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Sido schlägt Heinzl: Die große verhaute Chance

21.10.2012 | 12:36 |  von Anna-Maria Wallner (Die Presse)

Weil Rapper Sido am Freitag "Chili"-Moderator Dominic Heinzl mit der Faust schlug, trennt sich der ORF nun von seinem Show-Jurymitglied. Eine österreichische Medienposse.

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Die Fans des einen waren schneller als der Arbeitgeber des anderen. Noch in der Nacht auf Samstag haben einige Anhänger des deutschen Rappers Sido eine Facebook-Seite namens „Sido1! Heinzl0!“ eingerichtet, um zu demonstrieren, wie stolz sie auf ihren Rüpelrapper sind. Der ORF benötigte eine längere Nachdenkpause. Erst am Samstag um 15.08 Uhr verschickte der Sender eine Aussendung in beinah staatstragendem Ton: „Nach einem seit langem angespannten Verhältnis zwischen Juror Sido und ,Chili‘-Chef Dominic Heinzl eskalierte gestern am 19. Oktober im Anschluss an die erste ,Große Chance‘-Liveshow die Situation – Sido wurde verbal ausfällig und nachdem Securitys versuchten, die Situation zu bereinigen, attackierte er Dominic Heinzl mit der Faust.“ So weit die Fakten.

Die kommentierte Kurzfassung lautet so: Da sind zwei denkbar große Egos so richtig aneinandergeraten. Begonnen hatte die Auseinandersetzung mit einem wenig kreativen Spitznamen für Heinzl: Sido nannte den blonden Moderator während der Sendung „Dominic Hampel“. Der so Angesprochene, nicht bekannt für seine gelassene Erhabenheit, soll sofort nach dem Ende der Sendung zu Sido gelaufen sein und sich über dessen Aussage empört haben – und kurz darauf auf dem Boden gelandet sein. In etwa so beschreiben das die Fans von Sido auf der 1:0-Facebook-Seite, die bis Samstagabend 4800 Likes hatte. Dort riefen sie auch dazu auf, die Seite bekannt zu machen, „damit Heinzl aus der Sache kein Kapital schlägt“.


Goodbye ORF!!!
Daraus wurde nichts. Der ORF gab in seiner Aussendung am Samstag bekannt, er trenne sich von Sido, TV-Direktorin Kathrin Zechner erklärte zwar, sie bedauere diesen Schritt, weil sie Sido „als Künstler, Juror, polarisierende Persönlichkeit“ schätze, betonte aber: „Gewalt ist indiskutabel! Wir tolerieren derartiges Verhalten nicht und beenden mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit.“ Ein Jury-Nachfolger werde in den kommenden Tagen bekannt. Der entlassene Sido saß zu dieser Zeit bereits im Flugzeug nach München und verschickte Tweets mit dem Hashtag #Hatnixmitchilizutun und kurz darauf ein knappes: „Goodbye ORF eins!!!“

Beobachter hinterlässt diese kleine Posse gleichermaßen mit Staunen wie mit Amüsement. Erstaunlich ist, dass der ORF sich nun doch als schlichtendes Kindermädchen einschaltet. Hat er es nicht kommen sehen? Denn dass der Sender nun so abrupt die Reißleine zieht, mögen ihm manche als noble Geste mit dem Kinderargument auslegen. Schließlich würden auch Minderjährige bei der „Großen Chance“ mitmachen und zuschauen, ihnen gegenüber sollen gewalttätige Handlungen nicht verharmlost werden. Das ist richtig, einerseits.

Andererseits hätte dem ORF schon mit dem Engagement des Rappers klar sein müssen, welches Image dieser Mann verkörpert. Der Musiker, dessen Künstlername für die Abkürzungen „Super-intelligente Drogenopfer“ oder „Scheiße in dein Ohr“ steht, fiel nicht nur immer wieder mit Schlägereien und sexistischen, gewaltverherrlichenden Liedtexten auf, sein Markenzeichen ist eine völlig überzeichnete Rapperattitüde. Sein Motto heißt wie eines seiner Lieder: Ich bin ein schlechtes Vorbild. Dem österreichischen Fernsehen hat seine lockere Geradlinigkeit nicht unbedingt schlecht getan. Als Sido in der ersten „Großen Chance“ den „Krone“-Kolumnist Michael Jeannée bei einer Einlage mit Heurigenwirt Martin Zimmermann als „Hausmeister“ abkanzelte, während Ko-Juror Bernhard Paul peinlich versuchte, den Eklat zu vermeiden, klatschten plötzlich auch viele Sido-Kritiker. Der Tenor: Kein anderer österreichischer Moderator hätte sich getraut, gegen die mächtige „Krone“ aufzutreten. (Apropos: Das Blatt schoss mit einem giftigen Artikel zurück, gegen den wiederum Sido klagte.)


