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„Krone“ im TV: Verdacht auf SP-Intervention

18.08.2008 | 10:43 |   (Die Presse)

Wieso wurde ein geplanter Beitrag über die „Kronen Zeitung“ nicht gesendet? Die ORF-Redakteure sagen, sie können nichts dafür.

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Für die „ZiB 2“ von vergangenem Mittwoch war ein Beitrag über die Rolle und die Macht der „Kronen Zeitung“ im Wahlkampf geplant. Bis nach dem Start der Sendung konnte man im ORF-Teletext die einschlägige Ankündigung lesen. Doch der Beitrag wurde nicht gesendet. Offenbar an seiner Stelle lief ein Bericht über den geplanten Einstieg von Scheichs aus Abu Dhabi bei Daimler.

Wieso? Der Verdacht auf Intervention von Seiten der SPÖ – deren Spitzenkandidat Werner Faymann mit „Krone“-Herausgeber Hans Dichand befreundet ist – liegt nahe, das Nachrichtenmagazin „profil“ hat ihn auch geäußert. In einer Aussendung erklärte der ORF, es habe „in der gegenständlichen Angelegenheit“ (sic!) keine Intervention und/oder Einflussnahme von außen gegeben. Der Beitrag sei einfach nicht fertig geworden, und zwar „inhaltlich“, wie ORF-Kommunikationschef Pius Strobl der APA erklärte.

 

Beitrag wäre fertig geworden

Dem widersprechen die Redakteurssprecher Danielle Spera, Dieter Bornemann und Stefan Gehrer: „Der Beitrag hätte – entgegen anderslautender Aussagen – problemlos zeitgerecht für die Sendung fertiggestellt werden können“, schreiben sie. Es könne nicht sein, „dass interne Diskussionen über die Gestaltung eines Beitrags dazu führen, dass am Ende die produzierenden Redakteure die Schuld an der nicht stattgefundenen Ausstrahlung zugeschoben bekommen“. Sie erwarten, dass der Beitrag Anfang der Woche gesendet wird, und „halten das auch für wichtig, da sich die ,Krone‘ selbst zu einem Teil des Wahlkampfs gemacht hat und das daher auch in der journalistischen Berichterstattung thematisiert werden soll“.

Das Büro Werner Faymanns wies die Vorwürfe zurück: „Das ist einfach lächerlich und schlägt in die gleiche Kerbe wie der Inseraten-Vorwurf.“ (Gemeint sind Inserate des Infrastrukturministeriums, vor allem in der „Krone“, bei denen der Person Faymann viel Platz eingeräumt wird.) VP-Mediensprecher Franz Morak meint dagegen, ORF-General Alexander Wrabetz setze die Unabhängigkeit des ORF aufs Spiel. Auch die Grünen verlangen „lückenlose Aufklärung“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.08.2008)

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41 Kommentare
 
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Koffski
21.08.2008 09:21
0 0

Unabhängigkeit ist eine farce,

der ORF scheint sich mehr um seine Einnahmequellen zu kümmern als um seine redaktionellen Aufträge.
Daher: http://www.petitiononline.com/gis0807/petition.html

heri3
20.08.2008 20:56
0 0

den orf aufs spiel setzten,

der pausenkasperl morak vergisst ganz die zeit ,in der der molterer und seine bandenmitglieder bestimmt haben was im orf gesendet wurde!die lindner und der mück haben molteres befehlen sofort gehorcht!

Gast: Armin
19.08.2008 02:05
0 0

lächerlich


Der Beitrag kommt ja sowieso.
Da braucht sich der kleine Gehrer (!) nicht aufregen.

Antworten Paige
19.08.2008 07:08
0 0

Aha

Der "kleine Gehrer" ist wohl der einzige Nichtlinke beim ORF, was?

Antworten Antworten Gast: A
19.08.2008 10:38
0 0

genau, weil

lindner & mück ja so arge linke waren, dass nur noch ...

0 0

Gebet eines Parteichefs


Vater unser in der Muthgasse,
Geheiligt werde dein Boulevardblatt
Dein Leserbrief komme
Dein Wille geschehe wie in der Löwelstraße so auch im Parlament
Unseren täglichen Lobgesang gib uns heute
Und vergib uns unser Programm, wie auch wir vergeben unseren BAWAGlern
Und führe uns nicht an Rückgrat
sondern erlöse uns von unseren Grundsätzen
Denn dein ist mein Geist und mein Tun und meine Unterwürfigkeit
Fa(y)men

Wortmann
18.08.2008 10:48
0 0

Politik ist tot, es lebe die PR!

