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"Bin da beste": "Konkurrenz" für Wrabetz bei ORF-Wahl

29.07.2011 | 11:36 |   (DiePresse.com)

In der Nacht auf Freitag endete die Bewerbungsfrist für den ORF-Chefposten. In letzter Minute hat sich noch ein Kandidat beworben, insgesamt sind es nun sieben Bewerber.

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ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bekommt in letzter Minute einen weiteren Konkurrenten für die ORF-Wahl am 9. August: Der Wiener Schauspieler und Aktionskünstler Dario Lindes hat sich - scherzhaft - für den Posten des ORF-Generaldirektors kurz vor Bewerbungsschluss in der Nacht auf Freitag seine Bewerbung abgegeben.

Lindes hat schon in den letzten Jahren durch Bewerbungen für andere hohe Positionen von sich Reden gemacht, etwa für die Staatsopern-Nachfolge von Ioan Holender 2007, für die Direktion des KHM-Kunsthistorischen Museum 2008, des MAK (2010), Sammlung Leopold, Bregenzer Festspiele, Wiener Festwochen (künstlerische Intendanz), und zuletzt im Mai für den Vorstandsposten des Wiener Flugshafens (Vienna Airport).

"Bin da beste, und Sie sollen ja den Besten nehmen"

Die Bewerbung besteht aus ironischen Antworten auf den Ausschreibungstext - in fehlerhaftem Deutsch formuliert. Gerichtet ist das Schreiben etwa an den "Stiftungsrad". Als Begründung, wieso er für den Posten geeignet sei, schreibt Lindes: "Ich bin gut. Ich bin da beste, und Sie sollen ja den Besten nehmen." Im seinem Konzept für den Küniglberg schlägt der Künstler die Umbenennung des ORF in "Österreichischer Schund-funk" vor.

>>> Die Bewerbung als PDF-Download

Die Geschäftsverteilung soll seiner Ansicht nach aus einem Direktor für großes Geschäft (Walter Meischberger, weil der "kennt sich aus mit große Geschäfte"), einem Direktor für kleines Geschäft (Nico Pelinka), einem Direktor für Sendungen (Pater Pelinka) und einem Direktor für Kantine (Robert Palfrader) bestehen. Wrabetz selbst soll Generalsekretär werden.

Sieben Bewerber

Neben Lindes und dem amtierenden ORF-Chef  bewarben sich auch noch die frühere EU-Abgeordnete Karin Resetarits-Kraml, der ORF-Balkankorrespondent Christian Wehrschütz, Manfred Greisinger, Rene Hager und Martin Roger Müller. Der Kreis der aussichtsreichen Bewerber ist heuer damit vergleichsweise dürftig. Neben Amtsinhaber Wrabetz dürfte keiner der Kandidaten annähernd eine ausreichende Mehrheit zustande bringen. Bei der vergangenen Wahl im Jahr 2006 waren immerhin der heutige "Kurier"-Chefredakteur Helmut Brandstätter, Medienmanager Rudolf Klausnitzer, Programmdirektor Wolfgang Lorenz, und die damalige ORF-Generaldirektorin Monika Lindner mit im Rennen gewesen.

Am Freitag stellt Wrabetz seine Konzepte für die Zukunft des ORF vor. Einige Details sind schon durchgesickert:

>>> Zum Artikel: Gebühren und Medienmagazin: Was Wrabetz vorhat

(APA)

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17 Kommentare

um diesen Versorgungsposten

reißen sich halt die Einfachdenker, die nicht einmal in ihren Parteien mehr zum Zug kommen.

2 1

der ORF gehört privatisiert !

und keine Wahlen ausgeschrieben, um den Dümmsten der Dummen zur Hoheit zu krönen !!!
Warum dürfen die Zwangsbeitragszahler, aber auch die davon Befreiten nicht wählen ?!
Wohl, weil (direkte/gelebte) Demokratie auch in diesem Verein als no Go gilt ?

Seien wir aber froh, das es alternative Sender wenn auch teuerer bezahlt gibt, welche aber wenigstens objektiv berichten, und aktuelle Dokus als der (gegen alle anderen Partei hetzende) Rotfunk es je tun will, senden !


Antworten Gast: krakora
29.07.2011 15:19
1 0

Sie sehen ja, was Wahlen bewirken, denn

würde es nach den Wahlen gehen, dann könnte die SPÖ mit unter 30% nicht die Mehrheit im Stiftungsrat haben.

Die Sahne auf das ORF-Häubchen aber, das setzt dann auch noch der Nationalrat auf, in dem er diesem Steuergeld nachwirft, obwohl es ohnehin skandalöse Zwangsgebühren gibt, auch für jene, die nie dieses Programm sehen!

