Musikkritiker Joachim Kaiser ist gestorben

Joachim Kaiser war lange Feuilleton-Chef und Musikkritiker der "Süddeutschen Zeitung". Er starb im Alter von 88 Jahren.

Joachim Kaiser bei der Frankfurter Buchmesse 2008
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Joachim Kaiser bei der Frankfurter Buchmesse 2008
Joachim Kaiser bei der Frankfurter Buchmesse 2008 – (c) imago stock&people (imago stock&people)

Der langjährige Feuilleton-Chef und Musikkritiker der "Süddeutschen Zeitung", JoachimKaiser, ist tot. Er starb am Donnerstag nach längerer Krankheit im Alter von 88 Jahren in München, wie die Zeitung mitteilte. Kaiser zählte neben Marcel Reich-Ranicki zeitweise zu den einflussreichsten Feuilletonisten in Deutschland.

Kaiser wurde im Dezember 1928 als Sohn eines Landarztes im ostpreußischen Milken geboren worden, ging in Hamburg zur Schule und studierte in Göttingen, Tübingen und Frankfurt am Main Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie. Zu seinen Lehrern zählte Theodor W. Adorno.

1959 kam Kaiser in die Kulturredaktion der "SZ" und leitete später bis 1977 das Feuilleton, danach lehrte er in Teilzeit als Professor an der Hochschule für Musik und darstellende Künste in Stuttgart.

Es ist mir eigentlich egal, wer unter mir Feuilleton-Chef ist"

"Seine Rolle in der Zeitung behielt er", heißt es im Nachruf der "Süddeutschen Zeitung". "Oder wie er es später mal ausdrückte: "Es ist mir eigentlich egal, wer unter mir Feuilleton-Chef ist." Noch bis 2011 war er in seiner Videokolumne auf der Webseite des "SZ-Magazins" zu sehen.

>> Der Nachruf in der "Süddeutschen Zeitung" (kostenpflichtig)

(APA)

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