Nach der Verwendung von belasteten Begriffen aus der NS-Zeit haben Harald Schmidt und sein neuer Partner Oliver Pocher Ärger mit der ARD. Nach einer Kritik der Israelitischen Religionsgemeinschaft ließ der Sender mitteilen, dass es "ein lustvolles Überschreiten von Grenzen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen" nicht geben dürfe.
Ein Vertreter der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden-Württemberg hatte den Fall zur Sprache gebracht. "Das muss Folgen haben und darf nicht mehr vorkommen", wurde deren Vertreter Majid Khoshlessan zitiert. Es sei nicht hinnehmbar, dass ein gebührenfinanzierter Sender auf diese Weise mit der Nazi-Ideologie seine Späße mache.
"Nazometer" in Anlehnung an Eva Herman
In Anlehnung an den Auftritt der ehemaligen Tagesschau-Sprecherin Eva Herman im ZDF hatten die beiden Moderatoren in ihrer ersten Sendung mit einem sogenannten "Nazometer" getestet, welche Begriffe vor dem Hintergrund der NS-Zeit belastet sind. Dabei berichtete Pocher, er habe zu Hause "einen Gasherd", wenig später sprach er vom "Duschen".
In beiden Fällen schlug das Gerät heftig aus. In einer Aussendung der ARD als Reaktion darauf ist von "Geschmacklosigkeit" die Rede.
(Ag./Red.)

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