Sparmaßnahmen auch bei Zeitung "Der Standard"

03.12.2012 | 17:18 |   (DiePresse.com)

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Printmedien seien schlechter geworden, sagt Geschäftsführer Bergmann. Kündigungen soll es nicht geben.

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Nach den Tageszeitungen "Kurier", "Die Presse" und "WirtschaftsBlatt" hat nun auch "Der Standard" mit Sparmaßnahmen begonnen, wie "Standard"-Geschäftsführer Wolfgang Bergmann am Montagnachmittag der APA bestätigte. Konkrete Details zu Volumen oder Ausprägung der Einsparungen wollte Bergmann nicht nennen. Kolportiert wurden zuletzt unter anderem das Zurückfahren von Umfängen und Abstriche bzw. Kürzungen bei Autorenverträgen. Kündigungen soll es nach derzeitigem Stand nicht geben.

Schreiben machte auf Facebook die Runde

Die wegen der schwächelnden Konjunktur und des schlechten Inseratenjahres notwendigen Einsparungen wurden in den vergangenen Tagen bekannt, nachdem via Facebook und Twitter ein Schreiben an "Standard"-Autor und -Zeichner Tex Rubinowitz kursierte, in dem dieser über die Einstellung seiner TV-Karikaturen in der "Standard"-Wochenendausgabe informiert worden war. Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid begründete die Änderung mit der "wirtschaftlichen Situation".

"Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Printmedien sind heuer und wohl auch in nächster Zeit schlechter als zu den beiden großen vorangegangenen Krisen nach 9/11 und nach der Lehmann-Pleite", erklärte "Standard"-Geschäftsführer Bergmann dazu am Montag. "Wie in den vorangegangenen Krisen muss 'Der Standard' wie die gesamte Printbranche auf diese Rahmenbedingungen mit Sparmaßnahmen reagieren und hat damit auch schon begonnen."

Keine Angaben zu konkreten Sparmaßnahmen

Wie diese Sparmaßnahmen konkret aussehen und um welche Summen es geht, dazu hält man sich beim "Standard" aber bedeckt. Bergmann: "Ich bitte um Verständnis, dass wir aus Wettbewerbsgründen zu Budgetfragen generell keine Angaben machen."

"Der Standard" übersiedelt im Winter 2012 von der Herrengasse in den Bezirk Landstraße in die Zollamtsstraße.

(APA)

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11 Kommentare

die sollen endlich diese unnötige presseförderung abschaffen,

wie kommt der steuerzahler dazu, jedes XY käseblattel mitzufinanzieren - und sich vielleicht auch noch beschimpfen zu lassen, weil seine meinung nicht konform ist

wer weiss

ob die Zeitungskrise nicht auch was Gutes an
sich hat.

"Linke Blattln" gibts halt mehr als genug

Das spürt der Standard, will es aber nicht wahrhaben.

Re: "Linke Blattln" gibts halt mehr als genug

Was verstehen Sie unter linke Blattln? Alle Zeitungen die objektiv über etwas berichten ???

Re: Re: "Linke Blattln" gibts halt mehr als genug

Der Standard ist von objektiv weit entfernt und links bis zum Anschlag.

Ein gutes Beispiel z.B. gerade heute. Der Artikel in der "Bildung" Rubrik über das Interview mit Schmied und dem (OECD) Pisa-Chef. Die Presse titelt neutral mit einem Zitat aus dem Interview: "PISA-Chef: "Entweder ich bin ein Genie oder halt nicht""

Der Standard hingegen titelt linkspropagandistisch: "OECD gibt Schmied recht"

Dabei spricht sich die OECD z.B. auch für Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren aus, also etwas was ÖVP-Minister Töchterle fordert. Doch bevor ein Standard-Journalist "OECD gibt Töchterle recht" in die Tastatur tippt beißt er sich vorher seine Finger ab.

Das rosa Schasblattl vermisst....

eh keiner wenns eingeht.

Re: Das rosa Schasblattl vermisst....

Ich würde den Standard vermissen. Ich kann lesen und interessiere mich nicht für Bsikinibildchen und anderes. By the way, was lesen Sie?

Re: Re: Das rosa Schasblattl vermisst....

Bsikinibildchen kenn ich nicht. Ich lese hier auf presse.at, ist nicht ganz so linkslastig wie beim, rosa blattl.

Wie

wäre es mit Nullohnrunden?

zuviel

Presseförderung unproduktiv verprasst, und keine Taxator-Inserate? ja dann ..

Wie wäre es mit

Gehälter kürzen!

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