21.11.2009 16:39 | Meine Presse Merkliste0

Regisseur Schalko verteidigt Haider-Satire im ORF

10.11.2008 | 06:32 |   (DiePresse.com)

Die Darstellung Haiders und Petzners durch die beiden Kabarettisten Stermann und Grissemann sollte einen Gegenpol zur medialen "Heiligenverehrung" bilden. In Kärntens Politik hält man die Sendung für "pietätlos".

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Der Regisseur der ORF-Latenight-Show "Willkommen Österreich", David Schalko, hat die umstrittene Haider-Satire am Sonntagabend verteidigt. Man habe einen "Gegenpol zu dieser Heiligenverehrung" schaffen wollen, die nach dem Tod Jörg Haiders in den Medien geherrscht habe, sagte Schalko in der ORF-Diskussionssendung "im Zentrum". Kärntens BZÖ-Chef Uwe Scheuch bezeichnete die zwölf Tage nach dem Tod des Landeshauptmannes ausgestrahlte Sendung als pietätlos.

Unter anderem hatten die Moderatoren Dirk Stermann und Christoph Grissemann in der Sendung über Haider-Erscheinungen in Kärnten gewitzelt, weil der Klagenfurter ÖVP-Bürgermeister Harald Scheucher den verstorbenen Landeshauptmann bei der Trauerfeier mit einem Bibel-Zitat ("Seht, welch ein Mensch!") gewürdigt hatte. Das BZÖ forderte daraufhin die Absage eines Auftritts der beiden Kabarettisten in Kärnten, die FPÖ verlangte die Absetzung der Sendung.

"Pietätlos"

Uwe Scheuch bezeichnete die Satire in der Diskussion am Sonntagabend als pietätlos. "Es war nicht einmal 14 Tage her, dass wir den bedeutendsten Landeshauptmann verloren haben und das Land hat getrauert und trauert heute noch", kritisierte Scheuch. Schalko ließ das nicht gelten: "Für jeden Menschen, den Sie finden, der es pietätlos findet, finde ich einen, der es richtig und notwendig gefunden hat, in dieser Situation."

Eine differenzierte Bewertung versuchte der Karikaturist Gustav Peichl, der vor einer "Überhöhung" des Anlassfalles warnte. Kunst dürfe zwar alles, betonte Peichl, aber bei der fraglichen Sendung habe der Humor gefehlt. "Wenn da Humor dabeigewesen wäre, hätte es auch, glaub' ich, nicht diese wahnsinnige Reaktion gegeben von einer politischen Partei (dem BZÖ, Anm.), die halt arm ist, die eh nicht weiß was sie machen soll", so Peichl.

Stermann und Grissemann lehnten ab

Die betroffenen Kabarettisten Stermann und Grissemann hatten die Teilnahme an der Diskussion übrigens abgelehnt, wie Moderator Peter Pelinka sagte.

 

(APA)

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144 Kommentare
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Gast: Dr.Gernot Stöckl
11.11.2008 15:45
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Um Haiders Tod ranken sich die wildesten Gerüchte.

Daher wäre es selbstverständlich notwendig, daß die Staatsanwaltschaft eine peinlich genaue Untersuchung durchführt, in der die letzten 24 Stunden seines Lebens minutiös dokumentiert werden. Das Ergebnis ist dann der Öffentlichkeit zur Gänze zugänglich zu machen.

Antworten Gast: Eine aus der Öffentlichkeit
12.11.2008 11:03
0 0

Re: Um Haiders Tod ranken sich die wildesten Gerüchte.

Sind Sie sicher, dass genau das der Verstorbenen auch möchte??? (die letzte lückenlose 24 Stunden-Rekonstruktion!)
Und übrigens liegen ja die wesentlichen Fakten eindeutig öffentlich offen: Alkoholisiert mit 1,8 Promille und mit 180 Sachen selbstverschuldet gegen eine Mauer. Gott sei Dank kamen nicht auch noch Unschuldige zum Handkuss.
Schönen Tag noch!

