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"Wetten, dass..?": Gottschalk hört im Sommer auf

13.02.2011 | 12:37 |  von Eva Male (Die Presse)

Vor laufenden Kameras erklärt Thomas Gottschalk seinen baldigen Rückzug. Seit dem Unfall im Dezember liege "auf 'Wetten, dass..?' ein Schatten".

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Wetten, dass . . .?“ ohne Thomas Gottschalk – für viele Zuschauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das nur schwer vorstellbar. Untrennbar scheint der Name des Moderators mit der Sendung verbunden, die der nunmehr 60-Jährige seit September 1987 moderiert, mit einer kurzen Unterbrechung 1992/93. Das Publikum kennt den Zwei-Meter-Mann mit dem blonden Lockenkopf und der eigenwilligen Garderobe lässig-locker, schlagfertig, immer gut gelaunt.

Seit dem schweren Unfall des Wettkandidaten Samuel Koch Anfang Dezember, der seither gelähmt ist, liegt jedoch „für mich persönlich auf ,Wetten, dass . . .?' ein Schatten, der es mir schwer machen würde, jemals wieder zu der guten Laune zurückzufinden, die Sie ganz zu Recht von mir in dieser Sendung erwarten“. Thomas Gottschalk kam Samstag abend, am 30. Geburtstag der Wettshow, schnell zur Sache. Kaum hatte er auf dem Sofa Platz genommen, auf dem er „die besten 25 Jahre“ seines Lebens verbracht habe, kündigte er seinen Rückzug aus „Wetten, dass . . .?“ an.

Die jetzige Staffel will Gottschalk noch abschießen, um den Zusehern nicht „mit einem so traurigen Zusammenhang“ im Gedächtnis zu bleiben; nach der Sommersendung aus Mallorca sollen drei Spezialausgaben mit neuen Wetten und Rückblicken aus der 30-jährigen Geschichte ausgestrahlt werden. Danach will sich Gottschalk „schweren Herzens“ verabschieden. Aber er wäre nicht der Komiker, der er ist, hätte er an seine düstere Rückzugserklärung nicht doch noch einen Witz angefügt, in Anspielung auf die 30-jährige Diktatur in Ägypten: „Obwohl es mich persönlich schon ein bisschen ärgert, dass mich Mubarak knapp geschlagen hat.“

Sinkende Quoten

Das Publikum in Halle raunte, während im Fernsehen zehn Millionen die Abschiedsworte des Moderators verfolgten. So viele hatten schon lange nicht mehr eingeschaltet. Wegen der sinkenden Quoten war Gottschalk seit einiger Zeit unter Druck. Um jüngere Publikumsschichten und Frauen für „Wetten, dass . . .?“ zu begeistern, war vor eineinhalb Jahren Michelle Hunziker als Co-Moderatorin engagiert worden, was Kritiker als Demontage des TV-Titanen Gottschalk werteten. Die beiden haben sich aber gut zusammengerauft. „Vielleicht schaffe ich es doch, dich umzustimmen und mit dir auf diesem Sofa alt zu werden“, meinte Hunziker dann auch am Samstag.

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„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, erklärt auch ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut, „wer weiß, wie das Publikum reagiert.“ Aber ob an Gottschalks Entscheidung zu rütteln ist? In keinem Fall müsse das Fernseh-Publikum auf ihn verzichten, beruhigt der Programmdirektor: „Er wird künftig genauso viel für das ZDF auftreten wie gegenwärtig.“ Für heuer sind die Sendungen „Menschen 2011“, die Spendengala „Ein Herz für Kinder“ und „Echo Klassik“ geplant.

Über mögliche Nachfolger für „Wetten, dass . . .?“ wird eifrig spekuliert. Genannt werden etwa Jörg Pilawa oder Hape Kerkeling. Dem Vernehmen nach soll auch die Zusammenarbeit mit Hunziker fortgesetzt werden. Nach Gottschalks Abgang rechnet das ZDF mit einer Pause von ungefähr einem halben Jahr, um das Konzept der Show zu überarbeiten.

„Warum wird nicht gewettet?“

Erfunden hatte diese Frank Elstner 1981. Die Idee sei ihm im Bett gekommen, erzählte er einmal. „Warum wird eigentlich im deutschen Fernsehen nicht gewettet?“, habe er gedacht und danach sofort ein Konzept entwickelt. Bis 1987 moderierte Elstner, danach übernahm Gottschalk. Die dritte Folge von „Wetten, dass . . .?“ wurde im Mai 1981 übrigens aus Wien ausgestrahlt und war zugleich Geburtsstunde für die Hilfsaktion „Menschen für Menschen“. Karlheinz Böhm hatte gewettet, dass nicht einmal jeder dritte Zuschauer eine Mark für die Sahelzone spenden würde – und die Spendenfreudigkeit der Menschen weit unterschätzt.


