Scharfe Kritik an Stronach-"Festspielen" auf Puls4

18.02.2013 | 17:09 |   (DiePresse.com)

Frank Stronach bleibt der "Elefantenrunde" des ORF Niederösterreich fern, kommentiert diese aber auf Puls 4. Der Privatsender widmet ihm zudem eine Dokumentation.

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"Das Superwahljahr 2013 auf Puls 4". In einer Aussendung vom Montag präsentiert der Privatsender seine TV-Spezialsendungen zu den Landtagswahlen in Kärnten und Niederösterreich, die beide am 3. März stattfinden. Dabei lohnt es sich einen genauen Blick auf den 24. Februar (Sonntag) zu werfen: Frank Stronach, Spitzenkandidat des von ihm gegründeten Team Stronach, wird von 11.55 bis 12.35 Uhr die Elefantenrunde live kommentieren. Zur Erinnerung: Der Unternehmer hatte seine Teilnahme an der TV-Diskussion des ORF Niederösterreich abgesagt, bei der Landeshauptmann Erwin Pröll (VP), LHStv. Sepp Leitner (SP), Landesrätin Barbara Rosenkranz (FP) und Klubobfrau Madeleine Petrovic (Grüne) von 11.05 bis 12.00 Uhr verbal die Klingen kreuzen werden.

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Am selben Tag zeigt der Sender Puls 4 zudem zur Prime Time um 20.15 Uhr die Dokumentation "Die große Frank Stronach Story" sowie um 23.05 Uhr ein "Pro und Contra"-Spezial zu Frank Stronach. Auf Twitter kritisieren mehrere Journalisten wie ORF-Anchorman Armin Wolf ("Da sag ich im Profil, F. Stronach soll sich einen TV-Sender kaufen und dann kommt diese OTS ... Hab ich was versäumt?") die Konzentration auf Frank Stronach. Andreas Schneider tweetet: "Stronach-Festspiele auf einem angeblich unabhängigen Sender. Schade. Puls4 ist nicht mehr ernst zu nehmen." Kolumnist und Comedian Dieter Chmelar schreibt: "Was der Lugner für ATV, das ist der Stronach für Puls4:  ein 'Autounfall"-Promi. Man will zwar nicht hinschauen, kann aber nicht wegschauen.'"

>>Überblick über die Diskussion auf Twitter: "Wie der Lugner auf ATV"

Corinna Milborn, Anchorwoman von "Guten Abend Österreich" auf Puls 4, hat ebenfalls per Twitter reagiert: "stronach-doku ist wohl wg aktualität am so programmiert -ist aber andere abteilung und ich kenn sie nicht, werde macherin um antwort bitten". Und: Das Stronach-Interview sei nach der Elefantenrunde:  "Live-Kommentar ist missverständlich."

Übrigens versteht man beim Team Stronach nicht, warum hier kritisiert wird - und schreibt selbstbewusst auf Twitter: "Puls4 beweist im Unterschied zum ORF echte Unabhängigkeit mit dem "Frank Stronach"-Day am 24.Feber. So muss Fernsehen sein."

ORF bedauert Absage Stronachs

"Frank Stronach war bei uns eingeladen und hat dann abgesagt, was wir sehr bedauern", erklärte ORF-Kommunikationschef Martin Biedermann auf APA-Nachfrage. Was er nun bei Puls 4 im Zuge des "Wahl-Spezial" macht, "ist deren Angelegenheit". Man werde aber jedenfalls darauf achten, dass Puls 4 keine Sendungsausschnitte des ORF verwenden wird. Folgen für künftige Auftritte von Stronach im ORF werde es nicht geben.

Puls 4 verteidigt "Stronach-Tag"

Der Privatsender Puls 4 wiederum rechtfertigte den Fokus auf Stronach, dem am selben Abend um 20.15 Uhr auch die eigenproduzierte Doku "Die große Frank Stronach Story" gewidmet ist, mit einem Informationsbedürfnis. "Ohne Zweifel sorgt Frank Stronach gerade für großes Interesse in der heimischen Politik." Entsprechend wolle man seine "Meinungen und Pläne" den "Wählerinnen und Wählern in Niederösterreich" zugänglich machen.