„Heinzl raus!“ Dass die Posse in erster Linie amüsiert, liegt auch am zweiten Protagonisten: Dominic Heinzl. Es macht den Eindruck, wenige im Land haben echtes Mitleid mit dem Moderator, der seit 2010 die Society-Sendung „Chili“ im ORF moderiert.

Samstagnachmittag haben sich die Ereignisse dann noch einmal überschlagen: ORF-Moderatorin Doris Golpashin will gesehen haben, dass Heinzl zuerst auf Sido gespuckt hat. Dessen treue Fans sind nun noch mehr in Rage und fordern Heinzls Rauswurf aus dem ORF unter anderem auf Facebook. Wir vermuten: Die Posse wird noch eine Weile dauern.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.10.2012)

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1241 Kommentare
 
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Gast: penel
29.10.2012 13:34
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Sido?

Bitte wer oder was ist Sido?

Gast: Hermann vom Gipfel
29.10.2012 08:27
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Sido wurde durch den ORFzum Helden

einer Schlägerkultur. Zehntausende werden ihm nacheifern. Hier muss ein strenges Zeichen dagegen gesetzt werden -> Höchststrafe!

Gast: claudia8
28.10.2012 16:51
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sido du fehlst

Ehrlich also zu einem Streit gehören ja immer 2 dazu , und wie man ja in dem Video sehen konnte ist Heinzl ja erst später zufälliger Weise umgefallen (als er die Kameras erblickte ) , man weiß ja nicht ob es stimmt , aber angeblich began ja auch Heinzl Sido zu bespucken . Also wieso sollte dann nur Sido überprüft werden ???? Und ohne ihm ist die Große Chance so und so nicht mehr sehenswert...:(

Gast: najaa
27.10.2012 23:12
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Bangster sind ein problem -

- nicht fernsehkasperl!

Gast: hawler
26.10.2012 17:50
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Sido

Nicht nur Sido hat Scheiße gebaut !!!

Gast: die mäderl vom 17.
26.10.2012 08:38
0 0

sido wir lieben dich

du bist der bessere

Gast: Silke A.
26.10.2012 04:00
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Angebot und Nachfrage zu S.I.D.O.

Sollte das hier Abgesonderte der Meinung einer repräsentativen Mehrheit der TV-Seher entsprechen, so scheint die übertrieben wirkende Bezeichnung "Unterschichten-Fernsehen" für "Unterschichten-Fernseher" leider zunehmend zutreffend, wie starke Kritiker der aktuellen Trendentwicklung meinen.

Warum schaffen es viele nicht ihren persönlichen Unmut (berechtigt oder unberechtigt, sei mal dahingestellt) gegenüber dem ORF-Angebot, dem Heinzl etc. inhaltlich zu trennen von den Gewaltakt- und Verbalakten Sidos ?

Es wäre sehr interessant zu erfahren, zu welchen Ergebnissen Psychoanalytiker in diesem Falle kommen.



Antworten Gast: die mäderl vom 17.
26.10.2012 08:39
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Re: ??? hahaha

lachst du über deinen benutzername?
??? hihihi

Antworten Antworten Gast: svv
26.10.2012 23:25
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Re: Re: ??? hahaha

yes, der lacht über seinen althergebrachten und heute nicht mehr angebrachten komischen benutzernamen

Du hast keine Ahnung, worum es geht;)

Aber ich egehe von einem Missverständnis aus. Der Nick hat nichts mit vergangenen Zeiten zu tun. Ich will unser Land nur vor denen schützen, die so tun, als würden sie es beschützen, aber es in Wahrheit wirklich kaputtmachen.

