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Journalisten-Demo: "Es geht um Meinungsfreiheit"

22.10.2012 | 16:34 |   (DiePresse.com)

Journalisten aus dutzenden Medienhäusern demonstrierten am Montagnachmittag in der Wiener Innenstadt gegen die KV-Kündigung seitens des Verlegerverbandes.

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JournalistInnen schützen die Demokratie, Verleger gefährden sie" - "Geht's dem Journalismus schlecht, geht's uns allen schlecht" oder "Ich bin kein Schnäppchen" war auf den Bannern zu lesen, mit denen die Journalisten am Montagmittag vor dem Standort des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ) aufmarschierten. Ein paar hundert Vertreter aus gut einem Dutzend Medienhäusern machten dabei ihrem Unmut über die Aufkündigung des Journalisten-Kollektivvertrags durch die Verleger durch ein lautstarkes Pfeifkonzert Luft.

"Historischer Moment"

Franz C. Bauer, Chef der Journalistengewerkschaft sprach von einem "historischen Moment". Noch nie in der Zweiten Republik seien Journalisten auf die Straße gegangen, um für ihre Rechte zu kämpfen. Freilich gehe es auch ums Geld, aber in erster Linie gehe es um die Absicherung der Meinungsfreiheit, so Bauer.

Wie viele Journalisten und Sympathisanten am Dienstag tatsächlich vor dem VÖZ Stellung bezogen, konnte zunächst nur geschätzt werden. Die Gewerkschaft in der gpa-djp ging von 800 aus. Darunter waren auch Medienvertreter aus Salzburg, Nieder- und Oberösterreich. Bei der Wiener Polizei schätzte man die Teilnehmerzahl auf "an die 300". Öffentliche Versammlungen fanden am Montag auch in Graz, Salzburg und Innsbruck statt. In Graz gingen dabei nach Schätzungen der Exekutive um die 200 Journalisten auf die Straße.

(c) Splechtna

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Laut Bauer soll sich die Protestkundgebung in den einzelnen Medienhäusern "nicht betriebsstörend" ausgewirkt haben. "Im Gegensatz zu den Verlegern wollen wir uns die Eskalationsszenarien noch offen halten", so der Gewerkschaftsführer zur APA. Um 14.00 Uhr war ein weiterer Gesprächstermin zwischen den Verhandlern von VÖZ und Journalistengewerkschaft anberaumt. Für die Arbeitnehmervertreter war vorher allerdings klar, dass man über den neuen Kollektivvertrag nur verhandeln werde, wenn die Verleger die Kündigung des derzeitigen KV zurücknehmen. "Mit offenem Messer auf uns gerichtet, wird das nicht gespielt", sagte Bauer.

Der Verlegerverband begrüßte die Journalisten unterdessen ebenfalls mit Spruchbändern, die auf dem VÖZ-Gebäude angebracht waren und auf denen zu lesen war: "Verhandlungen statt Pfeifkonzerte" und "Für einen Journalismus-KV mit Zukunft".

(APA)

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20 Kommentare
Gast: herr 5565
29.10.2012 14:07
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Die Journalisten regen sich auf?

Sind das dieselben, die uns Tag für Tag zeigen, wie käuflich sie sind? Und zwar trotz fürstlicher Presseförderung?

Gast: nur a göd
24.10.2012 08:49
1 0

für das, was die zusammenschreiben,

sind die noch überbezahlt. in jedem käseblatt steht fast wortwörtlich dasselbe drinnen. dazu meist noch politisch korrekte diener ihrer jeweiligen brötchengeber oder der inseratenkunden...

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na sowas - schreiben die schreiberling dauernd

die löhne sind zu hoch, die pensionen sind zu hoch, und überhaupt keine vermögensteuern usw usw.

und jetzt wollen sie mehr - verstehe das nicht.

ihr schreibt für die abzocker und die zahlen euch nicht ordentlich - schreibt nutr weiter - sägt an den ast auf den ihr sitzt!


Gast: PÖHSE
23.10.2012 14:12
0 0

Schöne, Neue, Welt, liebe Journalisten !


Arbeit ist für Doofe, wer schlau ist, hat ein EU-Posterl, oder eine Bank !

Alle Loyalität gegenüber dem System, das man immer so brav schönschreibt, ist eine Einbahnstrasse .

Es gibt keine Dankbarkeit .

Gast: Lukas
22.10.2012 21:54
6 1

vielleicht wird manchen Journalist munter

und läßt künftig auch eigenes Gedankengut in seine Arbeit einfließen. Es muß ja langweilig sein der "Systempresse" immer treu zu bleiben..?

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Die Sytemerhalter pfeiffen auf der Straße.


Gast: Plach2
22.10.2012 20:40
1 0

Der Gewerkschaftsbonzen sollen sich selbst bei der Nase nehmen!

Nirgends in der EU gibt es eine solche Arbeitnehmernvertreterdichte.