So funktioniert heute die "Demokratie". Ideologien sind definitiv vorbei, es gelten nur Persönlichkeiten und Public Relations. Um diese wird gekämpft mit allen Mitteln (aber das ist nichts neues). Natürlich hat die Krone interveniert, so wie sonst auch Parteien immer intervenieren. Die Krone ist im Moment mit ihren fast 3 Mio. Lesern die grösste politische Partei Österreichs. Wer sie hat, gewinnt die Wahl. Es mag uns dieser Zustand nicht gefallen, er ist aber Realität. Die "amerikanisierung" der Demokratie ist definitiv da.

Re: Politik ist tot, es lebe die PR!

So ist das eben! Der Berlusconi betreibt in Italien das schmutzige Geschäft der Politik selbst, in Österreich hat sich der Dichand zu diesem Zweck eben den Faymann adoptiert!

Gast: Pete
18.08.2008 10:47
0 0

...

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/kordiconomy/333352/index.do

bbss22
18.08.2008 10:20
0 0

Die Österreicher verdienen nichts Besseres

In der ehemaligen DDR mussten die Leute den Staatsfunk hören und schauen und waren sich zum Großteil bewußt, dass sie nicht informiert werden, sondern permanent manipuliert wurden und Propaganda ausgesetzt waren.
Das hören und sehen von "Westfunk" war bei Strafe verboten.
Die Österreicher, deren Mehrheit offenbar eine dumme, dumpfe Masse ist, bezahlen sogar freiwillig für das Gehirnerweichungsmedium "Kronenzeitung". Diese steht der Pravda aus der Sowjetzeit im Hinblick auf Manipulation und Propaganda um nichts nach. Ein verkalkter Geldmacher gibt unter dem Pseudonym eines großen Römers seine rückwärtsgewandten Thesen von sich und betreibt seine eigene reaktionäre Politik.
Der ORF als monopolisierter Staatsfunk dient als Propaganda-Rohr der korrupten, politischen Elite und als "Arbeit"geber für deren politischen Günstlinge.
Das Nonplusultra ist jedoch die inzestöse Verbindung aus SPÖ-Wien und Dichand.
Österreich ist keine Demokratie und sondern eine korrupte Dummokratie.

Antworten Gast: Pips
18.08.2008 13:28
0 0

Re: Die Österreicher verdienen nichts Besseres

Da gebe ich Ihnen recht. Nur, daß es soweit gekommen ist müssen sich die, die jetzt schreien selbst auf den Hut picken. Das die Sozis Gauner sind und alles Manipulieren weiß man seit Kreisky. Trotzdem werden sie immer wieder gewählt. Die Krone darauf war die Wahl vom Gusenbauer. Welch Dolm der ist wußte man ja schon zuvor zur Genüge. Und jetzt wird¿s wieder genau so sein.

Antworten Gast: Pete
18.08.2008 10:47
0 0

Re: Die Österreicher verdienen nichts Besseres

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/kordiconomy/333352/index.do

0 0

da waren mal wieder

am werk, die interessenspolitik a la "hausmeister" praktizieren.

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Und was steht in der Krone darüber?

NICHTS!!

Was macht es Sinn wenn sich die Presse darüber auslässt. Sich jede Menge Leser vor Zorn in Hinteren beissen?!

Die die es "angeht" ist das sowieso WURSCHT! Und die Roten Granden WISSEN das!
Deshalb sich auch der Faymann abputz wie a "nasser Hund"!

Antworten Gast: Rothausmann
18.08.2008 10:59
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Re: Und was steht in der Krone darüber?

Es ist alles sehr kompliziert! Ohne die 'Krone' ist er nichts!

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Die

Dichand-Fayman-Wrabetz-Connection ist einfach

zum KOTZEN!!!!!!

Die Krone-Werbung im Ö3 ist dafür ja symptomatisch.

Noah von der Arche am Berg der Freude

Antworten Gast: armin
19.08.2008 02:02
0 0

bleib locker, pummelchen

glaubst deine schwarzen sind harmloser?

Re: Die

du hörst diesen primitiven kindlichen sender auch noch? kein wunder, daß deine birne weich ist.

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Das ist doch alles nicht wahr!

Die Politiker und linke Dinger?

Wir Österreicher sind doch die bravsten ;)

Gast: mike
18.08.2008 08:16
0 0

Daß der ORF

völlig eingefärbt ist, merkt man schon, wenn die Nachrichtensprecher oder Interviewer permanent ihre politische Meinung heraushängen lassen.
Daß Information und Kommentar dauernd vermischt werden, zeigt, daß der ORF nicht als objektives Medium gewertet werden kann.