Meistgesehene Sendung
"Wetten, dass..?" hatte am Samstag so viele Zuschauer wie lange nicht und war die mit Abstand meistgesehene Sendung im deutschsprachigen Fernsehen. Im Schnitt sahen 10,56 Millionen Zuschauer (im ORF: 793.000) die Show zwischen 20.15 Uhr und 23 Uhr. Gäste waren unter anderem Take That, Udo Lindenberg und Naomi Campbell.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.02.2011)

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54 Kommentare
 
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Re: Gottschalk

Gottschalk? Wer ist Gottschalk? Für diesen Sinnlos-Quasler gibt es hunderte Nachfolger und die Show lebt von dem Konzept nicht von Gottschalk...

Antworten Antworten Gast: Salzburgerland
13.02.2011 12:58
6 2

Re: Re: Gottschalk

Naja, so ist das auch nicht. Unterm Elsner und dem anderen Typ, dessen Name ich schon vergessen hab, war die Sendung nichts. Erst Gottschalk, als einer der beliebtesten Entertainer in Deutschland konnte die Sendung so lange so gut laufen.

Antworten Antworten Gast: NostradamusrechteHand
13.02.2011 12:50
6 2

Re: Re: Gottschalk

Bist wohl ein kleiner Neidhammel. Den Gottschalk kennt fast jeder, dich jedoch niemand. Macht aber nichts, da haben sie hundertprozentig nichts versäumt.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
13.02.2011 17:52
0 4

Re: Re: Re: Gottschalk

und?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gast
13.02.2011 22:23
4 0

Re: Re: Re: Re: Gottschalk

@gast
Dieses "und" ist eine wunderschöne Offenbarung.
Kleine Kinder antworten nämlich immer, wenn ihnen sonst nichts mehr einfällt mit "und".
Wie alt sind Sie eigentlich?
Wäre sicherlich interessant für Psycho...

Gast: Adonay.
13.02.2011 10:14
8 8

'Wetten, dass.. der Tommy viel weniger Leuten abgehen wird, als er sich wünscht.


Eine Sendung der seichten bis dümmlichen Unterhaltung mit ihrem ebensolchen Moderator.

Wenn der Th.G. geht wird sich ein anderer Flachquassler finden.

Antworten Gast: Gast
13.02.2011 11:43
6 2

Re: 'Wetten, dass.. der Tommy viel weniger Leuten abgehen wird, als er sich wünscht.

Ihr Kommentar, der seichten und dümmlichen Unterhaltung gleichwertig.

Antworten Gast: gast . .
13.02.2011 10:24
3 5

Re: 'Wetten, dass.. der Tommy viel weniger Leuten abgehen wird, als er sich wünscht.


Bin ganz ihrer Meinung!!!

Ich finde es traurig..

Es tut mir auch recht leid demjenigen, der jetzt im Krankenhaus gelähmt liegt und auch dem Moderator Gotshalk, denn er trägt jetzt die Schuld auf sich und ich weiß wie es sich fühlt, etwas falsches getan zu haben und diesen Gedanken nicht mehr los wird.

Antworten Gast: GG Ella
13.02.2011 10:24
2 5

Re: Ich finde es traurig.. Was denn?



"Gotshalk", wer ist denn das???

Der Gottschalk ist mir ja sowas von egal.

Hier sieht man aber gleich, für welches Niveau diese Deppensendung gemacht wird.

Das find ich traurig!

Antworten Antworten Gast: KK Ulla
13.02.2011 11:45
5 1

Re: Re: Ich finde es traurig.. Was denn?

Dann nenn doch einmal einen der unsrigen der dem gottschlak das wasser reiche kann!

Antworten Antworten Antworten Gast: Ottakring 45..
13.02.2011 12:17
5 1

Re: Re: Re: Ich finde es traurig.. Was denn?

Es gibt in Österreich keinen, der auch nur annähernd an das Auftreten eines Gottschalk heran kommt. Leider.

Antworten Gast: F. Ch.
13.02.2011 10:16
2 5

Re: Ich finde es traurig..

Mein Gott, bist du ein lustiges Dummerl.
Was du nicht alles traurig findest.

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Die gute Nachricht des Tages

Der Ober-Nerver aus Amerika wird also nicht mehr von den Gebührenzahlern reicher gemacht.

Antworten Gast: Satellit.
13.02.2011 11:42
8 3

Re: Die gute Nachricht des Tages

Einer der besten Entertainer des deutschen Sprachraumes. Leider kann man solche Leute bei uns lange suchen. Deshalb dominieren die deutschen Sender immer mehr unser Land.

unter den blinden.....

ist der einaeugige koenig :O)) - wen gibt es ausser diesen lacka....???

