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VÖZ wird Kündigung des Journalisten-KV zurücknehmen

29.10.2012 | 13:29 |   (DiePresse.com)

Die Journalisten-Gewerkschaft wird ihrerseits den Streikbeschluss aufheben. Der neue Kollektivvertrag soll spätestens mit 1. Juli 2013 in Kraft treten.

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Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) wird die Kündigung des Kollektivvetrags (KV) per Jahresende zurückziehen. Das gaben VÖZ und die Gewerkschaft GPA-djp nach einer Verhandlungsrunde am Montagvormittag  bekannt. Demnach habe man sich auf "ein Memorandum of Understanding mit einer Vorgangsweise zur vorläufigen Beilegung des Konflikts und zur Wiederaufnahme von Verhandlungen" geeinigt. Im Gegenzug akzeptiert die Gewerkschaft in der gpa-djp die mögliche neuerliche Aufkündigung des alten KV "zu jedem Quartalsende unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist". Außerdem soll der Streikbeschluss aufgehoben werden.

Die Aufhebung der Kündigung des Kollektivvertrages muss noch bei einer Vorstandssitzung des VÖZ abgesegnet werden. Das Gremium tagt am 14. November.

Die weiteren KV-Verhandlungen werden in Blöcken in Klausuren abgehandelt. Die erste Klausur wird vom 30. November bis zum 2. Dezember stattfinden. Bis zum 15. Februar sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein. Der neue Kollektivvertrag soll spätestens mit 1. Juli 2013 in Kraft treten.

Proteste vor VÖZ-Gebäude

Der VÖZ hatte die Kündigung Ende September angekündigt, nachdem Verhandlungen um einen neuen KV auch nach drei Jahren noch nicht abgeschlossen waren. Die Gewerkschaft hatte von einer "Kriegserklärung" gesprochen. Am vergangenen Montag hatten sich hunderte heimische Print- und Onlinejournalisten aus gut einem Dutzend Medienhäusern vor dem Gebäude des VÖZ in Wien versammelt.

"JournalistInnen schützen die Demokratie, Verleger gefährden sie" - "Geht's dem Journalismus schlecht, geht's uns allen schlecht" oder "Ich bin kein Schnäppchen" war auf den Bannern zu lesen. Unter den Teilnehmern waren auch Medienvertreter aus Salzburg, Nieder- und Oberösterreich. Öffentliche Versammlungen fanden am Montag auch in Graz, Salzburg und Innsbruck statt.

Die Verhandlungen über einen Kompromiss wurden in der Vorwoche dann auf heute, Montag, vertagt.

(Red./APA)

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