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ORF: Wrabetz bläst geplante Reform ab

Die Channel-Manager werden nach internen ORF-Informationen nun doch nicht ausgeschrieben - damit bleibt Fernseh-Direktorin Kathrin Zechner zuständig.

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ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz – ORF

Seit die Koalition von SPÖ und ÖVP auf Bundesebene geplatzt ist, befindet sich ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz mit seinen ORF-Reformplänen im Rückwärtsgang. Die Reform der Fernseh-Information, das Herzstück der von Wrabetz in seiner Bewerbung angekündigten ORF-Strukturreform, ist mittlerweile abgeblasen. Offiziell ist sie zwar nur "verschoben", mit der Nationalratswahl im Herbst dürften die Umbaupläne jedoch gänzlich Geschichte sein. Am Mittwoch hat Wrabetz die Mitarbeiter in der ORF-Information jedenfalls davon in Kenntnis gesetzt, dass er auch die zwei Channel-Manager-Posten nicht wie geplant Ende der Woche ausschreiben wird.

Offiziell klingt das zwar noch immer nach einer bloßen Verschiebung: "Derzeit findet die Endabstimmung der Organisationsanweisung statt, der Zeitplan für die Ausschreibung ist in Überlegung", sagte ORF-Sprecher Martin Biedermann der "Presse". Durch die nun vorgezogene Nationalratswahl dürfte es aber Monate, wenn nicht gar Jahre dauern, bis an der ORF-Struktur etwas geändert werden kann.

Wrabetz wollte die Channels dem Vernehmen nach gemäß dem derzeitigen koalitionären Farbmuster vergeben: ORF eins an Lisa Totzauer (für das bürgerliche Lager), ORF 2 an Roland Brunhofer (für die SPÖ). Ohne Channel-Management bleibt nun in der TV-Information bis auf weiteres alles beim Alten - und Fernsehdirektorin Kathrin Zechnner für die so sensible wie (vor allem in Vorwahlzeiten) wichtige TV-Information verantwortlich. Danach werden - nach dem neuen Regierungs-Farbmuster - auch im ORF die Karten neu gemischt werden.

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