In der Nacht auf morgen, Freitag, wird Alexander Wrabetz die erste von mehreren Hürden genommen haben. Sollte bis 24 Uhr keine weitere Bewerbung für den Posten des ORF-Chefs eingehen, dann hat er weiterhin die besten Chancen, der alte neue Generaldirektor zu werden. Bis jetzt sind nur drei weitere, eher chancenlose Gegenkandidaten bekannt: die Ex-ORF-Moderatorin Karin Resetarits-Kraml, der ORF-Belgrad-Korrespondent Christian Wehrschütz und der Coach und Ex-Mann von Ingrid Thurnher Manfred Greisinger.
Freitagvormittag bekommen die Stiftungsräte die Bewerbungen aller vier Kandidaten zugestellt. Um Punkt 12 Uhr lädt Wrabetz Journalisten zu einem Pressegespräch ins ORF-Zentrum auf den Küniglberg. Die Einladungen hat er Donnerstag Mittag per E-Mail verschickt. Im Sitzungssaal der Generaldirektion im 6. Stock will er die Eckpunkte seiner abgegebenen Bewerbung skizzieren und "meine Vorstellungen für den ORF in den kommenden Jahren".
Die nächste, viel größere Hürde folgt am 4. August. Bis dahin können Stiftungsräte einen Kandidaten nachnominieren. Erst, wenn sich auch bis dahin kein Überraschungskandidat auftut, kann Wrabetz sehr beruhigt in die Abstimmung am 9. August gehen.
(awa)
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