(Red./APA)

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247 Kommentare
 
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Puls 4 hat wiedermal DIE Geschichte

Liebe oder hass fürn den Herrn Stronach es werde sicher genügend Österreicher (und andere) "Die große Frank Stronach Story" um 20h15 morgen schauen! Und die "Wahl Spezial" die Stronach kommentieren wird werd sicher auch nicht uninteressant sein!

Der Armin Wolf

wenn der nicht sein Parteibüchl hätt', das in schützt, .....

Bei Oppositions-Politikern da beißt er in die Wadeln, bei Regierungsmitgliedern fließt nur Seim aus seinem Munde.


den Manipulations-Journalisten der gekauften System-Medien

scheint es nicht zu gefallen wenn sie nicht mehr allein auf der Bühne stehen. Privatisiert endlich den ORF!

kein Stronach Fan, aber jeder soll zu Wort kommen!

Ich kann dem Stronach zwar nicht viel abgewinnen, aber er ist auf jeden Fall eine Persönlichkeit, die die Politik mal ein wenig aufwirbelt, man wird sehen mit wieviel Erfolg. Und ich finde es gut, dass Puls 4 ihn zu Wort kommen lässt.
Ich finde auch Pro und Contra sehr gut, auch mal was riskieren. Guten Abend Österreich habe ich jetzt auch schon ein paar mal gesehen, super gamacht.

Das wahre Gesicht der Genossen

Wer nicht mit macht, wird mit Dreck beworfen.

Ich frag mich immer, wer wählt diese Roten Genossen Kommunisten.

Warum soll er sich vom Orf lächerlich machen lassen − was anderes können die nun mal nicht, die zwangsfinanzierten Mediengenossen.

Re: Das wahre Gesicht der Genossen

und willst du nicht mein Bruder sein, so hau´ich dir den Schädel ein. Dieser Spruch hat bei den Linken immer Aktualität.

Klar!

Der Rotfunk hat schon Panik um Posten und Pfründe wenn die Genossen vom Wähler zum Teufel geschickt werden.

Unnötige Kritik dieser Journalisten

Gerade der ORF hats notwendig, die Unabhängigkeit von Puls 4 zu kritisieren. Ich erachte diesen, was Informationssendungen anlangt, für einen sehr engagierten Sender. Pro & Contra gefällt mir sehr gut, va wenn Frau Milborn moderiert. Diese kann mE locker mit den Stars beim ORF mithalten.

Stronach bringt frischen Wind in die Polit-Landschaft. Das kann nicht nur nicht schaden, sondern ist sehr wichtig.
Egal wie man zu ihm steht, aber dass er glaubwürdig und authentisch ist, wird ihm niemand absprechen können. Und zudem ist er auch finanziell unabhängig.

Trotz seiner mitunter eigenwilligen und unangepassten Äußerungen ist es ganz einfach eine Tatsache, dass die Kritik, die er an vielen verstaubten Strukturen im Staate Ö. übt, zutreffend ist.

Daher wäre mir jeden Tag eine Stunde mit Stronach lieber als mit Wolf & Co.

Re: Unnötige Kritik dieser Journalisten

Wenn zur Kritik keine machbaren Vorschläge kommen (oder kennen Sie welche?) wird aus frischem Wind leicht ein Sturm im Wasserglas.
Die tägliche Stunde mit Stronach würde ich vielen sogar an den Hals wünschen.

Re: Re: Unnötige Kritik dieser Journalisten

Ja eh (diese tägl. Stunde mein ich), aber speziell der ORF agiert als Spielverderber.....

Eine radikale Vereinfachung des Steuersystems hielte ich bspw. für ein wichtiges Anliegen sowie insb. eine Entlastung des Faktors Arbeit (va bei der geschröpften - besser verdienenden - Mittelschicht).
Dass das Bezahlen von Einkommenssteuern immer mehr zum Minderheitsprogramm wird (gegenwärtig zalen ca 2,7 Mio keinen Cent Lohnsteuer), ist auch ein bestürzendes Faktum, dem mit Maßnahmen entgegenzuwirken ist (zB Senkung des Eingangssteuersatzes).
Die armselige Politik der etablierten Parteien, die Gratismentalität der Linken und der mediale (teils gekaufte) Einheitsbrei, das erachte ich als DIE Probleme.

