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ORF Postenbesetzung: Protest gegen Radiochef Amon

02.11.2012 | 18:45 |  ISABELLA WALLNÖFER (Die Presse)

Aufstand der Radiojournalisten gegen den geplanten Innenpolitikchef: „Wir wollen von keiner Partei dominiert werden.“ Die Ablehnung gegen Weinzettl sei nichts Persönliches.

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Das ORF-Radio soll einen neuen Innenpolitikchef bekommen. Just vor dem Superwahljahr 2013 mit der Bundesheervolksbefragung, einer Nationalrats- und mehreren Landtagswahlen – da seien „alle sehr hellhörig, wenn jemand von außen in die Redaktion kommen soll“, heißt es in der Radio-Information. Nach Ansicht der Redakteure sollte es sich um jemanden handeln, der journalistische Erfahrung in der Innenpolitik mitbringt. Nun hat Radiochef Karl Amon bereits seine Entscheidung bekannt gegeben: Er will Edgar Weinzettl auf den Chefsessel hieven. Doch dem derzeitigen Wortchef und stellvertretenden Chefredakteur von Radio Wien, den in der Radio-Innenpolitik „keiner kennt“, wie mehrere Quellen der „Presse“ erklärten, weht ein eisiger Wind entgegen.

Grund der Skepsis: Weinzettl sei „in der Innenpolitik nicht verankert – weder bei Journalisten noch bei Politikern“. Er sei zwar „kein Parteimensch“, aber seine Nähe zum roten Wien sei „kein Geheimnis“, so die Einschätzung der Kollegen. Die Ablehnung gegen Weinzettl sei nichts Persönliches – sie würde auch gelten, „wenn ein Schwarzer aus dem Landesstudio Niederösterreich nominiert wäre“, sagt einer. Vielmehr gehe es hier „um das System“: „Schon nach dem SPÖ-Sommerfest hat es geheißen: Die Roten kriegen die Innenpolitik.“ Dagegen werde man sich wehren: „Wir wollen von keiner Partei dominiert werden.“ Die Redakteure wollen einen unabhängig agierenden Journalisten als Ressortchef. So wie den früheren Innenpolitikchef Hannes Aigelsreiter, der zum Radiochefredakteur avancierte: „Der hat eine gelebte Tradition aufgebaut, dass bei uns keiner dreinredet“, sagt ein Redakteur. So leben es auch sein interimistischer (und, wenn es nach Aigelsreiter geht, auch definitiver) Nachfolger Andreas Jölli sowie Stefan Kappacher, der wiederum Jölli in dessen Abwesenheit vertritt. Beide gelten als Favoriten der Redaktion: Bei der Abstimmung der Redakteursversammlung erhielt Kappacher im ersten Durchgang 15 Stimmen, Jölli 13 – Weinzettl nur eine. Der zweite Wahlgang endete 26 (Kappacher) zu 19 (Jölli).

 

Versammlung und Flashmob geplant

Für Montagmittag wurde im ORF-Radio zu dem Thema eine Redakteursversammlung einberufen. Am Dienstag wollen sie in der Mittagspause in einem Flashmob vor dem Funkhaus protestieren – und dürfen sich der Sympathien der Kollegen aus dem ORF-Fernsehen gewiss sein. So twitterte etwa „ZiB2“-Anchor Armin Wolf, dass in einem Wahljahr wie 2013 „ein Innenpolitik-Routinier als Ipo-Chef wohl selbstverständlich“ wäre. Die letztgültige Entscheidung trifft ORF-General Alexander Wrabetz – nach einem noch ausstehenden Gespräch mit Redakteursvertretern – kommende Woche.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.11.2012)

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26 Kommentare
 
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Gast: der mann aus la mancha
03.11.2012 16:01
2 0

Herr, lass sie werden wie ICH…

Der ganze ORF ist durchseucht mit angepassten Windelhosenträgern/innen. Der Posten-und Pöstchenschacher ist bei denen am Küniglberg gelebte Tages(un)kultur. Wird mir ständig bei KONKRET bewusst gemacht. Kaum tanzt ein Akademiker zu irgendeinem Thema an, überschlagen sich die beiden Moderatorinnen in …antichambrierenden Doktorand-u. Magisterhymnen. Dabei verbiegen sie regelrecht den Oberkörper und ihre (...) Verbalphonetik treibt mir schieres Angstgrauen in die angelegten Hörmuscheln. Will die beiden sonst ansehnlichen Damen nicht beleidigen, nur diese aufgesetzte Titelsucht ist eine besonders unangenehme Österreichische Spezialität. Wie der orfische Postenschacher. Es gilt die Unschuldsvermutung

Gast: VÖZ
03.11.2012 15:42
6 0

Gleichschaltung

und für die Gleichschaltung im Stile der Sowjets wollens eine Haushaltsabgabe selbst von jenen, die über keine Empfangsgeräte (=Volksempfänger) verfügen?

