Strategieprozess: ORF beauftragt Boston Consulting

16.01.2013 | 14:40 |   (DiePresse.com)

Bis Herbst soll eine Gesamtstrategie für die Zukunft des Öffentlich-Rechtlichen gefunden sein. Werner Herics wird das Projekt leiten.

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Der ORF holt sich das Beratungsunternehmen Boston Consulting Group an Bord, das in den kommenden Monaten den ORF-Strategieprozess begleiten soll. Im zweiten Quartal 2013 soll die Gesamtstrategie, mit der der ORF bis ins Jahr 2020 zukunftsfit gemacht werden soll, vom ORF-Stiftungsrat verabschiedet werden. Noch im Jänner will ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz dem Aufsichtsgremium seine Überlegungen zu den programm-, content- und markenstrategischen Perspektiven in Fernsehen, Radio, Online und den Landesstudios darlegen.

Dazu findet am 31. Jänner eine Klausur des obersten ORF-Gremiums statt, "in deren Rahmen die Geschäftsführung und weitere Expertinnen und Experten des ORF ihre programmstrategischen Überlegungen mit den Mitgliedern des Stiftungsrates diskutieren werden", wie Wrabetz am Mittwoch in einer ORF-internen Mitteilung bekannt gab.

Die Boston Consulting Group soll den Strategieprozess begleiten, ihre Erfahrungen aus internationalen Medienprojekten einbringen und die strategischen Überlegungen des ORF einem Benchmarking im internationalen Vergleich unterziehen, hieß es darin weiter.

Werner Herics leitet das Projekt

Außerdem gibt es mit Werner Herics einen Leiter des Strategieprojekts. Herics war zuletzt gemeinsam mit dem heutigen "Die Presse"- und "WirtschaftsBlatt"-Geschäftsführer Michael Tillian Vorstand der Regionalmedien-Austria AG. Mehr als 15 Jahre war er auch für den ORF tätig, unter anderem als Auslandskorrespondent und Ö1-Journalmoderator.

Das Strategieprojekt wurde bereits im Vorjahr gestartet, im Herbst gab es in dem Zusammenhang eine Klausur des Stiftungsrats, bei der es vor allem um die finanziellen Rahmenbedingungen und die Auswirkungen des technologischen Wandels auf den ORF ging. Eines der Kernelemente ist die Forderung nach der Einführung einer Haushaltsabgabe.

ende Jänner sollen zwei Personalentscheidungen stehen

Bei der Stiftungsratsklausur Ende Jänner könnten darüber hinaus zwei wichtige Personalentscheidungen beschlossen werden. ORF-Art-Direktor Michael Hajek soll zum Geschäftsführer der neuen ausgelagerten Tochter für Promotion, Design und Grafik bestellt werden.

Daneben soll auch die Entscheidung über einen neuen Geschäftsführer der Gebühren Info Service GmbH fallen. Als einer der Kandidaten für den Posten wird Gerald Grünberger, Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ), gehandelt. Grünberger, der als ehemaliger Mitarbeiter des früheren VP-Medien-Staatssekretärs Franz Morak über beste Kontakte zur ÖVP verfügt, könnte dabei behilflich sein, politische Überzeugungsarbeit bei der Verlängerung der Gebührenrefundierung sowie der Einführung einer Haushaltsabgabe zu leisten, heißt es.

(APA)

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13 Kommentare
4 0

Rotfunk privatisieren!


ORF beauftragt Boston Consulting - könnt ihr das nicht selber?

mit unseren zwangsgebühren die meinung fremder einholen.


8 0

die Zukunft des ORF liegt in der Privatisierung

die Sozis sollen sich ihren Parteifunk gefälligst selbst finanzieren!

Wir brauchen keinen Staatsfunk.....

...daher keine Consulting Firma die um viel Geld Strategie macht.

Planlos?

So sagt man doch dazu wenn ein hochbezahlter Vorstand keine Strategie hat - oder? Ist, eine Strategie zu haben, nicht der Hauptgrund, warum man überhaupt Manager beschäftigt? Ansonsten würden ja viel billigere Verwaltungskräft genügen... ;-)

Re: Planlos?

Sie sind nicht in der Lage eine Zukunftsstrategie zu definieren und zu implementieren. Deshalb brauchen sie die BCG. Das geht nicht um Millionen von €.

ORF

ist Verdummung.

"Strache will dem ORF die Zwangsgebühren streichen"


Bei Interesse googeln!

FPÖ-Obmann HC Strache hat die unausgewogene Berichterstattung des ORF satt. Das Bürgerforum zum Thema Wehrpflicht, in dem Kanzler Faymann und Vize Spindelegger gegenüber der Opposition klar privilegiert wurden, habe wieder einmal die fehlende Objektivität des gebührenfinanzierten Staatsrundfunks gezeigt, erklärte Strache in einer Pressekonferenz und forderte daher Konsequenzen. Bei einer Regierungsverantwortung der FPÖ unter seiner Kanzlerschaft würden die Zwangsgebühren ersatzlos gestrichen, versprach Strache.

Re: "Strache will dem ORF die Zwangsgebühren streichen"

strache soll erst mal den br**nen ball in der hofburg streichen!

9 0

Gebühr abschaffen

... Grünberger, der als ehemaliger Mitarbeiter des früheren VP-Medien-Staatssekretärs Franz Morak ... Freunderlversorgung ist der Grund für die Existenz dieser Geldvernichtungsmaschine.

Wenn ich da an die Serie "House of Lies" denke...


18 1

Den linken Propagandasender zusperren oder verkaufen

Eine Frechheit so etwas zwangsfinanzieren zu müssen.
Österreich das letzte Ostblockloch.

Re: Den linken Propagandasender zusperren oder verkaufen


Wer würde diesen miesen, vermurksten Saustall jemals kaufen?

Meinung

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