Re: Re: Re: Unnötige Kritik dieser Journalisten

Das sehe ich auch so. Nur, eine Flat-Tax heute würde ohne Abbau von Subventionierung an anderen Stellen bei 40% liegen. Hilft mir und vielen anderen. Nur würde bei vielen sofort Netto weniger in der Tasche sein und die Kaufkraft bei Billa und Co sinken.
Das Land muss Innovationsführer in Europa werden, erst dann ziehen die Investoren nicht weiter in den Balkan. Und das traue ich Stronach nicht zu. Der ist politisch noch im dem 70-ern, nicht in einer global vernetzten Finanz- und Wirtschafts-Welt.
Und den privaten Verdummungssendern traue ich auch keine Aufklärung zu.

In welcher Funktion wurde Chmelar zitiert?

Polit-Experte, Adabei und Seitenblicker?
Wahrscheinlich letzteres, denn beim Hin- und Wegschauen dürfte seine Kern-Kompetenz liegen.

Re: In welcher Funktion wurde Chmelar zitiert?

staatskünstler ?

AUGEN AUF...

wir sollten alle froh sein, dass sich jemand der unabhängig vom österreichisch-politischen system ist und unabhängig vom "politgehältern" ist so positiv und zukunftsgerichtet für diese verlotterte republik einsetzt.

der mann gibt sein privatvermögen um gutes zu tun - vor allem diese verbrecherisch wirkenden systempolitiker abzuwählen.

sieht das keiner?!

aber was solls: wählt nur weiter eure schergen... (schergen=henkersknechte)


Frank du hast richtig entschieden!

Anstatt sich durch Zwangsgebühren auf schmarotzerhafter Weise durchfüttern zu lassen, sollten (ORF) Wolf & Co. lieber einen Beispiel an Puls4 nehmen die mit intelligenten Programm sich selbst erhalten können.
Das gilt auch für die GIS Angestellten die hier fleissig den Co-Schmarozer spielen, und auch durchgefüttert werden.


Re: Frank du hast richtig entschieden!

Welches intelligentes Programm???
Kann ich beim besten Willen nicht erkennen

Re: Frank du hast richtig entschieden!

Welches intelligentes Programm???
Kann ich beim besten Willen nicht erkennen

Re: Re: Frank du hast richtig entschieden!

ORF ler?

Protest

Namens aller Elefanten protestiere ich gegen die Bezeichnung Elefantenrunde solange nicht alle vier Teilnehmer Elefanten sind...

Stronach ist der Herr der heißen roten Winde

die taube rote Nuss muss man wirklich nur reden lassen und er derstesst sich selbst auf groteske Art.

Der ist ein stinkreicher fester Hosenknaller.

armer boris.


Re: armer boris.

Armer Boris? Blöder Boris!

Re: Re: armer boris.

Danke für den hochgeistigen und inhaltsschweren Beitrag der jedermann so hochgeistig berührt wie zum Nachdenken über die eigenen Positionierung anregt.

Ich denke Sie sind in Ihrem Heimforum HEUTE bzw. ÖSTERREICH besser aufgehoben als unter Erwachsenen mit einem IQ über 70

Stimmt. Daher pass er er auch so gut zu NÖ :)


2

Als Stronach 1988 bei den Liberalen in Kanada

kandidierte, rauchten bei den Konservativen die Köpfe. Doch bald fanden die, die ultimative "Wahlkampfstrategie": Stronach einfach reden lassen. Stronach redete und redete und erlitt ein Debakel.

Anscheinend hat er aus der Vergangenheit gelernt und drückt sich von jeder Diskussion. Der ORF ist wahrlich ein Kapitel für sich, aber es kann nicht sein, dass man sich von einer Elefantenrunde drückt.
Und noch etwas: Im Gegensatz zu ihn, wurden FPÖ, aber auch SPÖ/Grüne schon mal von Wählern gewählt, also was berechtigt ihn zu einem "Duell"? Gar nichts und daher kauft man sich halt einen Privatsender.
Wir bewegen uns in Richtung einer Amerkanisierung der Politik, wer das Geld hat schafft an. Nur die Dümmsten glauben, dass dies zum Wohle Volke sein wird...

Re: Als Stronach 1988 bei den Liberalen in Kanada

Wieder ein gekaufter.....
Ich sehe die Angst wird größer!

 
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