ORF-Wahl: Alexander Wrabetz ist neuer, alter General

Nachlese Liveticker 29 Stiftungsräte haben für die Wiederwahl des amtierenden ORF-Generals Alexander Wrabetz gestimmt. Zuvor hat er mehr als zwei Stunden präsentiert und diskutiert.

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(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

Die Wahl des neuen (alten) ORF-Generaldirektors ist vorüber: Am Dienstagvomittag haben der amtierende ORF-Chef Alexander Wrabetz und sein chancenloser Konkurrent, Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz, ihre Konzepte vor dem Stiftungsrat präsentiert. Anschließend wurde Wrabetz wiedergewählt: Mit 29 von 35 Stimmen. Sechs Stiftungsräte haben sich der Stimme enthalten. Es gab keine Gegenstimmen. Der Stiftungsrat ist mit 15 roten Räten von der SPÖ dominiert (siehe Grafik unten). Wrabetz hatte sich zumindest mehr als die 20 Stimmen, die er bei seiner ersten Bestellung 2006 bekommen hat, gewunschen.

16:29 Uhr: Wohin mit dem ORF?

Mit der Frage nach dem Standort endet die Pressekonferenz. Die Entscheidung darüber, ob der ORF vom Küniglberg abwandert, solle im heurigen Jahr getroffen werden, kündigt der General an.

16:08 Uhr: Personal und Pelinka

Ob der umstrittene rote Stiftungsrat Niko Pelinka einen Posten auf den Küniglberg bekommen wird, wie so oft kolportiert wurde? "Er hat das für sich ausgeschlossen", sagt Wrabetz. "Dem ist Nichts hinzuzufügen."

Kulovits-Rupp will sich zur Causa Pelinka zunächst nicht äußern, sagt dann aber: So weit sie wisse, hätten Pelinka und Wrabetz erst über die Einladungsliste für einen ORF-Polittalk gesprochen, als diese bereits feststand.

Wie war es mit Pelinka am Telefon? Es habe keine Absprache gegeben, sagt Wrabetz. Für Zurufe von "Unzuständigen" - und das sei der Stiftungsrat - sei er nicht offen.

Er bestätigt die Änderungen im Direktorium (siehe weiter unten), nennt aber keine Namen. Für den Posten des Fernsehdirektors suche jemanden aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, nicht aus den Privaten. 

>>> Das kolportierte ORF-Paket

Kulovits-Rupp spricht über die harsche Kritik des Redakteursrats am Stiftungsrat. Man werde einen Brief an den Redakteursrat schicken, kündigt sie an. Außerdem will man Gespräche führen.

15:56 Uhr: Die Presskonferenz beginnt

Es wird geblitzt! ORF-General Wrabetz und Stiftungsratsvorsitzende Brigitte Kulovits-Rupp stellen sich den Fotografen und bald auch den Fragen. In den hinteren Reihen: ORF-Mitarbeiter Armin Wolf und Dieter Bornemann, der auch Redakteursrat ist. Beide mit Handy in der Hand.

Die Wiederbestellung sei "historisch" und "eindrucksvoll", sagt Kulovits-Rupp. Bisher sei kein Generaldirektor außer Gerd Bacher wiederbestellt und keiner mit einem derart hohen Votum in das Amt gewählt worden.

Wrabetz streicht seine Errungenschaften und die "konstruktive Arbeit" im Stiftungsrat heraus, spricht über die wirtschaftlichen Krisen (Marktöffnung und Bankenkrise) und die "Spaltungstendenzen" in der Gesellschaft.

15:05 Uhr: Stiftungsrat gegen Redakteursrat

Noch tagt der Stiftungsrat - man berät sich über die gestrige Aussendung des Redakteursrates (DiePresse.com berichtete), in der Stiftungsrat und Niko Pelinka scharf angegriffen wurden, verrät die BZÖ-nahe Rätin Huberta Gheneff. "Wir lassen uns nicht mehr global beschimpfen", sagt sie. "Der Text ist inakzeptabel." Nun plane man eine gemeinsame Gegenaussendung.

