23.05.2013 09:26 Merkliste 0

ORF reformiert: Aus für Shows von Stöckl & Vera

29.10.2012 | 16:37 |   (DiePresse.com)

Im Jänner will der ORF den zweiten Schritt der Programmreformkette starten: Die "ZiB 20" wird verlängert. Am Freitag startet "Universum History".

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Ab Jänner will der ORF die nächste Stufe seiner Programmreformkette starten. Im Fokus stehen dabei der Ausbau der Information in ORF eins im Rahmen der "ZiB 20 Plus" und Optimierungen auf ORF 2. Das Okay für das TV-Schema will sich die ORF-Geschäftsführung bei der nächsten Stiftungsratssitzung am 15. November holen, die entsprechenden Pläne wurden am Montag an die Mitglieder des Programmausschusses versandt. Das Aus bedeuten die Programmumstellungen für die Sendungen "Stöckl am Samstag" und "Vera", das "auf diesem Sendeplatz" am Sonntag nicht mehr fortgeführt wird.

Barbara Stöckl und ihr Team arbeiten an neuen Konzepten, etwa für das - dem Plan nach entschleunigte und hintergründige - Diskussionsformat, das am Donnerstag den bisherigen "Club 2" ersetzen soll. Dieser soll ja künftig von einer einzigen Moderationspersönlichkeit getragen werden. Damit dürfte wohl wohl Stöckl gemeint sein. Auf den Sendeplatz von "Stöckl am Samstag" soll "Land und Leute" rücken und statt "Vera" wird es das Magazin "Zurück zur Natur" geben, das die zur Zeit sowohl im Print- als auch im TV-Bereich beliebten Themenfelder Nachhaltigkeit in Natur und Nahrung sowie gutes Leben abdecken soll.

Crossmediale Redaktionsteams

Kernelement des zweiten Schritts der Programmreformkette ist der Ausbau der "ZiB 20", die künftig wochentäglich um 19.45 Uhr starten und auf 17 Minuten ausgedehnt werden soll. Zum Vergleich: "Die Zeit im Bild" dauert circa 36 Minuten.

Die "ZiB 20" wird Nachrichten aus dem In- und Ausland, Kultur, Wissenschaft, Wetter und Sport speziell aufbereitet für junge Leute bieten. Die Ausdehnung der Nachrichtensendung ist auch als Pilotprojekt für die "Arbeitsmodelle der Zukunft" angelegt, was bedeutet, dass die Redaktionsteams step by step bi- bzw. trimedial arbeiten werden. Ziel ist die contentorientierte, crossmediale Produktion.

Auf ORF 2 soll das Reportageformat "Am Schauplatz" gestärkt werden. Es ist künftig jeweils am Donnerstag um 21.05 Uhr zu sehen und wird von Peter Resetarits als Moderationspersönlichkeit getragen. Neben einer 35-minütigen Hauptreportage soll es dabei noch ein zehnminütiges "Nachgefragt" geben, in dem besonders brisante oder berührende Fälle weiterverfolgt werden.

Dienstag Natur, Freitag Geschichte

Die Naturdokumentation "Universum" konzentriert sich künftig auf den Dienstag, am Freitag soll es mit "Universum History" um 22.30 Uhr eine geschichtliche Line-Extension geben. Das "Weltjournal" soll zusätzlich um eine Dokumentationsleiste "Weltjournal Plus" erweitert werden, bei der internationale Dokumentationen angeboten werden, die gesetzte Schwerpunkte inhaltlich ergänzen.

Lob von Wrabetz und Grasl

In einer der APA übermittelten Stellungnahme betonte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, dass die Erarbeitung des TV-Budgets wie auch in den vergangenen Jahren in dem Spannungsfeld zwischen dem gemeinsamen Ansinnen, so viel Geld wie möglich in innovatives, eigenproduziertes Programm zu investieren, und den betriebswirtschaftlichen Zwängen, den ORF in der Gewinnzone zu halten, stand.

"Uns ist beides gelungen: Wir werden weiterhin in unser Kernprodukt, das Programm, investieren und dem Stiftungsrat im Dezember dennoch ein ausgeglichenes Budget vorlegen. Dies ist nur möglich mit einem hochprofessionellen, loyalen Geschäftsführungs-Team, wie wir es derzeit haben", so Wrabetz.

Der Kaufmännische Direktor Richard Grasl räumte ein, dass die ambitionierten Pläne der Fernsehdirektorin "uns einiges abverlangt" hätten - "aber im Ziel, nämlich ins Produkt zu investieren und die Strukturen und Overhead-Kosten im ORF weiter zu verschlanken, waren wir uns immer einig". Schwarze Zahlen seien auch im Budget 2013 ein absolutes "must".

