Populistischer Parteichef wird ermordet im Wiener Prater aufgefunden: Keine aktuelle Meldung – sondern ein Beitrag zu einer neuen politischen Zeitschrift: „Phoenix“. Gerfried Sperl, zuletzt Chefredakteur des „Standard“, hat sie gegründet, Anfang Oktober erscheint die erste Nummer. „Ich will etwas lancieren, das dieser Langeweile entgeht“, sagt Sperl der „Presse am Sonntag“. Ein vierteljährlich erscheinendes, kleinformatiges Magazin im Stil von „Foreign Affairs“, „New Yorker“, vorerst 64, ab März dann 96 Seiten dick. Das erste Heft behandelt das Thema Populismus, z. B. in einem Interview mit dem „Bild am Sonntag“-Chef, einem Österreicher.
Abgesehen von Biografien – zuletzt Strache, Schüssel – sei das politische Buch nicht mehr gefragt, so Sperl. Er will den Lesern, deren Zeitbudgets schwinden, „profunde Information“ zu einem Thema liefern: „Das schafft man an ein, zwei Abenden.“ Die erste Auflage von „Phoenix“ beträgt 1500 Stück. „Ich nehme selbst das Risiko“, sagt Sperl, einen geringen staatlichen Zuschuss gebe es aber für jeden, der so ein Projekt angeht. „Ich habe einmal Lust auf acht Nummern – dann schauen wir weiter.“ trick
("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.09.2009)
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