Am Montag legte ORF-General Alexander Wrabetz dem Finanzausschuss des Stiftungsrats die neuesten Zahlen vor: Demnach werde der ORF 2009 ein Minus von 53,6 Millionen Euro verzeichnen.
Ende 2008 war man noch von einem Minus von 29 Millionen ausgegangen worden - der Werbeeinbruch, das Handshake-Programm und ein unerwarteter Gebührenrückgang durch Befreiungen werden das Ergebnis jedoch weiter belasten.
Die Werbeerlöse haben sich deutlich schlechter entwickelt als erwartet: Hier wird mit einem Rückgang um 24,9 Millionen Euro gerechnet - 13 Prozent unter dem Finanzplan (budgetiert waren Werbeerlöse von 245 Millionen Euro).
Einsparungen bei Sachaufwand
Beim Sachaufwand konnte laut Wrabetz gespart werden: Er liege mit 9,6 Millionen Euro unter dem Finanzplan. Auch der operative Personalaufwand habe sich unter Plan entwickelt - wegen der Kosten für das Handshake-Programm läge der Gesamtaufwand im Personalbereich aber 6,6 Millionen Euro darüber.
Die Zahl der vollzeitbeschäftigten Angestellten sei gegenüber 2008 um 102 auf 3546 gesunken und werde weiter sinken - die Abgänge durch das Handshake-Programm werden erst 2010 wirksam.
Schwache Oktober-Quoten
Ebenfalls am Montag bekannt wurden die Oktober-Quoten: ORF1 und ORF2 verloren in den Kabel-/Sat-Haushalten 3,5 Prozent und erreichten 35,8 Prozent Marktanteil. Allerdings hatte im Vorjahr der Tod Jörg Haiders für hohe Quoten gesorgt. ORF1 verzeichnete nun 12,7 Prozent (2008: 13,3%), ORF2 kam auf 23,1 Prozent Kabel-/Sat-Marktanteil (gegenüber 26%).
Zugelegt haben hingegen die Privatsender - außer SuperRTL und Sat1. ATV kam auf 3,6 Prozent Marktanteil, Puls4 auf 1,9 (jeweils plus 0,8 Prozentpunkte). Die deutschen Öffentlich-Rechtlichen hingegen verloren österreichische Zuseher: ART ging von 3,8 auf 3,6 Prozent zurück, das ZDF verlor von 4,8 auf 4,3.
(i.w.)

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