Antworten Antworten Gast: mh
13.11.2008 15:22
0 0

Re: Re: Um Haiders Tod ranken sich die wildesten Gerüchte.

Woher haben Sie diese Ihre behaupteten " eindeutigen Fakten"?



Antworten Antworten Gast: mess1
12.11.2008 18:09
0 0

Re: Re: Um Haiders Tod ranken sich die wildesten Gerüchte.

Mauer? Sie haben wohl gar keine Ahnung!

Antworten Antworten Gast: Zynicus
12.11.2008 17:53
0 0

Re: Re: Um Haiders Tod ranken sich die wildesten Gerüchte.

Er wahrscheinlich nicht! Aber immerhin besteht die Möglichkeit, daß ihm jemand Vodka in den Orangensaft geschüttet hat und dann schaut die Sache wieder ganz anders aus!

roger
11.11.2008 18:06
0 0

Völlig richtig

Da würde sich nämlich zeigen, dass der bisher in den Medien kolportierte Zeitplan in sich zusammenbrechen würde. Allein die Tatsache, dass Haiders Interview mit Antenne Kärnten nachweislich um 23:15 Uhr erfolgte, bringt die wunderbare Story von den 1,8 Promille gewaltig unter Druck.

Antworten Gast: rama
11.11.2008 17:56
0 0

Re: Um Haiders Tod ranken sich die wildesten Gerüchte.

wie meinen?

Gast: scheich
11.11.2008 13:57
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scheuch

so jung und doch so greisenhaft in seinem denken.
na ja das ewiggestrige liegt in seiner familie.

Ratio
11.11.2008 11:34
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Wenn der Schalko genauso Sketches mit den "lustigen" Stermann und Grissemann zum Tod von Zilk macht,

dann erst glaube ich ich den Dreien, dass sie unparteiisch sind und denken, künstlerisch wertvoll zu sein.
Alles andere ist blödes Gesülze von ein paar seltsam gestrickten Sozialisten, wobei die "Lustigen" dann feig auch noch waren.

Antworten Gast: gast
11.11.2008 12:29
0 0

Re: Wenn der Schalko genauso Sketches mit den

Ja, wenn jetzt ernsthaft jemand behauptet in Wien seien Sonne, Mond und Sterne vom Himmel gefallen und Zilk sei umgebracht worden dann hoffe ich dass der Betreffende möglichst öffentlich durch den Kakao gezogen wird.

Über Haider selbst fiel ja kein einziger Witz in der betreffenden Sendung, über seine Familie auch nicht. Wer was abbekommen hat sind die nun hilflosen Witzfiguren die ihm ihre politische Karriere verdanken.

Antworten Antworten Gast: Maria
11.11.2008 14:57
0 0

Trauernde als hilflose Witzfiguren bezeichnen nenn ich pietälos


Wie man weiss, haben -im Gegensatz zu Kärntnern nach dem Tod Jörg Haiders- die meisten Wiener eben nicht empfunden als wäre mit dem Tod Helmut Zilks die Sonne vom Himmel gefallen. Seine engsten Angehörigen oder (politischen) Freunde vielleicht schon.


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118 Postings zu einem KULTURthema: Toll!

Und da sage noch einer, die Österreicher seien KEIN Kulturvolk: Wenn bereits weit über 100 Postings zu einem Thema auf diesem Gebiet abgeliefert wurden, so zeigt das immerhin: Kultur ist in unserem Land IMMER einen Aufrager wert...

An sich bin ich kein Stermann/Grissemann-Fan; deren "Humor" ist mir in der Regel einfach zu artifiziell. Im konkreten Fall "lebten" die beiden ansonsten eher lauwarmen Kabarettisten fürstlich von den diversen Sagern von BZÖ-Spitzenfunktionären anläßlich Jörg Haiders Tod.