14:45 Uhr: "Ich bin bewegt"

"Ich bin bewegt, dass es so eine große Mehrheit gibt", sagt Alexander Wrabetz, als er aus dem Sitzungssaal kommt. "Das ist ein großes Vertrauensvotum, das mich mit großer Freude erfüllt, aber auch mit großer Verantwortung."

Bei der Antwort auf die Frage, welche Versprechen er der Politik dafür geben musst, klingt der alte, neue Generaldirektor ganz nach einem Politiker: "Das Versprechen, mit ganzer Kraft für den ORF tätig zu sein."

Auf personelle Fragen will Wrabetz nicht eingehen. Er habe mit Politikern nicht um Posten verhandelt, sagt er. Eine Vorstellung von der Direktion Wrabetz II habe er bereits, im Bereich der Fenrsehdirektion ("Die wichtigste Direktion", so Wrabetz) habe er noch keine Entscheidung getroffen. Für diesen Posten sucht er eine Frau (siehe unten).

Der General wehrt sich gegen den Vorwurf der "Politpackelei".

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APA

14:39 Uhr: Warten auf Wrabetz IV

Der alte, neue General ist weiterhin im Stiftungsratssaal. Was gibt es zu besprechen? Oder gratulieren alle nur?

Armin Wolf twittert: "Dürfte klarstes GD-Abstimmungsergebnis ever sein ..."

14:18 Uhr: Klopfen für Wrabetz

Wrabetz geht wieder in den Stiftungsratssaal, die Räte begrüßen ihn, indem sie mit den Knöcheln auf die Tische klopfen. Sogar ein Jubelschrei ist zu vernehmen. "Ich weiß nix", sagt er beim Reingehen. "Ich muss erst offziell hören, wie das Ergebnis ist."

Wer hat sich enthalten? Die bürgerlichen Stiftungsräte Krainer, Medwenitsch, Rößlhuber, Tötschinger und Tischler sowie der unabhängige Rat Hartig.

14:16 Uhr: Abstimmungsergebnis: 29 Stimmen für den General

Wrabetz wurde mit 29 Stimmen wiedergewählt. Sechs Räte haben sich enthalten. Fünf ÖVP-Räte und der unabhängige Rat Alexander Hartig haben gegen Wrabetz gestimmt.

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APA

14:09 Uhr: Die Entscheidung naht

Es wird abgestimmt.

14:00 Uhr: Wehrschütz tritt zur Wahl an

Christian Wehrschütz kommt aus dem Saal. Er geht davon aus, dass er zur Wahl zugelassen wird. "Man wird mich ja sonst nicht eingeladen haben", sagt der Balkan-Korrespondent. Und tatsächlich: Er ist von einem Rat nominiert worden.

Chancen rechnet sich Wehrschütz aber keine aus. Die Wahl des ORF-Generaldirektors sei "wie David gegen Goliath. Nur dass Goliath gewinnt." Mit seinem Chef Wrabetz selbst habe er nie über seine Bewerbung geredet.

Seine Präsentation sei gut gegangen, sagt Wehrschütz. Seine Schwerpunkte seien öffentlich-rechtlicher Auftrag, Entwicklungsmöglichkeiten im Onlinebereich sowie eine bessere Personalpolitik.

13:30 Uhr: Neues zum schwarzen Stimmverhalten

Fünf bürgerliche Stiftungsräte wollen gegen die Wiederbestellung von Wrabetz stimmen, sieben dafür. Der Gernaldirektor dürfte sein Mindestziel (mehr als 20 Stimmen) locker erreichen. Kolportiert werden bis zu 29 Stimmen für Wrabetz.

13:22 Uhr: Wehrschütz und Buffettfragen

Es ist wieder Ruhe eingekehrt. Wehrschütz präsentiert dem Stiftungsrat, wie er sich den ORF in Zukunft vorstellt. Das dürfte nicht zu lange dauern, danach wird abgestimmt. Auf dem Balkon fotografiert ein Kollege einen Gartenzwerg. Aus der Redaktion kommt die Frage nach der Güte des Buffets. Tja, irgendwo steht Sushi, offenbar schon seit Stunden. Das Journalistenleben ist gefährlich (ja, das ist ironisch gemeint.)

