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Meischberger siegt in erster Instanz gegen "Österreich"

07.06.2011 | 15:26 |   (DiePresse.com)

Die Zeitung berichtete über eine angebliche Forderung von zwei Millionen Euro an den ORF. Meischberger klagte auf Gegendarstellung und Entschädigung. "Österreich" legt Berufung ein.

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Walter Meischberger siegt gegen die Tageszeitung "Österreich" - zumindest in erster Instanz. Am Dienstagnachmittag wurde im Wiener Straflandesgericht ein medienrechtliches Verfahren entschieden, das der ehemalige, vom BZÖ nominierte ORF-Stiftungsrat gegen die Zeitung angestrengt hatte. Stein des Anstoßes war ein Bericht über Meischberger in "Österreich": Darin behauptete die Tageszeitung sinngemäß, dass der damalige Stiftungsrat vom unter Berufung auf Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser ORF per E-Mail zwei Millionen Euro gefordert. Das haben sowohl Meischberger als auch ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz dementiert. In dem Gegendarstellungs-Verfahren blieb Meischberger in erster Instanz siegreich.

Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. "Österreich"-Anwalt Peter Zöchbauer meldete umgehend volle Berufung an, "weil der Mailverkehr ja existiert"

Gab Projekt, aber keine Geldforderung

"Es hat ein Fernseh-Projekt gegeben. Es hat ein Budget gegeben von zwei bzw. drei Millionen Euro. Das hat aber nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun, wo unterstellt wurde, der Herr Meischberger habe ohne entsprechende Gegenleistung Geld gefordert", stellte Richterin Karin Beber fest. Der Ex-Stiftungsrat erhielt eine Entschädigung von insgesamt 4000 Euro zugesprochen - der Bericht war sowohl in der Print- als auch in der Online-Ausgabe der Tageszeitung publiziert worden und wurde vom Gericht mit jeweils 2000 Euro in Rechnung gestellt.

Meischberger hatte Wrabetz mehrfach angemailt, wobei er etwa am 30. August 2007 - also rund ein Jahr nach der ORF-Generalswahl - festhielt: "Ich möchte Dich daran erinnern, das [sic] Du mir das Budget von 3 Mio. Euro pro Jahr für eine wöchentliche Magazinsendung an einem Sendeplatz auf ORF 2 vorgegeben hast."

Zeuge aus Werbeagentur entlastete Meischberger

Tatsächlich gab es Überlegungen zu einem Fernsehprojekt, was Wrabetz auch beim Prozessauftakt Mitte Mai im Zeugenstand eingeräumt hatte. Von Geldforderungen sei allerdings nie die Rede gewesen. An eine entsprechende Sitzung, an der Meischberger, Meischbergers Tochter, Wrabetz und ORF-Onlinedirektor Thomas Prantner teilnahmen, erinnerte sich auch der Chef einer Wiener Werbeagentur, der dazu am Dienstag abschließend befragt wurde.

"Meine Rolle war zu schauen, ob das für die Werbewirtschaft grundsätzlich interessant ist", sagte der Zeuge. Bei der Sitzung sei "ein Budgetplan, ein Kostenplan" präsentiert worden. Um konkrete Beträge sei es nicht gegangen: "Ich hab' auch nicht in Erinnerung, dass über Provisionen gesprochen wurde." Auch Ex-Finanzminister Grasser sei kein Thema gewesen.

(APA)

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6 Kommentare
Gast: Hertha B.
07.06.2011 17:30
0 0

Auf unsere Justiz ist Verlass.

Nur wunderts, dass dieses mal nicht das LG Wr. Neustadt involviert war ...

Gast: das hirn
07.06.2011 17:03
2 0

halblustig

verjährungsschreibtische stehen überall dort, wo der rote oder schwarze einfluss gegeben ist. bei rot wird nichteinmal mit der verjährung gearbeitet, sondern, wenn es auch nur irgendwie geht, nicht aufgegriffen. siehe die kartons des papa flöttl für die sich keine der selbst ernannten aufdecker interessiert. da es sich bei maischberger um einen "blauen" handelt, seien sie, sehr geehrter herr neidhammel, unbesorgt. die finanz wird ihn würgen, oder hat ihn schon gewürgt, dass ihm hören und sehen vergeht.

Antworten Gast: LgdWzG
07.06.2011 17:37
0 0

sehr geehrter herr neidhammel?

selten wird man so direkt angesprochen, so etwas ehrt mich!

Antworten Gast: Serrothany
07.06.2011 17:34
0 1

Der Flöttl

ist aber bekanntlich FP-nahe ... und nennen Sie mal einen FPler, dem in den letzten Jahren auch nur irgendwas passiert wäre. ZB KHG. Maischberger. Mensdorf. Kulterer. Striedinger. Petrikovic. Soravia 1 und 2. Königshofer. Platschka. Pilnacek. Dem haftunfähigen Kinderschänder von Wr. Neustadt. Usw. usf.

Antworten Antworten Zappelzapp
07.06.2011 23:45
1 0

Der Genosse Flöttl FP-nahe?

Sie leben schon in Ihrer eigenen Welt, gell. Und einen roten Grasser hätte die von Broda erfolgreich rot durchgefärbte Staatsanwaltschaft bis heute nicht einmal angerührt.

Gast: Lustig geht die Welt zu Grunde
07.06.2011 15:42
0 1

gegen die Zeitung Österreich zu gewinnen.....

....das ist aber KEINE Kunst!
Ich finde es ja schon lustig das ein Meischberger gegen jemanden gerichtlich vorgeht - hat er schon die 7 Millionen Euro( Hundert Millionen Schilling 100 000 000 Schillinge) ans Finanzamt bezahlt(+Zinsen versteht sich), oder stehen im Finanzministerium auch solche Verjährungsschreibtische wie im Justizministerium(Strasser)!?