10 Sozialminister (im Bund und Ländern)
10 Arbeitsminister
(10 FrauneministerInnen)
10 AK´s
10 ÖGB´s und weil das noch immer zu wenig ist, auch noch viele Fachgewerkschaften jede wieder mal 10.

Nirgends in der Eurozone sind die realen verfügbaren Einkommen seit 2000 stärker geschrumpft als in Österreich.

Re: Der Gewerkschaftsbonzen sollen sich selbst bei der Nase nehmen!

Das ist für mich noch nicht einmal das größte Problem.

Aber ich find es wirklich pervers, dass die Vertreter der größten Gewerkschaften im Nationalrat sitzen und Gesetze beschließen, die zum Nachteil der arbeitenden Bevölkerung sind.

Und wegen Parteizwang und Koalitionsräson dürfen Sie nicht mal dagegenstimmen, obwohl Sie es als Gewerkschaftler eigentlich müssten.

Das ist das System Österreich

Schreiben eh alle von Reuters, CNN, Al Jazeera (oder so) ab ...

... für was mehr Rechte und Geld? Wenn die Infos von den "Propagandaverteiler-Zentren" kommt.

Gast: Herrlasseshirnregnen
22.10.2012 18:27
9 1

APA Artikel kopieren

und dann die Frechheit besitzen sich Journalisten zu nennen...

Gast: Callisto
22.10.2012 17:39
11 2

Panik am steuergeldfinanzierten Futtertrog?

Zu wenige Inserate vom Faynachtsmann?

Gast: IO
22.10.2012 17:38
7 1

Kein Mitleid mit der linken österreichischen Journaille.

Presseförderung auf Null setzen.

Wieder typisch


Kein Protest von Journalisten, weil sie sich von ihren Chefs unter Druck gesetzt fühlen, besonders freundlich über ein oder zwei Parteien schreiben. Und weil man ihnen nahelegt über die anderen Parteien um so schlimmer zu schreiben.

Einfach weil die einen Parteien (z.B. die in der Wiener Stadtregierung) für einen immer währenden Nachschub an Inseraten sorgen. Die der Bürger blechen muss.

SIE GEHEN ALSO NICHT AUF DIE STRASSE UM FÜR IHR BERUFSETHOS ZU KÄMPFEN.

Nein, diese Journalisten sind dort, weil sie Angst haben, weniger Geld zu bekommen. Durch die Aufkündigung des Journalisten-Kollektivvertrages. D.h. ihr Stück vom Kuchen eventuell nicht mehr so nahrhaft ist. Denn genau darum geht es bei der Aufkündigung.

Deshalb kein Mitleid mit diesen Typen.

Die einzigen, die man bedingungslos unterstützen sollte sind die, die OHNE GELD und mit großem persönlichen Risiko, sich mit den mächtigsten Verleger Familien Österreichs anlegen. Nur wegen der Sache. Nur wegen dem Ethos.

Also: Vorhang auf für die Leute von DOSSIER. Den einzigen Journalisten, für die es sich auszahlt, zu demonstrieren.

Die meisten anderen Journalisten sind genau so part of the System, wie die fünf Altparteien im Parlament.

http://www.dossier.at


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Re: Wieder typisch

Sie arbeiten vermutlich in Ihrem Beruf auch nicht umsonst, oder?

Die Leute von Dossier sind grpßartig, aber die werden auch Geld damit verdienen.

Antworten Antworten Gast: PÖHSE
23.10.2012 14:15
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Re: Re: Wieder typisch



Geld VERDIENEN, Herr fefe .

Verdienen .

Nein, das Goldene Herz pocht schon am rechten Fleck .

2 0

Re: Re: Wieder typisch

Ja, aber die Leute von Dossier wollen Geld durch investigative-journalistische Tätigkeit verdienen, was ja eigentlich die Aufgabe eines Journalisten sein sollte.

Die restlichen 90% der Journalisten sind hingegen Systemschreiber die jegliche Kontrollfunktion und Investigationen negieren, um nur ja die Inseratengelder nicht zu gefährden.

Gast: stilleninnen
22.10.2012 16:48
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es geht um schutz vor diffamierung.

meinung so zu disponieren ist jenseits von sehr übel.

Frage

Demonstriert da jetzt auch eine Frau Dichand von der Unterschichtszeitung mit?

Gast: Karli Bua
22.10.2012 15:57
3 2

schön langsam bläst auch in den warmen Platzerln ein rauherer Wind


gut so! Vielleicht wird dann auch die Berichterstattung über sozialrechtliche Aspekte etwas kritischer, wenn sie selbst betroffen sind.

von welchen Zeitungen waren denn Kollegen da?

Denn von den meisten Schreiberlingen - die Presse sei hier löblich ausgenommen - wird ja in den meisten Fällen eh nicht mehr verlangt als per Copy&Paste Texte diverser Agenturen ins DTP-Programm zu übertragen und dabei die diversen Wünsche der jeweils Inserierenden Partei zu berücksichtigen.
Dass man dort mit Hilfsarbeiterentlohnung ausreichend besoldet ist, würde ich jetzt mal voraussetzen.