12:50 Uhr: Wrabetz kommt raus

Nicht durch die linken Tür, vor der sich die Fotografen in Stellung gebracht haben, sondern durch die rechte kommt Alexander Wrabetz aus dem Stiftungssaal. Sein Hearing habe so lange - mehr als zwei Stunden statt der beanschlagten 40 Minuten - gedauert, weil es eine "sehr intensive" Diskussion mit "ganz vielen wichtigen Fragen" gegeben habe, erklärt der ORF-Chef. Und: Die Causa Pelinka sei kein Thema gewesen. Jedenfalls habe es "keine Detailfragen" dazu gegeben. Wir erinnern uns: Der rote "Freundeskreis"-Leiter Niko Pelinka hatte in einem Interview, das am Freitag erschien, anklingen lassen, dass Wrabetz ihn frage, wen er zu ORF-Diksussionsveranstaltungen einladen solle. Wenn die Wahl vorbei ist, werde er sich dazu äußern. Ob er ein immer wieder kolportiertes ORF-Engagement Pelinkas nach dessen Aussagen noch für verträglich hielte, wollte Wrabetz nicht beantworten.

Ob er der ÖVP im Gegenzug zu Stimmen Posten im ORF versprochen habe? "Nein", sagt Wrabetz. "Heute geht es um meine Bestellung."

Sein Ziel für die Wahl: Mehr als 20 Stimmen möchte Wrabetz erreichen - aus möglichst verschiedenen Lagern. Wrabetz sieht sich nicht als SPÖ-Kandidat, "weil ich hoffe, dass es eine breite Zustimmung gibt."

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12:29 Uhr: Wolken und Farbenlehre

Wrabetz sitzt jetzt schon mehr als zwei Stunden drin. Das lässt Zeit, sich über die Umgebung Gedanken zu machen. Auf dem strahlend blauen Himmel sind Wolken aufgezogen. Interessant ist auch die Farbgebung in der ORF-Chefetage im 6. Stock des Küniglberg. Die Türen sind zum Großteil schwarz oder rotorange, schmale grüne Streifen zieren die Wände. Ja, uns ist langsam langweilig.

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Rampetzreiter

 

12:18 Uhr: "Wrabetz verstreut Weihrauch"

Wrabetz ist auffallend lange drinnen. Gibt es Schelte für die vielen Telefonate mit Niko Pelinka? Der schwarze "Freundeskreis"-Leiter Medwenitsch kommt heraus, nimmt sich einen Kaffee und sagt auf die Frage, wieso das Hearing so lange dauert: "Alle fragen alles - und Generaldirektor Wrabetz verstreut Weihrauch." Er meint aber, ein Ende ist nun bald absehbar.

11:49 Uhr: Frauensuche bei den Direktoren

Das ORF Direktorium wird von sechs auf vier verkleinert. Wie werden die Bereiche nun neu aufgeteilt? Technik und Online werden voraussichtlich zusammengelegt. Als Favoriten für den Posten werden die interimistischen Leiter Michael Götzhaber und Harald Kräuter gehandelt, als Vize-Direktor der amtierende Online-Chef Thomas Prantner. Finanzchef ist und bleibt Richard Grasl, er bekommt mehr Macht (siehe unten). Der Radiodirektor wird weiterhin Karl Amon heißen. Für die Fernsehdirektion sucht Wrabetz eine Frau. Kathrin Zechner (Vereinigte Bühnen) und Verena Kulenkampff (WDR) sollen noch im Rennen sein.

11:43 Uhr: Wehrschütz und der Balkan

Der zweite Kandidat, der zum Hearing eingeladen wurde, ist eingetroffen und wird von den Medien belagert. Ob er es schade finde, dass er keine Chance auf den Chefposten habe? "So ist Österreich", meint der ORF-Balkan-Korrespondent. Da könne auch der Generaldirektor nichts dafür. Er sei hier, um seine Vorstellungen für den ORF vorzutragen, das sei eine "Ehre": Dabei geht es vor allem um mehr Information (längere "ZiB") und mehr Wissenschaft.

