„Krone“-Herausgeber Hans Dichand lobt in einem Editorial am Montag auf ein Neues den SPÖ-Spitzenkandidaten für die kommende Nationalratswahl, Werner Faymann. Und amüsiert sich über „etwas, worüber man lächeln muss“: „Allen Ernstes wird verschiedentlich behauptet – sogar über Österreichs Grenzen hinaus –, Faymann wäre mein unehelicher Sohn.“
Nur „Onkel“, nicht „Papa“
Dichand dementiert sogleich diese „Falschmeldung“: „Das ginge sich zwar altersmäßig aus, ist aber nicht so“, versichert der 87-Jährige. „Ich habe eine Tochter und zwei Söhne und bin stolz auf meine Kinder. Natürlich könnte ich auch auf einen Sohn wie Faymann stolz sein...“
Tatsächlich soll Faymann Dichand vertraut „Onkel“ nennen; in der Öffentlichkeit bestätigen will er das allerdings nicht. Dass die kolportierte Vater-Sohn-Beziehung zwischen den beiden tatsächlich als eine leibliche auszulegen sei, wurde bisher nur scherzhaft in Wiener Salons verbreitet, berichten Politik-Insider – ernsthaft angenommen habe dies aber niemand.
Dichand ist in seinem Editorial des Weiteren „überzeugt, dass Faymann bei den Wahlen im Herbst als Bester abschneiden wird“. Er sei „der richtige Mann“. Der SPÖ-Kanzlerkandidat sei außerdem das Element, das ÖVP und Grüne zu einem „heimlichen Koalitionspakt“ zusammenschweiße, vermutet die „Krone“ in einem Bericht. trick
("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.07.2008)
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