Plabutsch
18.08.2008 04:36
0 0

„Das ... schlägt in die gleiche Kerbe wie der Inseraten-Vorwurf.“

Genau das ist zu befürchten : dass BEIDE Vorwürfe wahr sind ...

Gast: gast
18.08.2008 00:00
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KRONE UND ORF

das ist ja auch überhaupt nichts neues, dass die spö interveniert bzw ich habe eher die KRONE im verdacht.
bekanntlich hat ess die Krone bis heute verhindert, dass die kritische ARTE.Doku im ORF gezeigt wird, wo Dichand (göttlich) sein wahres gesicht zeigt. ich frag mich echt, wie diese unappetitlichn leute der Krone das fertig gebracht haben, sie versuchen in der Doku nicht einmal ihre Methoden, die manchmal durchaus wie eine Nötigung anmuten, zu verheimlichen.
man kann es nur jedem empfehlen anzusehen. ein einblick in die abscheulichste art des journalismus, wenn man das überhaupt noch so nennen kann.
gott sei dank gibts youtube, und das ohne zwangsgebühren :-)
Titel:
"Kronen Zeitung - Tag für Tag ein Boulevardstück"

ich weiß auch nicht, wo man derartige deals einfädelt, entweder beim heurigen oder in einer freimaurer-loge, obwohl wenn dichand persönlich integriert hat, dann wars wahrscheinlich beim gugelhupf essen.

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"Alt-Wiener-Schule..

..schrieb hier kürzlich ein poster über Faymann. Treffend. Freundlich, keine Aggressionenn, höflich, aber mir allen Wassern gewaschen, keinem noch so anrüchigen Trick abgeneigt. Gute Eigenschaften, um im Wiener Milieu hochzukommen. Dort gibt es keine (ausreichende) kritische Öffentlichkeit, die die Durchstechereien der roten "Elite" anprangert, meist weil gar niemand etwas davon erfährt
.
Im restlichen Österreich herrschen andere Massstäbe. Das sieht selbst der rote Salzburger Bürgermeister so.
Trotz KRONE-Kreuzzug, glaube ich nicht, dass die Österreicher eine so aalglatte, gesichts- und wohl auch skrupellose Person zum Kanzler machen werden.

Charisma hin oder her. Molterer wirkt ihm gegenüber authentisch und aufrichtig. Und, wie man jetzt erstaunt feststellen kann, er kämpft wie ein Löwe. IHM würde ich jedenfall einen Gebrauchtwagen abkaufen. Bei Faymann würde ich nach einem handshake meine Finger zählen.

Antworten renmin
18.08.2008 04:21
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Re:

Der Faychand Werner löst bei mir, immer wenn ich ihn sehe, ein ungutes Gefühl aus. Wie so ein Typ von der Scientology. Das väterliche, joviale Herumgerede. Aalglatt ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, aber auf jeden Fall sehr unverbindlich. Wie schon seinerzeit beim schönen Vranz: "Schee hot er g¿redt! Woos hot er g¿sogt?"
Aber laut den Kommentaren vom Hansi Onkl (alias Eule, alias Cato, alias....), ein Politiker von Format, untadelig und tatkräftig. Und daß die SPÖ beim mit Erfolg ORF interveniert hat, das kann ich mir schon gar nicht vorstellen. Ist er doch, laut Cap Joschi, schon vor langer Zeit "umgefärbt" worden.
Daß allerdings der Molterer über irgendein Charisma verfügen soll, halte ich auch für ein Gerücht. Außer man steht auf die Ausstrahlung von Dorfpfarrern.

Antworten Antworten Plabutsch
18.08.2008 04:33
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Re: Re: Außer man steht auf die Ausstrahlung von Dorfpfarrern.

"Dorfpfarrer" können sehr ehrlich, integer und engagiert sein. Ich würde sie hier nicht als Vergleich heranziehen.

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Re: Re: Re: Außer man steht auf die Ausstrahlung von Dorfpfarrern.

Vollkommen richtig!

Ich kenne sehr ehrliche aber oft auch sehr naive Dorfpfarrer,die nicht wissen, was im Hintergrund ihrer Kirche eigentlich abläuft.

Jesuit oder Opus-Dei-Mitglied wäre da der bessere Vergleich oder doch?

Noah von der Arche am Berg der Freude

 
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Der Mediator