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ORF: Berufung gegen KommAustria-Bescheid

22.10.2012 | 11:56 |   (DiePresse.com)

Ursprünglich kam die Beschwerde wegen Unausgewogenheit und Verwechselbarkeit vom Verband Österreichischer Privatsender. Die Behörde hatte das Anliegen bestätigt.

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Der ORF hat erwartungsgemäß beim Bundeskommunikationssenat (BKS) Berufung gegen den Bescheid der KommAustria eingelegt. Dem Sender wurde von der Behörde ein unausgewogenes Gesamtprogramm attestiert. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz: "Den Vorwurf der Unausgewogenheit beziehungsweise Unangemessenheit weist der ORF entschieden zurück und das haben wir in unserer Berufung auch ausführlich dargelegt und argumentiert".

Wrabetz weiters: "Kein anderer Sender erreicht mit seinen Informations- und Kulturprogrammen so viele Menschen wie der ORF. Marktanteile der TV-Flotte von annähernd 40 Prozent, dutzende Auszeichnungen und Preise an ORF-Produktionen sowie ORF-Journalistinnen und -Journalisten, der Erfolg beim Publikum und zahlreiche Experten- und auch behördliche Einschätzungen bestätigen dies", führt der Generaldirektor an. Von einem unangemessenen Verhältnis der Programmkategorien zueinander könne ihm zufolge also keine Rede sein.

"Der gesetzliche Auftrag, Programm für alle zu machen, kann doch nicht – so offenbar die Meinung der Behörde – in sein Gegenteil, nämlich Programm mit Stoppuhr und Taschenrechner am Publikum vorbei zu produzieren, verkehrt werden“, so Wrabetz.

Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) hatte ursprünglich die Beschwerde wegen Unausgewogenheit und Verwechselbarkeit des ORF-Programms bei der KommAustria eingereicht. Er will nicht in Berufung gehen, wie VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm sagte. Schließlich sei das Hauptanliegen der Programmunausgewogenheit von der Behörde bestätigt worden. Parteistellung hat der VÖP laut Drumm im weiteren Verfahren aber dennoch.

Die KommAustria hatte nach einer Beschwerde der Privatsender festgestellt, dass der ORF von Jänner 2010 bis August 2011 in seinen beiden TV-Programmen ORF eins und ORF 2 kein ausgewogenes Gesamtprogramm geliefert und damit gegen das ORF-Gesetz und den öffentlich-rechtlichen Kernauftrag verstoßen hat. Zu viel Unterhaltung, zu wenig Information und Kultur ortete die Behörde und hielt darüber hinaus fest, dass es sich bei ORF eins und ORF 2 um keine Vollprogramme handle.

(APA)

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13 Kommentare
Gast: ökono-mist
27.10.2012 23:16
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Ganzjährige Winterreifenpflicht: Ja! Und zwar gegen vorsätzliche redaktionelle Ausrutscher!


Am letzten Samstagabend der Sommerzeit mußten wir natürlich - nebst vielen Aufrufen diverser Lautsprecher und Belehrer zum Reifenkauf - auch in der Zeit im Bild 1 über die Winterreifenpflicht belehrt werden. Dabei wurde darauf hingewiesen, daß nun auf neuen Reifen mittels Energieklassenpickerl die Rollwiderstandsklasse des Reifens ausgewiesen werden muß. Daraufhin hat man - unter Benützung des Energieklassenpickerls der Reifen - in einem Blitzangriff auf das Unterbewußtsein der zu dieser Zeit besonders zahlreich vor dem Fernsehkast'l versammelten zahlenden Nation dreist die eindeutige Botschaft "Waschmaschine = Siemens" platziert!

Es wäre sehr interessant (und unter solchen Umständen wohl auch rundfunkhygienisch notwendig), den Geldwert einer solchen im redaktionellen Teil des Programms untergebrachten Werbebotschaft von einem Werbefachmann ausrechnen zu lassen und dann jenen, die zu Lasten des Zwangsgebührenzahlers davon profitiert (und möglicherweise sogar eine eventuelle "Steuerfreiheit" lukriert) haben könnten, eine Rechnung auszustellen.