Re: Re: Die gute Nachricht des Tages

Die besten Entertainer des deutschen Sprachraumes sind leider alle tot: Hans Rosenthal, Peter Frankenfeld, Hans-Joachim Kuhlenkampf. An diesen gemessen, ist der Gottschalk nur ein unbedeutender Dampfplauderer. Er ist mir schon Anfang der 70iger Jahre im Bayerischen Rundfunk auf die Nerven gegangen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Zentrale5
13.02.2011 22:26
3 1

Re: Re: Re: Die gute Nachricht des Tages

Dann musst du halt versuchen mitzukommen mit dem schnellen Witz und nicht immer darauf warten, dass dir alles ins Bairische übersetzt wird. Oder du beantragst beim ZDF, dass sie für dich Untertitel einblenden (die gaaaanz laaaangsam laufen).

Re: Re: Re: Re: Die gute Nachricht des Tages

Ihr schlechtes Deutsch und die persönlichen Angriffe zeigen ihr geistiges Niveau deutlich. Ich bin übrigens überhaupt kein Bayer und brauche daher keine Übersetzung ins Baierische.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Zentrale5
14.02.2011 10:02
3 1

Re: Re: Re: Re: Re: Die gute Nachricht des Tages

Na iund, ich bin ja auch kein Deutscher. Was hat denn das jetzt damit zu tun?

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Die gute Nachricht des Tages

Ah, völlig verkifft! Zentrale5 weiß schon nicht mehr, was er vorher geschrieben hat. Habe nur auf ihre beleidigenden Äußerungen geantwortet. Und woher sie sind, ist mir völlig egel (vermutlich aber kein Österreicher, denn das sind in der Regel höfliche Menschen).

Re: Re: Die gute Nachricht des Tages

Die deutschen Sender versuchen wenigstens annähernd Programm zu machen! Mit Musikantenstadel und Mei liabste Weis ist die Unterhaltung doch ziemlich seicht.
Nicht einmal Nachrichten können sachlich präsentiert werden, auch hier werden ständig subjektive Meinungen verbreitet.
Aber so ist das eben bei einem Zwangsgebührensender es ist nicht notwendig ordentliches Programm zu machen, da das Geld so und so fließt, wenn nötig wird es eben eingeklagt!

Gast: Zuckerbäcker
13.02.2011 02:09
7 1

Allerweltsjournalismus

"Das Aus für Gottschalk schien nach dem verheerenden Sturz des Wettkandidaten Samuel Koch in der vergangenen Ausgabe am 4. Dezember, der erstmals in der Geschichte der Sendung zu einem Abbruch führte, nur eine Frage des richtigen Timings gewesen zu sein."

"Die Krise kam schleppend, kulminierte dann aber in dem tragischen Unfall vom 4. Dezember."

Was bitte hat die seit langem schwächelnde Performance Gottschalks mit diesem tragischen Zwischenfall zu tun?

Ich empfinde diese nicht enden wollenden Versuche, Gottschalk nach diesem Vorfall anzuschwärzen einfach nur mies.

Gefährliche Wetten gab es schon immer in der Sendung. Die Diskussion, ob man das braucht, sollte davon losgelöst werden, wer diese Sendung moderiert!


...

Wann hören Faymann und Pröll auf?

Antworten Gast: gast . .
13.02.2011 10:18
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Re: ... Nioch wichtiger: Wann ist man dich endlich los?


Er wird weitermachen

Ich gaube nicht dass Gottschalk - obwohl heute angekündigt - zurücktreten wird. Geschickt hat er mit seiner heutigen Ansprache die finale Entscheidung auf das Publikum abgetreten, welches in noch kommenden Sendungen genug Gelegenheit haben wird, Stimmung für den Verbleid des Showmasters zu machen. Letztendlich wird Gottschalk im Sommer dem Drängen des Publikums, sowie seiner Showgäste (die ja bereits heute entsprechend vorgearbeitet haben) nachgeben und sich "überzeugen" lassen, wetierzumachen. Hätte er ernsthaft zurücktreten wollen, hätt er dies nicht zu Beginn der Sendung erwähnt, sondern am Ende, und diese heutige Show gleichzeitig zu seiner letzten gemacht. "Wetten, dass..." will go on! Und der ZDF hat nun genügend Zeit gewonnen das Sendungskonzept entsprechend aufzupeppen sowie in Sachen Marktanteil von den dztg. Beifplichtungen zu profitieren. Klug gemacht, Hut ab!! Und im Übrigen läuft Gottschalks Vertrag ja sowieso bis 2012...

Re: Er wird weitermachen

Glaube ich auch. Das alles hat nur den Zweck, die 'Stimmung' des Publikums zu erfahren. Und die ist ja recht eindeutig. Gottschalk wird nicht aufhören. Ohne ihn hätte die Sendung ohnehin keine Zukunft.

Gast: gast
12.02.2011 21:20
2 7

sehr gut


Antworten Gast: Mike L.
13.02.2011 11:47
5 0

Re: sehr gut

Wir bedanken uns für Ihren sachlich-ausführlichen Beitrag, der Ihr hohes Niveau offenbart.

 
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