ORF startet am Montag Video-Plattform "TVthek"

Fernsehen wo und wann sie wollen: Mit diesem Spruch wirbt der ORF für seine Online-Video-Plattform TVthek. Sehen kann man dort aber nur ein Drittel des regulären Programms.

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ORF TVthek
(c) ORF, Screenshot: DiePresse.com

Am Montag, dem 16. November, geht die Video-Plattform TVthek des ORF in den Vollbetrieb. In dem Online-Archiv werden rund 70 Sendungen als Video-On-Demand angeboten: Rund eine Woche kann man sie nach der TV-Ausstrahlung im Internet abrufen.

Der ORF ist mit seiner Videoplattform vergleichsweise spät dran: Seit 2001 verfügt das ZDF über eine Mediathek, die meisten Videos werden hier für 13 Monate archiviert.

Fußball nur 24 Stunden im Netz

Die ORF-TVthek fungiert für den offentlich-rechtlichen Sender als "zentrale Ausspielstation für den Fernsehcontent" im Internet, sagte Onlinedirektor Thomas Prantner.

Rund ein Drittel des TV-Angebotes des ORF wird zu sehen sein, so Prantner. Auf der werbefreien Plattform werden "ausschließlich Eigen- und Koproduktionen" gezeigt werden.

Einschränkungen gibt es unter anderem bei populären Sportarten. so darf etwa Fußball nur 24 Stunden im Netz zur Verfügung gestellt werden. Die Vorgaben in dem Bereich regle die EU. Bestimmte Angebote, etwa von bleibendem kulturellen oder historischem Wert, dürfen ohne Beschränkung gezeigt werden.

Thomas Prantner präsentiert seine TVthek
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Thomas Prantner präsentiert seine TVthek
(c) ORF (Hans Leitner)

"Zeit im Bild" live im Internet

Auch Live-Streamings wird es auf der Plattform geben. Gezeigt werden dabei vor allem Info-Formate wie etwa "Zeit im Bild", "Heute in Österreich" oder "Runder Tisch". Ebenfalls ausgestrahlt werden Live-Übertragungen von Nationalratssitzungen, Gottesdienste oder Sport-Highlights wie Skirennen.

Der Fokus der Plattform liege auf öffentlich-rechtlichem Programm wie etwa Nachrichtensendungen, Bundesländerprogrammen, Service, Sport, Religion oder Kultur, betonte Prantner. Die TVthek wird von einer eigenen Redaktion betreut, die auch die Highlights auswählt, die auf der Startseite zu sehen sein werden.

Nicht gezeigt werden Sendungen bzw. deren Teile, für die keine internationalen oder Onlinerechte vorliegen. Dies wird mit einer Einblendung gekennzeichnet werden.

Die Entwicklungszeit für die Plattform betrug rund zwei Jahre, so Prantner. Die Kosten für die Umsetzung betrugen etwa eine Million Euro.

 

Die TVthek

Navigation: Es gibt eine alphabetische Liste, eine Übersicht nach Sendungsarten, Ausstrahlungstagen oder eine Art Dossier nach Themengebieten - wo zu einem großen Ereignis wie etwa dem Mauerfall vor 20 Jahren alle zugehörigen Ausstrahlungen gruppiert werden. Auch eine Volltextsuche ist möglich.

Technische Voraussetzung ist ein Windows Media Player. Bestimmte Internetbrowser oder Betriebssysteme gibt es nicht.

Bis Jahresende soll auch der Microsoft-Silverlight-Player implementiert werden. Im Vergleich zum bisherigen On-Demand-Angebot bietet die TVthek eine höhere Auflösung. Link: TVthek

(APA/Red.)

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