Antworten Gast: schaltdiekisteab
29.07.2011 15:10
0 1

Re: der ORF gehört privatisiert !

Manche würden in ihrem ziellosen frust und hass wohl ihre eigene großmutter verkaufen, im irrglauben das es dadurch besser wird.
Melden sie sich ab, dann zahlen sie nichts und senden so auch eine effektive nachricht. Nebenbei würde sich ihre lebensfreude nach und nach immer weiter steigern.
Der ORF ist bis auf wenige sendungen (spät in der nacht) wirklich immer seichter geworden, so tief wie bei privatsendern (bei denen es überhaupt keine einflussmöglichkeit gibt) ist es aber wohl noch nicht.

0 0

Re: Melden sie sich ab, dann zahlen sie nichts und senden so auch eine effektive nachricht. Nebenbei würde sich ihre lebensfreude nach und nach immer weiter steigern.

sowohl als auch bin ich zwar nicht abgemeldet, bezahle aber dennoch seit 15 Jahren nichts für diesen Deppenverein ein !
Ich erfreue mic hregelmässig an den GIS-Keilern, welche sich Zugang verschaffen versuchen aber an mir allein scheitern ;-)

Jeder Telekabelnutzer bezahlt diesen Betrag ja eigentlich mit den Steuern bereits mit, da UPC selbst subventioniert wird !
Wissen aber die wenigsten !

Somit bezahle ich weiterhin auch wenn ich mich eigentlich befreien lassen könnte, diesen Verein keinen einzigen Cent für einen Wrabetz oder sonstige NUllen, welche ich mir auch gar (fast) nie ansehe !

Antworten Gast: _peter
29.07.2011 14:38
1 1

Re: der ORF gehört privatisiert !

*gähn*

Gast: yashin
29.07.2011 13:45
1 0

wo sind denn die ...

... anderen bewerbungen als PDF? möcht mich davon überzeugen, ob der wrabetz auch soviel engagiertes vorhat wie der lindes. bin immerhin auch verzwangsgebührt

Re: wo sind denn die ...

Wrabetz's umfangreiche Bewerbung ist jetzt auch als PDF downloadbar. Jene von Resetarits-Kraml folgt gleich.

Mit freundlichen Grüßen,
Heide Rampetzreiter

1 0

Da Beste-

e kloa, in da Löwelstrasse, und olle oundern san Nudlaugen!

Gast: kritiko
29.07.2011 12:48
2 0

GIS gehörte bis zu gelungener Reform ausgesetzt

Der ORF ist mittlerweile eines der schlechtesten europäischen Fernsehprogramme.
Von einem gebührenpflichtigen Anbieter erwarte ich mir höchste Qualität, dh, ansprechende Nachrichten, Dokumentationen und Diskussionen, aber auch aktuelle Spielfilme.
Insbesondere was Spielfilme anbelangt - alte österreichische Schinken und schlechte Hollywoodproduktionen sind wohl nicht das, was sich die Zuseher erwarten!

Wrabetz gehört ebenso wie die unter seiner Leitung entstandenen neuen Formate ersetzt!

Bis das Programm nicht zeitgemäß und qualitativ hochwertig gestaltet ist, gehörte darüber hinaus die GIS-Gebühr ausgesetzt!

Da beste gehört groß.

Der Beste.

Antworten Gast: Vogel Strauss
29.07.2011 13:02
0 0

Re: Da beste gehört groß.

Erst lesen, dann Scherzchen verstehen, dann posten ...

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Bei dem Programm ist es völlig wurscht, welche Pfeife viel Geld für nichts einsteckt!


über den Wolken

muss die Abgehobenheit wohl grenzenlos sein...

köstlich,

der/die VerfasserIn dieser PDF Bewerbung sollte sich der ORF als UnterhaltungsdirektorIn krallen, dieses Insiderwissen und kreatives Schreiben bürgt für Qualität. Schade dass der/die VerfasserIn anonym ist
somit entgeht die Chance auf eine Karriere!

Re: köstlich,

Lieber User alber mueller,

der Verfasser der Bewerbung ist nicht anonym. Sein Name ist Dario Lindes - das steht im ersten Absatz und auch in dem PDF-File mit der Bewerbung.

Mit freundlichen Grüßen,
Die Kulturredaktion

Re: Re: köstlich,

Sehr geehrte Frau Rampetzreiter!
Ja ja so kann´s gehen, vor lauter Begeisterung hat mir das Übersichtslesen einen Streich gespielt.
Lieben Dank für Ihre Antwort!