Da "fiel die Sonne vom Himmel"; "erloschen die Sterne", "blieben die Uhren stehen" und erlebten die Kärnter insgesamt ihr ganz persönliches "9/11". Und selbst wenn man in solchen Stunden der schieren Verzweiflung nicht jedes Wort auf die sprichwörtliche Goldwaage legen darf, weil hier mehr das Herz sprach als der Verstand: Unterm Strich war¿s dennoch Satire reinisten Wassers. Wie ja an sich JEDE Übertreibung ins Gegenteil dessen kippt, was ursprünglich gemeint und beabsichtigt war...

Antworten Gast: M. Seitenstettner
13.11.2008 22:27
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Re: 118 Postings zu einem KULTURthema: Toll!

zu ergänzen: "Und der Vorhang des Tempels zerriß von obenan nach unten in einem Stück ..."

Antworten Gast: MH
11.11.2008 11:51
0 0

Re: 118 Postings zu einem KULTURthema: Toll!

Mißverständnis1:
Es handelt sich nicht um ein Kultur-Thema sondern um ein Medien-Thema und "Medien" findet sich unter der Rubrik "Kultur". Dass Medien nicht gleichzusetzen sind mit Kultur brauche ich wohl nicht zu erklären oder?

Mißverständnis2:
Das politisch einseitige Kabarett lebt nicht von den Sagern rechter Politiker oder deren Anhänger sondern von den vor allem linken Parteiheinis die -besonders im ORF- mit den Steuergeldern aller Wähler linke Parteipropaganda machen.

Besonders bemerkenswert war die unterschiedliche Berichterstattung, weil just nach dem Ableben eines "Rechten" ein "Linker" starb. Und da war plötzlich alles pietätvoll - so wie es allen Angehörigen zustünde wenn sie das Ableben eines ihnen lieben Menschen beklagen. Aber da machte sich die "Größe" ,"Menschlichkeit" und "Kultur"der Linken wieder sichtbar...

Dass vieles ins Gegenteil kippt, da haben sie Recht.

Die EU-Sanktionen waren bestes Beispiel.

Gast: Kenzo
11.11.2008 11:01
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Ich finde

es bemerkenswert, dass man über eine Satire bzw. das Verbot(!?) desselben überhaupt diskutieren muss.
Wo befinden wir uns eigentlich??? Ein Grund mehr, Kärnten in der Zukunft zu meiden.
Wer Satire nicht verträgt, muss sie sich nicht ansehen oder anhören...so einfach ist das.

Gast: Nicht BZÖ-Wähler
11.11.2008 10:44
0 0

Ein Hoch der Meinungsfreiheit

Dr. Haider war ein äußerst professioneller Politiker, der sich öffentlichen Diskussionen immer ohne Scheu (Villacher Fasching etc...) stellte. Ich bin überzeugt, er würde diesen Reaktionen seitens seinen "Jüngern" nicht zustimmen.
Es gilt abzuwarten, ob sich dieses überzogene"Kärntnertum" von Landespolitkern nicht auch negativ auf Wirtschaft (Tourismus) eines Bundeslandes auswirken wird.
Abgesehen davon sind Universitäten die intellektuellen Keimzellen für Weiterentwicklung und Erneuerung in einem Land. Verbietet man kulturelle Veranstaltung (in solch Institutionen) sind Zensur und Rückschritt nicht mehr weit.
Es gilt unter allen Umständen die freie Meinungsäußerung zu verteidigen und zu fördern - ansonsten lassen sich schnell schreckliche Parallelen zu den Greueltäten vor 70 Jahren ziehen.

Antworten Gast: Dr.Gernot Stöckl
11.11.2008 12:19
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Re: Ein Hoch der Meinungsfreiheit

Als leuchtendes Gegenbeispiel ist da , wie immer, WIEN mit seiner Universität herauszustreichen: Schon 1968 war dort ein "Kunstereignis" der Sonderklasse möglich, großartige Fäkalkunst!!!!

