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Ivica Vastic will ORF-Publikumsrat werden

30.11.2009 | 18:00 |   (DiePresse.com)

23 Kandidaten für die Wahl stehen fest, dabei sind auch Ex-Fußballer Vastic, Rapid-Trainer Peter Pacult und Marika Lichter. Die SPÖ wird sich durch die Wahl die Mehrheit im Stiftungsrat holen.

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Die 23 Kandidaten für die Direktwahl von sechs ORF-Publikumsräten stehen fest. Auf der Liste finden sich auch einige prominente Namen, diesmal vor allem aus dem Bereich Sport: Nominiert sind etwa Rapid-Trainer Peter Pacult und Ex-Fußballer Ivica Vastic. Auch Musicaldarstellerin Marika Lichter geht ins Rennen den Publikumsrat.

Auf einem SPÖ-Ticket stehen neben Lichter und Pacult auch die Kugelstoßerin Sonja Spendelhofer. Wieder aufgestellt wurde Siegfried Meryn. Der SP-nahe Pensionistenverband hat den bereits im Publikumsrat vertretenen Beppo Mauhart sowie Sophie Bauer vorgeschlagen. Die Bundesarbeitskammer schickt Daniela Zimmer und Christian Prantner ins Rennen. Für die Stadt-Wien-nahen Volkshochschulen kandidiert neben Lichter auch der Kommunikationswissenschafter Peter Vitouch in der Kategorie Bildung. Seitens der Sozialdemokraten stehen außerdem für die Jugend Corina Korner und Jürgen Michlmayr zur Wahl. Weiters ist Gerald Netzl nominiert.

Vastic kandidiert auf ÖVP-Seite

Auf ÖVP-Seite kandidiert neben Fußballer Vastic auch wieder der Rad-Bahnweltmeister Franz Stocher und Gerhard Tötschinger. Die Vereinigung christlicher LehrerInnen an mittleren und höheren Schulen hat Eva Scholik aufgestellt und der Katholische Familienverband Clemens Steindl. Kathrin Zettel ist erneut Kandidatin der VP-Kinderorganisation Kinderwelt. Darüber hinaus kandidieren Hans Högl, Bernadette Tischler sowie Elisabeth Sabler. Als unabhängige Kandidaten hat der Umweltdachverband Dagmar Breschar und Gerhard Heilingbrunner nominiert.

Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) freut sich, "dass bekannte Persönlichkeiten bereit sind, sich für den ORF im Publikumsrat zu engagieren". Die Direktwahl war im Vorfeld mehr als umstritten. Für die Beibehaltung der Wahl plädierte im Vorfeld vor allem die SPÖ. Bei der Direktwahl konnten sich bisher aufgrund der Mobilisierungskraft der Sozialdemokraten ausschließlich von der SPÖ unterstützte Kandidaten durchsetzen.

SPÖ-Mehrheit im Stiftungsrat

Die Mehrheit im Publikumsrat ist der SPÖ ohnehin sicher, da der Bundeskanzler 17 der insgesamt 35 Mitglieder nominiert. Dazu kommen je ein Parteienvertreter der SPÖ, des SP-nahen Gewerkschaftsbundes sowie der Arbeiterkammer. Die Kanzlerpartei könnte sich in der kommenden ORF-Gremienperiode von 2010 bis 2014 somit im Stiftungsrat die absolute Mehrheit holen. Denn der Publikumsrat entsendet sechs Mitglieder in den Stiftungsrat. 24 der 36 Stiftungsrats-Mitglieder werden ohnehin politisch bestellt.

Der Publikumsrat selbst forderte die Politik auf, die Wahl zu überdenken, weil sie dazu führe, dass jene Persönlichkeiten kandidieren, die in der Öffentlichkeit bekannt sind, "die aber dann nach der Wahl aufgrund anderer Verpflichtungen häufiger als andere Mitglieder an der Sitzungsteilnahme verhindert sind", hieß es in einem Schreiben an die Klubobleute.

Tatsächlich sind von den im Jahr 2005 gewählten Kandidaten nur mehr drei im Amt. Gewählt wurden damals Erwin Steinhauer, Barbara Blaha, Fritz Muliar, Siegfried Meryn, Stephanie Graf sowie Harald Glatz. Glatz schied aus dem Publikumsrat aus, weil er auf einem Regierungsticket in den ORF-Stiftungsrat einzog. Muliar hatte sein Amt Anfang des Jahres vor seinem Tod zurückgelegt und Steinhauer folgte im Juli.