Antworten Gast: Marion66
03.11.2012 15:58
5 0

Re: Gleichschaltung

100% richtig!

Warum schweigt auf einmal die ÖVP dazu?

Post, ÖBB, OMV, Flughafen..... immer wieder will diese ÖVP Staatsbetriebe privatisieren. Warum nicht auch der ORF?

Amerikanische Serien senden die Privaten billiger.

Gast: Oktober
03.11.2012 15:28
8 0

Die ganz Wahrheit

Der Fisch beginnt beim Kopf zu stinken.

Wrabetz bringt nichts zustande.
Eindeutig ablösereif.
Sofort.

Antworten Gast: Plach2
03.11.2012 15:53
6 0

Re: Die ganz Wahrheit

Freiwillig räumen solche Typen ihren hochbezahlten "Parteiposten" nicht.

Wahltag ist Zahltag!
Etwas anderes verstehen SPÖ+ÖVP nicht.

Oder wollen wir weiterhin ein* Staatsfernsehen/Staatsradio wie in Iran, Nordkorea oder Kuba?

"Ein" ist viel zu wenig; da gibt es auch noch 9 Landes-Staatsfunk´s.
Dafür müssen wir immer höhere Zwangsgebühren bezahlen....


Gast: Baur4
03.11.2012 13:27
6 0

SPÖ+ÖVP verhalten sich so als ob ihnen auch der ORF gehören würde!

Ähnlich wie in Nordkorea oder China entscheiden die Parteisekretariate wer für den Staatsfunk "qualifiziert" ist. Ohne dem richtigen Parteibuch läuft gar nichts.

Diese Parteigünstlinge berichten uns dann ihre "unabhängigen Informationen". - Da kann sogar der Putin noch einiges lernen!

Damit diese Polititgünstlinge weiterhin ihre satten Pfründe genießen können müssen wir auch noch immer höhere Zwangsgebühren bezahlen.

Gast: PÖHSE
03.11.2012 12:54
0 9

Bemerkenswert: Berufsverbot für angebliche Sozis

durchgesetzt vom Mob
wie in den 30ern

Antworten Gast: Der Gute
03.11.2012 14:46
10 0

Wieso das? Der ORF ist doch fast nur mit Sozis besetzt!


Zumindest an den entscheideden Positionen.

Also eher wie in den 20ern. Vom 21 Jahrhundert. In Österreich und Nordkorea.

Antworten Gast: PÖHSE
03.11.2012 13:33
5 0

Re: Bemerkenswert: Berufsverbot für angebliche Sozis



DAS ist erkenntlich nicht vo mir !!
LOL .

Ihr 'Mob' ist ja die Summe der Sozis .

Gast: PÖHSE
03.11.2012 12:51
9 0

ORF zusperren !


Keine Zwangsgebühr für Paddeiheinis und ihren Dodlfunk mehr .

Die p.t. Herrschaften sind herzlich eingealden, sich einen Privatsender mit privaten Geldgebern zu basteln .

Don't hold your breath !

Gast: Fix it
03.11.2012 10:52
11 0

Willkommen bei Radio Sowjet!


Bei der Abstimmung der Redakteursversammlung erhielt Kappacher im ersten Durchgang 15 Stimmen, Jölli 13 – Weinzettl nur eine. Der zweite Wahlgang endete 26 (Kappacher) zu 19 (Jölli).

Aber das Politbüro hat sich "demokratisch" gegen die Abstimmung, für den Genossen Weinzettl entschieden!

Auf die Internationale!

Freundschaft!

17 1

wo bleibt die EU? Oder wird das nur in Ungarn und bei Nichtlinken gemacht?