Antworten Antworten Gast: Nicht BZÖ-Wähler
12.11.2008 10:53
0 0

Re: Re: Ein Hoch der Meinungsfreiheit

Ich bin betreffend Fäkalkunst ganz Ihrer Meinung! Aber den 68' - Revolten hat unsere Gesellschaft viel zu verdanken.
Starre Strukturen brachen auf - und Studierende kämpften um Mitgestaltungsrechte in der Institution Uni. Sie wissen sicherlich wie Unis vorher konzipiert waren (Machtstruktur, willkürliche Machtausübung von Professoren etc....)
Ich sag es ja - Meinungsfreiheit überall und vor allem in Universitäten.....

Antworten Antworten Antworten Gast: Dr.Gernot Stöckl
14.11.2008 16:34
0 0

Re: Re: Re: Ein Hoch der Meinungsfreiheit

Ja, ja, Sie sagen`s! Heutzutage suchen sich die schlauen unter den Studenten immer die Prüfer aus, die sich gerade um die Leitung eines Institutes bewerben. Von denen werden sie nämlich in aller Regel mit Samthandschuhen angefaßt, da sie sich die Studentenvertreter in der Berufungskommission geneigt machen wollen!

Gast:
11.11.2008 10:14
0 0

wie primitiv diese haider-jünger doch sind ...


Antworten Gast: Dr.Gernot Stöckl
14.11.2008 16:36
0 0

Re: wie primitiv diese haider-jünger doch sind ...

Aber wenn man sie mit den Haiderkannibalen vergleicht, sind sie ausgesprochene Gentlemen!

Scion
11.11.2008 09:36
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"Für jeden Menschen, den Sie finden, der es pietätlos findet, finde ich einen, der es richtig und notwendig gefunden hat, in dieser Situation."

mal die ganzen comments hier durchlesen. also ich zähle fast 120 comments und höchstens 5 für den auftritt. hmm ich glaub der herr schalko ist nicht so der spezialist für mathematik ;)

Antworten Gast: Fastgame
11.11.2008 11:19
0 0

Re:

Ein Wunder?
Die meisten Poster hier sind von ihrer Geisteshaltung her gelindegesagt...gestrig!

Gast: asdf
11.11.2008 08:24
0 0

. "Es war nicht einmal 14 Tage her, dass wir den bedeutendsten Landeshauptmann verloren haben und das Land hat getrauert und trauert heute noch"

Was würde Herr Scheuch wohl sagen,
wenn die Beiden den Tod Haiders erst ein halbes Jahr später aufgearbeitet hätten?

"Herzlichen Dank, dass ihr Österreich dazu gebracht habt, sich wieder an unseren geliebten Landeshauptmann
zu erinnern."

roger
10.11.2008 20:00
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Ob die beiden Komiker

ihre Satire einer eingefleischten, linken Fangemeinde darbieten oder nicht, interessiert ohnehin niemanden. Der eigentliche Skandal besteht doch darin, dass der ORF diesen Mist auch noch sendet, und zwar in der eindeutigen Absicht, damit Politik zu machen.

dschango
10.11.2008 19:24
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Als absolut letztklassig...

...ist das Verhalten dieser beiden Ulknudeln zu bezeichnen. Man kann unterschiedlicher Meinung über Jörg Haider sein, nur gibt es klare Grenzen die selbst bei einer Ablehnung seiner Person nicht überschritten werden dürfen. Solche Grenzen gehören zu den grundlegenden Werten einer moderenen Gesellschaft, welche ich nun in ihren Grundfesten erschüttert sehe.

Wenn Privatpersonen sich so verhalten, weil sie es nicht besser gelernt haben, muss man dies wohl akzeptieren. Wenn dies jedoch im öffentlich rechtlichen Kanal passiert (für den alle Fernsehgebüren zahlen) muss man dies wohl sehr wohl genau hinterfragen. Dies hat nichts mit Kunst zu tun, dies ist minderwertigstes Benehmen der übelsten Art.
Ich hoffe, dass es für diese Entgleisungen entsprechende Konsequenzen für die Verantwortlichen geben wird.

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