Tanz ohne Glanz: Ein Abend mit den Dancing "Stars"

03.05.2013 09:19 |  von Maciej Palucki

Hat sich die ORF-Sendung ihren Namen verdient? Oder gilt frei nach Berti Vogts: Der (Dancing) Star ist die Mannschaft?

(c) ORF (ALI SCHAFLER) Sänger Gregor Glanz schied am 26. April aus.

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Unter heimischen (Social Media) Opinion Leadern gehört es irgendwie zum guten Ton, über Castingshows ("Die große Chance"), altgediente Liederwettbewerbe (Eurovision Song Contest) oder Promi-Plattformen ("Dancing Stars") zu lästern. Ich gestehe, ich habe eine kleine Schwäche für diese "Trash"-Formate. Wenngleich ich mich mit den Walzer, Foxtrott und Samba tanzenden Prominenten/Adabeis (je nach Perspektive) bislang am wenigsten beschäftigt habe.

Aus diesem Grund begab ich mich vergangenen Freitag zum Küniglberg, um Lukas Perman, Angelika Ahrens und Susanna Hirschler auf die Beine zu schauen.

Schon in letzterem Satz wird das Paradoxon des Titels der Live-Sendung sichtbar: Stars sehen (für mich) anders aus. Ob sich die Verantwortlichen des Formats dessen bewusst sind, dass eben keine "Dancing Stars" Freitag für Freitag im Ballroom auftreten? Mir ist schon klar, dass Christoph Waltz lieber mit Quentin arbeitet als mit dem Benimmpapst, Michael Haneke es bevorzugt, in der Jury von Cannes zu sitzen, und Arnold Schwarzenegger eher noch mal in die Politik gehen würde, als ein "Dancing Star" zu werden.

Oder gilt beim ORF die vielzitierte Berti-Vogts-Prämisse "Der Star ist die Mannschaft" - Also in diesem Fall neben den Promis und deren Tanzpartnern/-partnerinnen, die Moderatoren Mirjam Weichselbraun und Klaus Eberhartinger, die vierköpfige Jury um Balázs Ekker - den "Liebling" des Boulevard - auch die Studioband (in der auch Julian "Le Play" Heidrich singt).

Ganz so wird es freilich nicht sein, setzte der Sender 2011 mit Erfolg auf ein gleichgeschlechtliches Paar (Alfons Haider tanzte mit Vadim Garbuzov). Die Spitzenwerte lagen weit über einer Million Zuschauer (Zum Vergleich: In der aktuellen Staffel erreichte man am 15. März, bei der ersten Entscheidung, lediglich Spitzen von 947.000). Ein ähnlicher Coup wäre für eine Fortsetzung, ich nehme an, dass es eine geben wird, aus Sicht des ORF ratsam. Zurück zur Gegenwart: Nur mehr sechs Paare sind im Rennen um die diesjährige TV-Tanzkrone. Es geht also ohne Glanz weiter, Gregor Glanz.

Heute im TV: "Dancing Stars" um 20.15 Uhr auf ORF eins.

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1 Kommentare

Zuckungen

unkrontrollierter Art.
Wer sich so etwas anschaut, hat vom Tanzen keine Ahnung.

Eine ORF Zumutung der besonderen Art.


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