@pontifex: Der Papst twittert in acht Sprachen

03.12.2012 | 17:06 |   (Die Presse)

Papst Benedikt XVI. ist erst ab dem 12. Dezember auf dem Kurznachrichtendienst Twitter aktiv und wird Fragen zu religiösen Themen beantworten. Schon jetzt hat er über 90.000 Follower.

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Noch hat Papst Benedikt XVI. zwar keine Nachricht auf dem Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht, das Interesse an seinem Konto ist aber dennoch groß: Binnen weniger Stunden ist die Zahl jener Menschen, die ihm auf Twitter folgen wollen, auf über 90.000 angewachsen. Der Vatikan hatte zu Mittag bekannt gegeben, dass der Papst ab 12. Dezember Fragen zu religiösen Themen, die mit dem Stichwort #AskPontifex versehen sind, beantworten wird. Nicht er wird die Nachrichten verfassen, aber „Textvorschlägen seiner Mitarbeiter die Zustimmung“ erteilen.

Bald zwei Papst-Filmbiografien

Neben dem Hauptauftritt @pontifex in Englisch betreibt der Vatikan sieben weitere Twitterkonten in den Sprachen Deutsch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch, Polnisch und Arabisch.

Indessen hat die deutsche Filmbranche das Leben des Papstes als attraktiven Stoff entdeckt: In München teilten am Samstag die katholische Tellux Film und die Rat Pack Filmproduktion mit, dass ein TV-Zweiteiler nach dem Buch „Mein Bruder, der Papst“ von Georg Ratzinger und Michael Hesemann entstehen soll: Noch Ende 2011 hatten sich die Firmen die Verfilmungsrechte gesichert, gedreht werden soll im Sommer 2014 an Originalschauplätzen, das Drehbuch schreibt Wolfgang Limmer („Pfarrer Braun“).
Auch im Sommer 2014 soll eine Papstbiografie von Peter Seewald erscheinen, der als Vertrauter des katholischen Kirchenoberhauptes gilt. Diese wird ebenfalls verfilmt, und zwar für das Kino, wie die –  auch in München beheimatete – Odeon Film bekannt gab. Den Zeitvorsprung der Konkurrenz wird man nicht einholen können,  man setzt auf Expertise: Peter Seewald wird auch als Drehbuchberater engagiert. apa/awa/hub

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.12.2012)

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9 Kommentare

der Pope

ist ein Relikt

überflüssig

zum letzten mal gesehen um 431

breviloqui

heißt also twitter auf Latein.

Ich danke meiner braven Schwesterzeitung, dass sie darüber berichtet, dass seine Heiligkeit jetzt twittert und sein Leben verfilmt werden soll, während die Ermittlungen des Verfassungsschutzes gegen Priester wegen Verhetzung und Wiederbetätigung geflissentlich verschwiegen wird.



http://www.spiegel.tv/?t=1108.473#/filme/magazin-25112012/




Re: Ich danke meiner braven Schwesterzeitung, dass sie darüber berichtet, dass seine Heiligkeit jetzt twittert und sein Leben verfilmt werden soll, während die Ermittlungen des Verfassungsschutzes gegen Priester wegen Verhetzung und Wiederbetätigung geflissentlich verschwiegen wird.


Die Presse ist im Besitz der römisch-katholischen Kirche:

„98,33 % der Anteile sind im Besitz der Katholischer Medien Verein Privatstiftung (vormals Katholischer Preßverein Privatstiftung) und zu 1,67 % im Besitz des Katholischen Medien Vereins (vormals Katholischer Preßverein)“

„…Meilensteine der Unternehmensentwicklung waren … die schrittweise Übernahme der österreichischen Traditionszeitung Die Presse ab 1991.“

vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Styria-Verlag

vgl. http://diepresse.com/unternehmen/sales/online/532662/Offenlegung-fuer-Die-Presse-Digital



Jetzt....

hat der Papst also auch schon ein Smartphone? Die sollten sich eher anders modernisieren.

Keine Frauen als Prister...

...aber TWITTERN tun´s. So lachhaft und unglaubwürdig, dieser Verein!

Re: Keine Frauen als Prister...

Tolle Logik:
Nur Religionsgemeinschaften, die Frauen als Priester haben, dürfen twittern?

Re: Re: Keine Frauen als Prister...

nein aber es wäre sinnvoller für die Menschheit wenn sich die einmal mit anderen modernen Themen wie zb Kondome gegen aids beschäftigen würden anstatt mit twittern!

Re: Keine Frauen als Prister...

Der Kompromiss ist doch okay und hat über die Jahrhunderte funktioniert: Sie nehmen zwar nur Männer, die tragen dafür aber Kleider in warmen Farben.

Meinung

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