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''Heimat, fremde Heimat'' vielleicht nur noch monatlich

26.11.2008 | 15:40 |   (DiePresse.com)

Die Sendung für Menschen mit Migrationshintergrund bleibt laut ORF erhalten. Gegen eine Absetzung protestiert das Volksgruppenzentrum.

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Im ORF gibt es derzeit Überlegungen, das Sonntags-Magazin "Heimat, fremde Heimat" in ein monatliches Format umzuwandeln. Das Magazin, das sich an Menschen mit Migrationshintergrund richtet, bleibe "in jedem Fall erhalten, in welcher Form und Häufigkeit ist noch nicht klar", so ORF-Kommunikationschef Pius Strobl. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, die Überlegungen gehen "in alle Richtungen". Beim Österreichischen Volksgruppenzentrum stößt dies auf "schärfsten Protest".

"Für die Minderheiten und Migranten ist diese Sendung von besonderer Bedeutung, 'Heimat, fremde Heimat' hat in den letzten zwei Jahrzehnten einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt des Landes geleistet und auch die Mehrheitsbevölkerung über sogenannte Minderheitenthemen informiert", so Marjan Pipp, Präsident des Österreichischen Volksgruppenzentrums, in einer Aussendung.

"Erst kürzlich ist der ORF auf Druck des Europarates und erfolgreicher Publikumsbeschwerden angehalten worden mehr muttersprachliche Sendungen auszustrahlen. Wir werden eine Kürzung von 'Heimat fremde Heimat' deshalb nicht hinnehmen", so Pipp.

Laut Strobl könnte statt des Sonntags-Magazins ein anderes Format kommen, das sich an die Zielgruppe der Migranten richtet. In einer Studie erhebe der ORF derzeit, "welche Angebote wir setzen müssen, um Menschen mit Migrationshintergrund besser zu erreichen". Erst vor wenigen Wochen hat der ORF Überlegungen bestätigt, die "Wochenschau", die zeitgleich in Gebärdensprache übersetzt wird, abzuschaffen. "Heimat, fremde Heimat" hatte am vergangenen Sonntag ab 13.30 Uhr 115.000 Zuseher, die "Wochenschau", die zuvor zu sehen war, verfolgten 159.000 Österreicher.

(APA)

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4 Kommentare
Gast: Oberkochem
19.01.2009 10:27
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fein

Eigentlich eine feine Sache, wenn solche nach dem Muster klassischer "Erbschleichersendungen" (da gab es z.B. im staatlichen Manipulationsfunk einmal ein mittlerweile entschlafenes "Wunschkonzert") aufgezogene Schmonzettenprogramme endlich verschwinden. Wer von den "Zuagrastn" Interesse an der Vergangenheit und dem Herkunftsland hat, findet alles und jedes in einem enorm breiten Medienangebot: In Österreich produzierte einschlägige Druckmedien, ausländische Druckmedien, ausländische Fernsehprogramme in unendlicher Zahl, tja, und - heute am wichtigsten - Hekatomben von Internetpräsenz. Auf die schäbigen billigen Machwerke dieser unerträglichen Würstchen vom Küniglberg sollte echt niemand mehr neugierig sein.

Gast: zuseherIN
26.11.2008 22:33
0 0

heimat, fremde heimat

wie wahr, wie wahr!

da hat der orf den nagel auf den kopf getroffen. viele österr. empfinden ihre heimat tatsächlich als fremd.

Gast: lalalaländle
26.11.2008 21:29
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Schade

Das war nämlich eine der wenigen Eigenproduktionen des ORF, die man sich anschauen kann, ohne sich fast anzuspeiben.

Antworten Gast: dunja
26.11.2008 22:25
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Re: dober dan

ja schade, war mit abstand einer der besten programme des orfs, weil man nicht verstanden hat, was der orf da so aus eigenregie sendete.

für die meisten war es aber ärgerlich, nach dem erwachen eines verdienten sonntagsnickerchen, nicht schnell genug den ausknopf auf der fernsteuerung zu finden!

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