Nadja Bernhard: Das neue Gesicht in der "Zeit im Bild"

04.12.2012 | 18:11 |   (Die Presse)

Die 37-jährige Nadja Bernhard wird ab Mitte Dezember statt Hannelore Veit die "Zeit im Bild" moderieren.

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Damit hat niemand, am wenigsten sie selbst gerechnet, sagen Kollegen im ORF: dass Nadja Bernhard nach nur zehn Monaten ihren neuen Job aufgeben werde. Erst im März übernahm sie mit Freude die Moderation des „Kulturmontag“ – doch Beobachtern war bald klar, dass es die Journalistin irgendwann wieder ins reine Nachrichtengeschäft zurückziehen werde.

Das ist nun passiert. Weil Hannelore Veit mit Jahreswechsel als Leiterin des USA-Büros nach Washington zieht, wurde eine „Zeit im Bild“-Nachfolgerin gesucht und in Bernhard gefunden. Damit hat die gebürtige Kanadierin, die im Alter von acht Jahren mit ihrer Familie in die Steiermark zog, überraschend schnell Karriere im ORF gemacht. Vielleicht war es nicht die schlechteste Taktik, möglichst lange auf Distanz zur Zentrale auf dem Küniglberg in Wien zu gehen – so macht man sich jedenfalls weniger Feinde.

Schon 2001 begann Bernhard, die Publizistik und Kunstgeschichte studiert hat, während eines Auslandssemesters in Rom für den ORF zu arbeiten. Nur sehr kurz hielt es sie im Landesstudio Steiermark, lieber ging sie zurück nach Rom, ab 2008 dann als Korrespondentin nach Washington, von wo sie aus dem Erdbebengebiet in Haiti berichtete. Mitte 2010 bezog sie erstmals nach über zehn Jahren im Ausland einen Schreibtisch in der „Zeit im Bild“-Redaktion in Wien.Künftig wird sie mit Eugen Freund die Hauptnachrichten moderieren. Die beiden kennen und schätzen einander, Freund schwärmt von der guten Chemie zwischen ihnen: „Das wird sehr gut mit uns funktionieren“, glaubt er. Bernhard spricht fließend Englisch und Italienisch und Kollegen erkennen an, dass sie besonders schnell in neue Rollen, wie zuletzt in die Sendungsmoderation im „Kulturmontag“, wächst. ORF-Fernsehchefin Kathrin Zechner ist das offenbar auch aufgefallen.

Den Gips, den Bernhard seit einem unglücklichen Sturz beim Spazierengehen mit ihrem Hund tragen musste, hat sie vor Kurzem gegen eine praktischere Schiene tauschen können. Viel Zeit zur Schonung bleibt ihr nicht, denn Veit nimmt schon am 13.Dezember Abschied. Bernhard wird Freund kurz darauf in der „ZiB“ verstärken. AWA[ORF]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.12.2012)

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24 Kommentare

und mit wem ist sie liiert?

pardon was war ihre qualifikation. habe gerade einen kulturmontag gesehen. sagt genug aus.

Wie in Nordkorea oder China

Jedes neue Gesicht was uns dieser Staatsfunk so präsentiert hat vorher die Zustimmung einer Parteizentrale erhalten.

SPÖ+ÖVP haben sich auch den Staatsfunk untereinander im Proporz aufgeteilt. Dafür sollen wir immer höhere Zwagsgebühren bezahlen.

Re: Wie in Nordkorea oder China

Und ist die Neue rot oder schwarz ? Auf mich wirkt sie farblos und fad - welche Partei ist das ?

best looking face

Endlich mal ein schön anzuschauen, was ja eher selten ist beim ORF

Egal

Ich bin einer von den komischen Typen denen die Verpackung nicht so wichtig ist, wie der Inhalt dieser Sendung.

ab jetzt

gehts bergauf

Ja, die Veit war eh a bissl fad,

aber die Neue hat ne geile Ausstrahlung, finde ich. Da kommen ATV und PULS nicht mit.

10

Ist das einem Presse Artikel Wert ?

ist das nicht egal wer die Nachrichten vorliest ?

neues Gesicht

aber ur-alte Doktrin

also: viel Spaß beim ORF Konsum , Lemminge

sie ist einfach "nur" sehr gut,

so schaut's aus...

gratuliere und alles gute für diese neue herausforderung!

Aber Hallo!

Ds meiste wird vom Telepromper abgelesen!
Die Texte hat ein Team verfasst!

Sie hat eine sehr angenehme Stimme und sieht gut aus!

So what!

Es ist völlig egal wer die AK moderiert.


ZIB 1 mit neuen Gesicht

Nadja Bernhard ist eine sehr gute Wahl der ORF-Verantwortlichen

Nicht unfesche Frau

Aber leider Rotfunkerin!

Re: Nicht unfesche Frau

Das mit der "Rotfunkerin" stimmt jedenfalls.
Im "Kulturmontag" war sie völlig überfordert, hat gewirkt wie eine Tote auf Urlaub.

Der...

Herr Rainer hat seine Dreckpratzen eben fest im ORF...

und unter vielen Röcken dort...

Re: Der...

was sie alles wissen...

Da gibt es genug Beispiele beim Staat oder staatsnahen Betrieben

Nach vorheriger "waagrechter" Lage geht es wenig später "sekrecht steil" nach oben.

Na leicht wird sie es nicht haben neben dem Freund

Hoffentlich schaut Sie nicht auch nach ein paar Monaten so aus wie Ihre Vorgängerin,lustlos und frustriert.

Eine Rot/Grüne nehme ich einmal an

(im Gegenzug darf der Pröll in seinem Minimundus-Sender ORF-NÖ weiter tun und lassen was er will)

was hat die für ein Parteibuch, mit welcher

ORF - Person, oder ORF - nahen Person ist sie verwandt, befreundet oder sonst irgendwie verbandelt , wer schuldet ihr Dank für welche Dienste ?

interessant

in Ö wird main zum elder statesman wenn man nachrichten vorlesen kannn... überall anders muss man zumindest einen "state" stark beeinflussen, besser leiten!

Re: interessant

.... oder ausnehmen wie Vranitzky, Klima,...

Brauchen wir wirklich einen solchen Staatsfunk?

SPÖ+ÖVP verhalten sich so als ob ihnen der gesamte ORF gehören würde.

Seit dem Krieg haben sich SPÖ+ÖVP den gesamten ORF im Proporz untereinander aufgeteilt.

So wie in Nordkorea China & Co werden Leute erst nach Rücksprache mit der jeweiligen Parteizentrale bestellt.

Dafür müssen wir auch noch immer höhere Zwangsgebühren bezahlen.

Meinung

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