansässigen Unternehmen mit einer Klage gedroht.

Seit dem 10. Oktober waren unter der Twitter-Adresse #unbonjuif (ein guter Jude) zahlreiche antisemitische Botschaften verbreitet worden. Mehrere Organisationen hatten deshalb ein juristisches Vorgehen gegen Twitter in Erwägung gezogen.

Studenten drohten mit juristischen Schritten

Die Vereinigung jüdischer Studenten wollte bei einem Gespräch mit Vertretern von Twitter am Donnerstag eine gütliche Lösung finden. Danach hatte sich die UEJF aber enttäuscht gezeigt und angekündigt, dass sie Twitter per einstweiliger Verfügung zwingen wolle, die antisemitischen Botschaften aus dem Netz zu nehmen.

Anwalt Lilti teilte nun mit, dass Twitter sich bereit erklärt habe, die Botschaften aus dem Netz zu nehmen, die dem Unternehmen als antisemitisch angezeigt werden. Dadurch komme das französische Gesetz zur Anwendung, demzufolge "keine Anordnung der Justiz nötig ist, um offensichtlich sittenwidrige Inhalte aus dem Netz zu entfernen".

Sperrte Konto einer verbotenen Neonazi-Gruppe

In Deutschland hatte Twitter unlängst auf Betreiben der Polizei das gesamte Konto einer verbotenen Neonazi-Gruppe gesperrt. Das Unternehmen blockierte damit erstmals in einem einzelnen Land einen Account wegen illegaler Inhalte. Für Twitter-Nutzer aus anderen Ländern bleiben die Inhalte der rechtsextremen Gruppe Besseres Hannover aber weiter einsehbar. Die Gruppierung ist seit September verboten.

(APA/AFP)

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3 Kommentare

Wie ist das jetzt mit der Meinungsfreiheit?

Jedem denkenden Menschen ist sowieso klar, dass auch bei uns die Meinungsfreiheit ziemlich enge Grenzen hat, dessen Überschreiten mit Verbannung und Gefängnis bestraft wird. Nur sagen darf man das nicht, wir wollen doch in unserer Illusion von Freiheit und Demokratie weiterleben.

Würde Twitter auch ein account sperren, auf dem gegen Mohamed gehetzt wird?
Eben.

Was "Eben". Was soll das heißen: "Eben"? Alles nur heiße Luft bei dir.

Du stehst wohl auf Antisemitismus, was? Steh wenigstens dazu!

Gast: ZARA
19.10.2012 15:34
0 0

Haha

Beim lesen der Überschrift dachte ich zuerst an die Botschaft Saudi-Arabiens.