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Wie wärs wenn die polizei das schneewitchen heinzl auch gleich mitüberprüft?


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Wenn die polizei sido überprüft

Dann sollten sie heinzl auch gleich mitprüfen, d

Gast: Hermann vom Gipfel
25.10.2012 11:21
0 0

Katrin Zechner muss gehen.

Sie hält Verträge nicht ein und ist nicht vertrauenswürdig. Solche Leute schaffens es woanders nicht einmal zum Portier.

Gast: Wiener Wohnen
25.10.2012 11:16
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Club 2 hat zeigt: Xido verdient sein Geld mit Faustschlägen

Syystematisch und vorsätzlich. Er gehört möglichst lange ins Gefängnis.

Antworten Gast: Angsthasenbeobachter
25.10.2012 16:46
0 1

Re: Club 2 hat zeigt: Xido verdient sein Geld mit Faustschlägen

Husch, husch zurück in deine Wiener Gemeindewohnung und die Tür verriegeln, sonst kommt vielleicht der böse, böse Silo unt langt auch dir eine, dass du aus den Latschen kippst.

Gast: bildungundauftrag
25.10.2012 10:37
2 0

Watschenmann Heinzl im Prater...

Sidos VERBALE Entgleisung ist unentschuldbar. Dass sein Kinnhaken dennoch haufenweise Sympathie erntet, zeigt, wie satt es ORF-Zwangsgebührenzahler haben, den an Primitivität und Zynismus kaum zu überbietenden Heinzl täglich vorgesetzt zu bekommen. Seit Chilli wirken selbst seichte Seitenblicke wie Hochkultur. Und Wrabetz befindet sich im Dämmerschlaf - unfähig, sich des imageschädigenden Moderators zu entledigen.

Vorschlag: Eine Heinzl-Attrappe im Prater als Watschenmann für Chilli-gequälte ORF-Seher.

Antworten Gast: Bildung ohne Auftrag
25.10.2012 16:53
2 0

Re: Watschenmann Heinzl im Prater...

Wenn der Stupser für dich schon ein Kinnhaken war, dann muss ja ein echter Kinnhaken auf dich wirken wie der Einschlag einer Luft-Boden-Rakete.

Typisch Prolet

"Die Auseinandersetzung der beiden wird derber, Sido beschimpft die Mutter Heinzls."

Ich finde das immer lustig, anscheinend ist das allen Proleten gemeinsam, dass sie immer anfangen, die Mütter zu beschimpfen. Wen soll sowas bitte beeindrucken oder provozieren? Wenn das jemand bei mir macht, schüttle ich den Kopf, dreh mich um, geh weg und denke mir meinen Teil.

Antworten Gast: DieSenftube
25.10.2012 10:26
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Re: Typisch Prolet

Das findest du immer lustig?
Aha!

Antworten Gast: Straucheldiebin
25.10.2012 10:24
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Re: Typisch Prolet

Der Heinzl hat eh auch den Kopf geschüttelt und sich umgedreht dabei. Dann ist er aber nicht weggegangen, sondern hat sich ganz cool fallen lassen. Was er sich dabei gedacht hat, das weiß ich leider nicht.

Gast: schadenfreude oje
25.10.2012 02:20
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Antworten Gast: GGHHUU
25.10.2012 08:51
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Re: willkommen österreich - sehr lustig :-)

Peinlicher "Stefan-Raab-Verschnitt". Mit Gewalt locker und schnoddrig sein funktioniert einfach nicht.

Gast: abrechnung
25.10.2012 01:12
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oe24

wenn ich da richtig gelesen habe:

wrabetz will heinzl halten, weil er auch ein langjähriger freund von pröll ist?

schon wieder ein wunschkind, das auf kosten aller zuseher durchgepäppelt werden MUSS?

ich kann die komm. wahlen schon gar nicht mehr erwarten!


Gast: Umfrage neu
24.10.2012 22:34
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Sidos Fangemeinde ist enorm gewachsen

Die Jugend steht hinter ihm

Gast: Baptist
24.10.2012 22:27
0 0

Heinzl provozierte diesen SIDO

tatsächlich, wenn er Ihm sagt "er möchte dies unter MÄNNERN klären".

 
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