DIE KANDIDATEN:

SPORT
Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur:

  • Peter Pacult
  • Sonja Spendelhofer

Sportunion:

  • Franz Stocher
  • Ivica Vastic

BILDUNG
Vereinigung christlicher LehrerInnen an mittleren und höheren Schulen

  • Eva Scholik

Vereinigung für Medienkultur:

  • Hans Högl

Wiener Volkshochschulen:

  • Marika Lichter
  • Peter Vitouch

ELTERN / FAMILIE
Verband der Elternvereine an den öffentlichen Pflichtschulen:

  • Gerald Netzl

Katholischer Familienverband:

  • Clemens Steindl

Die Kinderfreunde:

  • Siegfried Meryn

ÄLTERE MENSCHEN
Österreichischer Seniorenbund:

  • Gerhard Tötschinger

Pensionistenverband Österreichs:

  • Beppo Mauhart
  • Sophie Bauer

KONSUMENTEN
Bioniere - Gemeinschaft zur Förderung der Lebensqualität durch Vorbilder mit Zivilcourage:

  • Elisabeth Sabler

Bundesarbeitskammer:

  • Daniela Zimmer
  • Christian Prantner

Ökosoziales Forum:

  • Bernadette Tischler

Umweltdachverband:

  • Gerhard Heilingbrunner

JUGEND
Kinderwelt:

  • Kathrin Zettel

Gewerkschaftsbund:

  • Corina Korner
  • Jürgen Michlmayr

Umweltdachverband:

  • Dagmar Breschar

Der Publikumsrat
Die Liste der für die Direktwahl nominierten Personen wird am Dienstag vom Bundeskanzleramt im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" veröffentlicht. "Repräsentative Einrichtungen" und Organisationen aus den Bereichen Bildung, Jugend, ältere Menschen, Eltern, Familie, Sport und Konsumenten waren zu Vorschlägen aufgerufen. Die Wahl wird voraussichtlich im Februar 2010 stattfinden, wahlberechtigt sind alle Gebührenzahler.

(APA/Red.)

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6 Kommentare
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Rotfunk

Pacult soll sich auf Rapid konzentrieren und warum er für Fischer ist, weiß man ja auch. Sport und Politik tut nicht gut!

Kreis6
30.11.2009 21:23
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Der Sender braucht

keinen Publikumsrat sondern einen Konkurs
richter. Seit der Schweizer Abstimmung
laufen alle wie aufgescheuchte Hühner
herum. Kein Format zu erkennen.

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Und was und wem können die alle etwas "raten"?

Vielleicht sollte man die Existenzberechtigung solcher "Publikumsräte" einmal grundsätzlich hinterfragen. Ich weiß schon, wie die idealisierte Theorie dazu aussieht: Es soll zumindest von der äußeren Optik her so etwas wie ein "demokratisches Konstrukt" installiert werden, damit sich die "Menschen draußen" auch wirklich mit der "größten Orgel des Landes" identifizieren können; sich darin auch persönlich "vertreten" fühlen. Aber mir ist aus der Vergangenheit auf Anhieb eigentlich kein konkreter Anlaß in Erinnerung, wo dieses Gremium etwas Entscheidendes zur Prorgrammgestaltung oder zu kaufmännischen Gebahrung hätte beitragen können. Im Grunde halte ich solche Menschenansammlungen in derartigen "Nebenkabinetten" von ihrer Funktionalität eher als eine Gruppe von Verhinderern. Egal, was auch immer...

Gast: UKW
30.11.2009 20:02
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Ich kann mir schon vorstellen wie das laufen wird

Die SPÖ Parteizentrale übernimmt das Faxschicken auf Steuerzahlerkosten für ihre 400.000 Mitglieder. Und Überaschung: Gewonnen!

Shoestring
30.11.2009 18:54
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ORF

abmelden, von mir seht ihr keinen Cent.

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Hoffentlich

kann man sie gegebenenfalls auch verklagen und einsperren wegen Vergeudung der ihnen anvertrauten Ressourcen. - So wie die Bawag Austichtsräte.