Für Fernsehdirektorin "solide"

Fernsehdirektorin Kathrin Zechner bezeichnete Sendeschema und Budget als "solide". "Ich bin sehr froh, dass es uns gemeinsam gelungen ist, die notwendigen budgetären Mittel dafür freizumachen und ab Jänner die nächste Stufe der Programmreformkette zünden zu können: noch mehr eigenproduziertes Programm in höchster Qualität für Österreich - mehr Information, mehr Regionalbezug, mehr eigenproduzierte Fiction. Diese Bemühungen und Unterstützung, das ORF-Fernsehen noch attraktiver zu machen, zeichnen diese Geschäftsführung aus."

Der Stiftungsrat wird das Sendeschema in seiner nächsten Sitzung diskutieren und - so die Erwartung der Geschäftsführung - beschließen. Voraussichtlich erst bis 15. November wird der Finanzplan 2013 an die Stiftungsräte versendet und dürfte dann in der Plenarsitzung am 13. Dezember beschlossen werden.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

66 Kommentare
 
12
Gast: bar
30.10.2012 16:19
3 0

warum straft man die zuseher weiter mit karlich?

zb. wen interessiert schon ein karlich-befragter herr

ob er denn noch kann und wenn ja wie oft?

ja gehts noch?


Re: warum straft man die zuseher weiter mit karlich?

Da bin ich natürlich ganz bei Ihnen! Die Karlich scheint ja bei mächtigen Küniglbergern ganze "Gebirge im Brett" zu haben. Bisher hat sie jedenfalls jede noch so umfassende Programmreform ohne jegliche "Kratzer" überlebt. Auch sonst prallt jede noch so sachlich fundierte Kritik an ihrem seltsamen Format wie von einer Gummiwand ab.

Was die geplante Progrmmreform insgesamt betrifft, so erwarte ich mir von ihr höchstens ein paar punktuelle Verbesserungen. Man verschiebt halt die diversen Tagesschwerpunkte von ihrem bis jetzt gewohnten Wochentag auf einen anderen. Sollen die Leute halt selbst in den Programmzeitschriften ihre Lieblingssendungen suchen! Und wirklich kreativ Neues ist schon allein deshalb kaum zu erwarten, weil die Leute in den diversen Abteilungen ja stets die selben bleiben.

Gast: smilefile
30.10.2012 15:50
1 0

Hm...TeleVisionen



"ARTE,- Phönix,- und BR!",...und darüber hinaus,..eigentlich kein Grund Televisionen zu haben,....

Ja,...und Sportsendungen im ORF sind grundsätzlich als Gesamtwerbeeinschaltungen zu sehen,- ...!

Warum ein Staatsfernsehen derart viel Werbung in Eigenregie haben muß,- ist auch zu hinterfragen! / ...

Stiftungsrat,- ...ist wohl ein schlechter Scherz!

Die grundsätzlich immer am Wochenende stattfindenen Ö1 Morgenradiosendungen zu den Themen Hebräer,- und Kriegsgeschehen,.....
ist eine Frechheit für den Pflichtbeitragszahler.

Diese Pflichtbeiträge sind,-...wie die Beiträge zu den Pflichtkammern,.........in dieser Form schon längst nicht mehr vertretbar,....

Vera Spulwurm,...no commend,...

Gast: Edrita
30.10.2012 12:26
2 0

Und die Kultur...

... ist ja durch die Mitwirkung des Burgschauspielers Nicholas Ofczarek in "Braunschlag" auch abgedeckt...

Gast: Nick P.
30.10.2012 12:01
6 0

Schade

Schade, das es nicht auch die Karlich trifft und die Uralt Altagsgeschichten und so manche unnötige Sportsendung !

Antworten Gast: xxx
30.10.2012 16:08
4 0

Re: karlich und ihre prolls

seit jahren wiederkäuende themen.

am lustigsten ist ja karlichs outfit.

schätze, sie ist die miesest gekleidete moderatorin europas, wenn nicht der ganzen welt !

Gast: luchs
30.10.2012 11:29
4 0

na endlich, vielleicht kommt der ORF noch

dahinter, dass er sich nicht als Versorgungsverein
für einen bestimmten, immer gleichbleibenden Kreis verstehen darf.Wer da mit wem verheiratet, verwandt oder sonst verbandelt ist,
müsste man veröffentlichen.

Antworten Gast: Plach2
30.10.2012 11:32
3 0

Re: na endlich, vielleicht kommt der ORF noch

Das ist doch praktisch. Da kann man nach dem Ausscheiden das betriebliche Telefonbuch behalten. Es müssen oft nicht einmal die Vornamen gewechselt werden.

Gast: Universal
30.10.2012 10:00
1 0

Universum History klingt ganz vernünftig

würd ich mir anschauen

Gott sei Dank!!!!!

... btw: wer schaut noch diesen Schrottsender?

Weg mit diesem zwangsfinanzierten

Staatsfernsehen! Wer ORF sehen will soll sich eine Entschlüsselungskarte besorgen und dann dafür bezahlen.
Es reicht, Schluss mit Zwangsgebühren!