Gast: Rotfunkantenne
03.11.2012 08:53
16 1

Einfache Formel: Rotfunk

Braucht Rotfunker!

ihr müsst es so machen wie diePresse

also einen chef aus den eigenen reihen küren, der aufgewachsen ist im kollegialen filz und natürlich nichts daran ändern will, denn einem freund tut man nicht weh!

dann geht es auch beim radio ähnlich bergab....

Der war gut, Genosse



Der rote Karl Amon holt sich für das Wahljahr einen Innenpolitikchef aus dem Bereich des rot-grünen Wien.

Fühlen die Grünen sich unterversorgt im roten ORF? Oder sind sie durch die besonders positive und überproportional lange Berichterstattung in den ZIBs auf den Geschmack gekommen?

Gast: UKW
03.11.2012 05:26
14 0

Den Schwarzen ist wirklich nicht mehr zu helfen

Der ORF ist ohnehin schon dunkelrot, und dann macht sich der Statthalter vom Pröll dafür stark, dass noch ein paar Rote installiert werden. Dafür geht der Häupl mit dem Pröll nachher wieder einen trinken.

Damit die SPÖ den Erwin Pröll in seinem Provinz-Landesstudio werken lässt wie er will - verkauft er den restlichen ORF an die SPÖ.

So wirkt das Ganze auf mich.

Aber wie komme ich dazu, den Rotfunk ertragen zu müssen? Nur damit der Pröll - dank Landesstudio NÖ - sein Leben lang Landesfürst bleiben kann?

Österreich ist deshalb krank, weil bestimmte Politiker ihren eigenen Machtgelüsten alles andere unterordnen.

Antworten Antworten Gast: UKW
03.11.2012 13:30
5 0

Re: Damit die SPÖ den Erwin Pröll in seinem Provinz-Landesstudio werken lässt wie er will - verkauft er den restlichen ORF an die SPÖ.

Richtig. Wobei ich glaube, dass Häupl und Pröll schon vor Jahren einen Nichtangriffspakt im jeweils anderen Bundesland abgeschlossen haben. Was die Schmää-Kandidaten Onodi, Görg, Marek, Hahn... auch anschaulich gezeigt haben.

Antworten Antworten Gast: Der unbekannte Redakteur
03.11.2012 10:19
6 0

Re: Damit die SPÖ den Erwin Pröll in seinem Provinz-Landesstudio werken lässt wie er will - verkauft er den restlichen ORF an die SPÖ.


PRIVATISIERT ENDLICH DIE LANDESSTUDIOS!!!!!

Damit Pröll, Häupl & Co keine persönlichen Spielwiesen mehr haben.

Die wir ihnen mit unserem Steuergeldern finanzieren!!!!

12 1

Immerhin...

...wird es jetzt keinerlei Interventionen seitens der Politik mehr geben, das ist ja nicht mehr nötig.

Ist auch was positives.

18 1

kultur hat rot zu sein !


so tönt es aus allen ecken.

und mir graut davor.

.

Köstlich...

„Schon nach dem SPÖ-Sommerfest hat es geheißen: Die Roten kriegen die Innenpolitik.“

Ist das nicht herzallerliebst? Alles schön aufgeteilt nach Parteifarben- für den Bildungsauftrag!

Privatisieren die Bude, aber fix! Sollen die Parteien doch selber für ihren Propagandasender zahlen!

Gast: GastA
02.11.2012 22:21
13 0

Grünfunk und kein Rotfunk

linksgefärbt sind die Meldungen allemal - nur wer die Themen vorgibt ist halt wer anderer.

Den Zustand eines Staates kann man auch an dem Zustand seiner Medien erkennen



Rassistische Scherze

Gewalttäter für die Quote

Die SPÖ handelt in ihm, als wäre er eine Teilorganisation

Und das alles unter einem Dach: Österreichs ORF

Gast: KHuber
02.11.2012 21:01
32 0

„Wir wollen von keiner Partei dominiert werden.“

Werds munter - ihr seids eingefärbt bis ins Mark, vom Chef bis runter zur Putze!

Naja, immerhin fast richtig

Original Zitat: "Wir wollen von keiner Partei dominiert werden."

Richtig wäre natürlich: "Wir wollen von keiner ANDEREN Partei dominiert werden."

Denn nicht das aus dem Ö1 Programm aus einem Propagandasender im Bereich AL und AS auch außerhalb der Nacht noch ein Kultursender entsteht.

 
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