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Kleiderstreit: Fünf Al-Jazeera-Moderatorinnen kündigen

30.05.2010 | 19:03 |   (DiePresse.com)

Die Geschäftsführung des arabischen TV-Senders Al-Jazeera fand die Kleidung der Mitarbeiterinnen nicht konservativ genug. Die Kleiderordnung beinhaltet auch die Aufforderung, sich nicht zu sehr zu schminken.

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Wegen ständiger Kritik an ihrer Kleidung haben fünf Moderatorinnen des arabischen Nachrichtensenders Al-Jazeera gemeinsam gekündigt. "Unsere Entscheidung ist unwiderruflich", sagte eine von ihnen der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag in Doha, wo der Sender beheimatet ist. Die Zeitung "Al Hajat" berichtete, die Frauen hätten in der vergangenen Woche das Handtuch geworfen, weil sie von der Geschäftsleitung ständig aufgrund ihrer Kleidung gegängelt worden seien, die nicht konservativ genug sei.

"Sind sehr anständig angezogen"

Der Streit um die Kleider sei nicht der einzige Grund, sagte ein Redaktionsmitglied von Al-Jazeera, das nicht namentlich genannt werden wollte, AFP. Eine der Ex-Mitarbeiterinnen sagte, es handle sich "um eine Anhäufung von Beschwerden aus fünf oder sechs Jahren aufgrund einer Politik, die professionelle Regeln nicht befolgt und bei denen der Angestellte nicht nach seinen Fähigkeiten und seiner Erfahrung, sondern nach den Launen gewisser Führungsmitglieder behandelt wird".

Die Moderatorinnen des Nachrichtensenders "sind sehr anständig angezogen", sagte die Mitarbeiterin. Es werde aber verlangt, "sich noch anständiger zu kleiden und das verletzt unsere Würde".

Vorwurf: Zunehmend islamistische Ausrichtung

Die Gründung von Al-Jazeera im Jahr 1996 galt als Revolution der Nachrichtenlandschaft in der arabischsprachigen Welt, vor allem wegen der bis dato ungewöhnlich offenen Berichterstattung. Der Sender berichtete über den Beginn des Krieges in Afghanistan Ende 2001 praktisch exklusiv und strahlte Video- und Audiobotschaften von al-Qaida-Chef Osama bin Laden aus.

Beobachter stellen bei dem Sender jedoch eine zunehmend islamistische Ausrichtung fest. Die Geschäftsführung wollte den Bericht über die Moderatorinnen nicht kommentieren. Aus der Umgebung der Leitung verlautete aber, es sei vor einigen Monaten eine "Kleiderordnung" erlassen worden, auch seien die Damen aufgefordert worden, sich nicht zu sehr zu schminken. Es sei aber nicht verlangt worden, sich zu verschleiern, hieß es.

(Ag.)

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13 Kommentare

Finde ich ganz toll und mutig von den Frauen!!!

Dass die Presse da nur eine Agenturmeldung bringt, ist schon negativ interessant. Aber vielleicht kommt ja noch was ...

1 1

Gratulation...wieder ein Schritt weiter ins Mittelalter...

Da schicken wir doch gleich noch ein paar Millionen nach Gaza um dort auch die Schari'a zu unterstuetzen.

und wieder ein kleines Mosaiksteinchen im "Wahnsinnsnetzwerk" des mittelalterlichen Islam...


Gast: gast
31.05.2010 06:18
1 0

der Vollständigkeit wegen...

- Welcher Sender? die internationale Version oder die Arabische?

- man sollte sich zum (abschreckenden) Vergleich mal die Damen von PressTV (iranisch, auf Astra) ansehen: total eingewickelt....


um künftige konfrontationen

mit unseren türkischen mitbürgern zu vermeiden empfehle ich dem orf die bekleidungsvorschrifen von al jazeera zu übernehmen!

Re: um künftige konfrontationen

Richtig, und die männer haben einen vollbart zu tragen!