P. S.: Aber bitte keine Scheinrechnung, sondern eine echte. Ausgestellt auf die möglichen Zweckentfremder (und mutmaßlichen Veruntreuer) inoffizieller öffentlich-rechtlicher Fernseh-Werbezeit der teuersten Kategorie.

Top, die Unschuldsvermutung gilt!


Gast: ökono-mist
27.10.2012 22:14
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Schon viereinhalb Tage kein Leserkommentar? Das gibt's doch nicht!


Gast: wolf_vienna
23.10.2012 09:22
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Privatsender

Gemäß seinem Programm gehört der ORF ohnehin schon seit vielen Jahren zu den Privatsendern. Das Programm ist - wie von der KommAustria kritisiert - zugemüllt mit Shows und Serien. Wo hier der sogenannte Bildungsauftrag erfüllt sein soll, ist mir ein Rätsel.
Also privatisieren und selbst Geld verdienen!

Gast: Silke A.
23.10.2012 07:23
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Zwangsgebühren

Zu größerer Sorge sollten die aktuellen Vorstellungen des ORF führen.

Über die Qualität lässt sich ja streiten, wer Fernsehen bisher als reinste Zeitverschwendung ansah konnte sein TV-Gerät auch entsorgen und sich die ORF-Gebühren einsparen. Jedoch will der ORF mehr, Zwangsgebühren auch auf Nichtkonsumenten.

Der ORF will ähnlich dem deutschen Modell - Zwangsgebühren pro Haushalt/Wohneinheit einzuführen, auch wenn man über kein TV-Gerät verfügt.

In Deutschland ist leider diese Form der überspitzt formulierten "Schutzgelderpressung" tatsächlich gesetzlich verankert worden, der ORF will dies auch in Österreich.


Gast: IO
22.10.2012 18:48
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Weg mit ORF und GIS!

Verkaufen oder zusperren den vom Steuergeld finanzierten linken Propagandasender!

Antworten Gast: aGast
23.10.2012 07:29
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Warum denn?

Mögen Dummschichten ihr Dumschichtenfernsehen nicht mehr?

Gefällt es denn nicht, wenn ein Sido einem Heinzel eines in die Goschen haut.

Was müsste das Dummschichten-TV denn zeigen, um als nicht "links-lastig" also ausgewogen empfunden zu werden?

Deutsche Meinung zum ORF:

http://fernsehkritik.tv/folge-74/#jump:1-577

Sehenswert!

Gast: alexalexalexalex
22.10.2012 16:04
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was ham sie gegen mich?

ich tue alles für sie!

2 0

.

Man ist der Warbetz aber alt geworden, es ist verdammt hart, ein kleiner Parteiensoldat zu sein.

Gast: Baur4
22.10.2012 14:49
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Braucht Österreich wirklich eine Staatsfernsehen wie z.B. Nordkorea, Kuba oder China....?

SPÖ+ÖVP verhalten sich so als ob ihnen der ORF gehören würde.

Die vielen Parteigünstlinge im ORF kommen immer wieder mit dem vielen Geld nicht aus und wollen noch höhere Beiträge.

Ersatzlos einsparen sollte man diesen "Verein".

Sido

Sagt doch alles!

Gast: Grummelbart2
22.10.2012 13:21
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Selbst wenn...

...HÜs Schülern aus "gutem" Haus einen Vorteil verschaffen würden:

1) Ich dachte, Förderung besteht aus Nachteilsausgleich, nicht aus der Wegnahme von Vorteilen? Wird man demnächst begabten Schülern mehrere Hammerschläge versetzen, damit sie gegenüber den anderen keine Vorteile haben?

2) Ich dachte, Förderung aus dem Elternhaus besteht aus mehr als "Hilfe bei hausaufgaben"? Was ist das nächste? Verbot von Büchern daheim?

Gast: Johann S
22.10.2012 13:06
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Auch

eine Berufung wird das Image desORF nicht ändern.
Unsäglich viel Werbung und Gebühren,sind einfach Faktum.