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Italien kämpft gegen „wildes Marketing“

08.09.2008 | 18:15 |   (Die Presse)

Ungebetene Anrufe sowie die Nutzung privater Daten sollen beschränkt werden.

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Aus dem Archiv:

Rom (apa). Italien will das sogenannte „wilde Marketing“ verbieten. Ungebetene Telefonanrufe, mit denen Gesellschaften ihre Produkte anbieten, sollen künftig verboten werden. Hinzu werden Unternehmen Schranken bei der Verwendung der persönlichen Daten gesetzt, die Millionen von Kunden betreffen. Die Maßnahme soll auch für Unternehmen wie die Telekom-Gruppen Wind, Fastweb, Tiscali und den Bezahlsender Sky Italia gelten, die von spezialisierten Gesellschaften Datenarchive erworben haben, um Kunden zu kontaktieren und über Call-Center ihre Produkte zu verkaufen.

„Wenn jemand in unsere Wohnung will, muss er vorher anklopfen. Wenn uns jemand ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen will, braucht er zuvor unsere Zustimmung, um uns anrufen zu dürfen“, sagte Mauro Paissan, Initiator des Projekts zur Bekämpfung des ungebetenen Marketings. Die Maßnahmen sollen ergriffen werden, nachdem die Gesellschaften, die Datenarchive gesammelt hatten, auf Anzeigen wütender Kunden von der Steuerpolizei durchsucht worden waren. Eine dieser Gesellschaften soll auf ihrer Webseite Informationen über 15 Mio. italienische Haushalte angeboten haben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.09.2008)

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