Re: Re: um künftige konfrontationen

herr wolf mit vollbart? wär sicher ein interessanter anblick! btw: 21 kommentare pro tag? wow. was machen sie beruflich? :-)

jojojojojjo

"was machen sie beruflich? :-)" - non-profit-freelancer, habe reiche eltern, bruhahaha!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: STFU
31.05.2010 02:46
0 4

typischer fpö-sozialhilfe-dauerempfänger


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Kleidungsvorschriften kann es überall geben - in jedem Unternehmen. Daran haben sich dann die Mitarbeiter(innen) zu halten.

Warum beschwert man sich nicht, dass kopftuchtragende Frauen in gewissen Unternehmen eben wegen der islamischen Kleidung nicht arbeiten können bzw. dürfen? Und das ist in Unternehmen, die eigene Unformen haben bzw. die eigene Kleidungsvorschriften haben idR arbeitsrechtlich betrachtet gesetzeskonform.

Die angeblichen "islamistischen Tendenzen": es gefällt der "westlichen" Berichterstattung eben nicht, dass aus einem anderen Winkel berichtet wird - das hat man v.a. bei dem Treiben I. in Gaza gesehen. Über diese Unwahrheiten kann ich nur müde lächeln, denn: Al Jazeera ist die einzig wirkliche Alternative zu den gleichgeschalteten US-Nachrichtensendern, deren Gesinnung man kennt. Die dt. Nachrichtensender sind nur ein billiger Abklatsch der US-Sender.

Antworten Gast: Absurdistan
31.05.2010 11:15
1 0

Re: Kleidungsvorschriften kann es überall geben - in jedem Unternehmen. Daran haben sich dann die Mitarbeiter(innen) zu halten.

Niemand sagt, nicht einmal der Koran, dass die Frauen eingewickelt werden müssen. Und wer es so interpretiert, hat von vornherien eine despektierliche Grundhaltung gegenüber Frauen. Das Einwicklen von Frauen stammt aus kranken Männergehirnen. Der Vergleich mit Bekleidungsvorschriften in Unternehmen ist falsch. Und einfach lächerlich. In Unternehmen wird niemand aus religiösen Gründen gezwungen sich zu verwickeln. Und ein Firmendress ist etwas anderes, als dieser religös motivierte Schwachsinn von Koran-/Bibelanbetern. Zum Abklatsch Dt. Medien: Das ist das arabische Todschlagargument. Wir wissen ja alle: Nur in arabischen Medien bekommen wir die Wahrheit geliefert - oder das, was sie uns als Wahrheit manipulieren wollen.

Antworten Gast: STFU
30.05.2010 21:50
3 0

aber sicher doch, Habibi ...


bla bla bla


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Re: Kleidungsvorschriften kann es überall geben - in jedem Unternehmen. Daran haben sich dann die Mitarbeiter(innen) zu halten.

Natürlich können die Kleidervorschriften erlassen wie sie wollen. Sie können auch so islamistisch sein wie sie wollen.

Der Punkt ist aber, dass sich Jazeera völlig anders gibt als es ist. Der Sender gibt sich oberflächlich modern hat in Wirklichkeit aber massive islamistische Tendenzen entwickelt und nimmt es mit der Wahrheit gar nicht genau.

Absolut verhängnisvoll ist die Gaza- Berichterstattung des Senders. Es wird mit endlosen Elends und Rührungssequenzen auf die Emotionen gedrückt, ohne sich nur ansatzweise um Gründe oder Hergänge zu kümmern, nicht einmal um die Authentizität des Materials.

Vieles ist nachgewiesen mit Schauspielern gestellt ("Paliwood"). Sie kennen doch sicher den -gefakten- Trailer wo ein paar Kinder vor einer Schubraupe herlaufen, oder?.

Jazeera bedient damit den islamisch - arabischen Bedarf am täglichen Selbstmitleid ohne aber nur einen Funken an echter Information oder gar Hintergrund zu liefern.

Jazeera eine Alternative zu unseren Nachrichtenformaten? Ein guter Witz.

Im Übrigen ist Jazeera branchenbekannt für seinen irren Personalumsatz und seine Personalpolitik (es gab mehrere Internetforen nur zu diesem Thema), weil letztlich nach Laune und Befindlichkeit des Sheikhs entschieden wird.