Antworten Gast: Plach2
30.10.2012 11:31
3 0

Re: Weg mit diesem zwangsfinanzierten "Parteifernsehen"

100% richtig!

Wir brauchen kein Staatsfernsehen wie China, Nordkorea & Co.

Auch bei uns werden im Staatsfunk Parteigünstlinge mit hochbezahlte Jobs versorgt. Wer kein Parteibuch hat (Oberhauser) fliegt!

Nachdem diese Leute immer wieder mit den Zwangsgebühren nicht auskommen, wollen sie noch höhere Beiträge.

Wer ORF schauen will soll zahlen! Dann werden sie eher die Realität erkennen.

Viele amerikanische Serien senden Privatsender ohnehin viel früher.

Endlich

ist die Gutmenschensäuslerin Stöckl weg. Jetzt bitte noch aus für Harald Krassnitzer!

Antworten Gast: Markus 2012
30.10.2012 18:17
1 0

Re: Endlich

Nicht zu früh freuen, sie bastelt ja schon an der Nachfolge des Club2...

Re: Endlich

das unterschreibe ich sofort!

super...

... des einzig interessante setzt man auf 22:30 ....

Gast: Gasti
30.10.2012 07:22
7 0

Ich habe keine Lust

diesen Mist zu finanzieren. Ich verlange deshalb die Abschaffung der anachronistischen Gis Zwangsabgabe.

Der ORF muss endlich erwachsen werden und auf eigenen Beinen stehen.

Antworten Gast: ökono-mist
01.11.2012 03:43
0 0

Re: "Ich habe keine Lust"


Bedenken Sie realistischerweise: Weder als Gast noch als Gasti werden sie hier in Zukunft noch etwas fordern können. Und das ist ein gewaltiger Vorteil für ademokratische Zwangsmedien. Was eine Meinungsfreiheitsreduktion allerdings einem Printmedium bringen soll, ist mir schleierhaft - außer man spitzt dort auf das TV-Promoten von seichten "Incentives".

Gast: der mann aus la mancha: Auch wir Orfischen Seher…
30.10.2012 07:05
2 1

…gehen einen Leidensweg

Beide Diskussionsleiterinnen sind zum 1. kompetent, verbal reaktionsschnell und überdies ansehnlich beim audiovisuellen Hingucken. Da gäbe es einige andere (beim ORF) die bei mir kurzweg vom Bildschirm verschwinden würden. Z.B. ist der Freund im ZIB-Duett mit Frau Veith nicht auszuhalten (meine Beurteilung…). Beide gehören als Moderatoren seit langem abgelöst. Auch bei der Karlich ist der Wurm drin. Ewig die gleichen Beziehungskistenthemen. Nichts ist dort spannender wie die „oiden Runzelgsichter“ im trüben Greisenalter. Nix gegen alte Menschen, nur die Zuhörerschaft ist mit ihnen weit überladen.
Freilich wie ich die Zechner einschätze kennt die mit uns kein Mitleid?!? Auch die distinguierte Dame auf dem 2-Nachrichtenblock nach 17 Uhr wurde eliminiert. Sang und klanglos ist sie verschwunden. Wenn ich es richtig vermute will die Zechner das Unterste zuoberst kehren. Soll heißen: Wer das Unterste zuoberst kehrt, durchsucht alles gründlich und verursacht dabei ein großes Durcheinander. Die Konsequenz für die Seher: Ein wenig intelligentes Konglomerat zufälliger Konfusionen/Verwirrungen.

Na endlich ...

... sind die beiden weg vom Fenster!
Von der Rußwurm habe ich übrigens lange geglaubt, daß sie nur Ruß heißt: Und zwar deshalb, weil ich, sobald ich ihrer ansichtig wurde, SOFORT den Sender wechselte und nicht erst abwartete, bis sie sich mit ihrem vollen Namen vorstellen konnte ...

Antworten Gast: schussturm
30.10.2012 06:52
4 0

Re: Na endlich ...

ich wusste gar nicht, dass sie einen familiennamen hat.......
bei vera war schon gezappt

11 0

ORF

Vera und Stöckel abgesetzt , der ganze ORF gehört abgesetzt !
Privatisieren und keine Zwangsgebühren abkassieren , das ist doch ein Witz was die Künigelberger Mafia aufführt . Danke !

ja ja

und vormittags Kasperltheater im 1. und Nebel-Wetter-panorama im 2.

Hauptsache

step by step eine entschleunigte trimediale contentoritierte cross-over line extension.
Darauf haben wir Zwangsgebührenzahler nur gewartet.

1 0

Re: Hauptsache

Bei diesen inhaltsleeren Sinnloswörtern habe ich auch an typische Power-Point Füllerei für Sinnlos-Meetings gedacht.

Wobei dieser Denglisch Kauderwelsch sogar so abgedreht ist, dass er nicht einmal fürs Bullshit-Bingo in Frage kommt.

2 2

Alsi

ich freu mich über Universum am Freitag...

 
12