Es erfülle ihn mit Sorge, "dass die Balkanisierung Europas schneller voranschreitet als die Europäisierung des Balkans." Vom Blitzlichtgewitter zeigte er sich überrascht: "Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mir einen Parmalat-Sticker draufgeklebt", so Wehrschütz. Ja, den einst strauchelden italienischen Konzern Parmalat gibt es noch, die sind übernommen worden.

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APA/HERBERT NEUBAUER

 

11:33 Uhr: Mehr Macht für den Finanzchef II

Die Finanzdirektion von Richard Grasl, der als Bürgerlicher gilt, wird definitiv aufgewertet: Als Programmwirtschaftlicher Leiter wird er entscheiden, wie viel eine Sendung kosten darf. Und dazu bekommt er noch den Bereich "New Business Developement", mit dem neue Geschäftsfelder erschlossen werden sollen.

11:32 Uhr: Aus der Kategorie "Humoristisches"

Typisch ORF? Steile Verpackung und Nüsse drin.

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Rampetzreiter

 

11:20 Uhr: Warten auf Wrabetz III

Die Tür öffnet sich und ... es ist nicht Wrabetz. Die Mehrheit der Fotografen hat sich übrigens vor der linken Saaltür positioniert. Was passiert, wenn er rechts rausgeht? "Dann gibt es ein paar Tote", prophezeit ein Kollege.

11:12 Uhr: Warten auf Wrabetz II

Er kommt und kommt nicht. Das Gedränge vor der Saaltür ist sichtlich weniger geworden. Zeit für Kaffee.

10:54 Uhr: Warten auf Wrabetz

Die Journalisten machen sich bereit, manche haben sich sogar auf Sessel gestellt. Es wird still, dann schwellen die Gespräche wieder an. Jeden Moment könnte der Generaldiektor wieder aus dem Saal kommen.

10:44 Uhr: Mehr Macht für den Finanzchef

Dem Vernehmen nach soll die großkoalitionäre Einigung auch eine Aufwertung von Finanzchef Richard Grasl (auf Wunsch der ÖVP in den ORF gelobt) geben: Er soll die Programmwirtschaftliche Leitung, die bisher der Technikdirektion unterstand, dazu bekommen. Sprich: Die Programmausgaben überwachen.

10:30 Uhr: 29 Stimmen für Wrabetz?

Glaubt man den ORF Insidern, die die APA zitiert, wird Wrabetz heute mit 29 (von 35) Stimmen wiedergewählt. Der ÖVP-"Freundeskreis" wird dem Generaldirektor voraussichtlich sieben Stimmen geben. "Freundeskreis"-Leiter Medwenitsch aber eher nicht für den Amtsinhaber stimmen wird. Mit je einer Stimme kann der Amtsinhabern von den Vertretern der FPÖ, der FPK, des BZÖ und der Grünen rechnen und auch die drei unabhängigen Stiftungsräte dürften für den Amtsinhaber votieren.

FPÖ-Stiftungsrat Norbert Steger meinte dazu: "Ich habe mit FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache ausgemacht, dass ich frei nach meinem Gewissen entscheiden kann und er im Gegenzug die Freiheit hat, einen neuen Stiftungsrat zu bestimmen."

Nix Neues in der Causa Pelinka

Der "Freundeskreis"-Leiter Niko Pelinka meinte vor der Sitzung: "Ich glaube, dass Alexander Wrabetz eine gute Wahl ist und dass er mit breiter Mehrheit gewählt wird. Das ist gut fürs Unternehmen." Zu Spekulationen über seine eigene Zukunft - er war immer wieder für einen Posten im ORF gehandelt worden - wollte er nichts sagen: "Da gibt es nichts Neues zu berichten."

Finanzdirektor Richard Grasl (links) und Stiftungsrat Niko Pelinka
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Finanzdirektor Richard Grasl (links) und Stiftungsrat Niko Pelinka
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10:20 Uhr: Es heißt Warten

Kaffee, Brötchen und Gespräche. Während Wrabetz' Präsentation ist für Journalisten wenig zu tun.

10:12 Uhr: Here he comes (aber nicht Britney)

Wrabetz hat die rund 100 Meter von seinem Büro am anderen Ende des Ganges hinter sich gebracht. Er wird von den Fotografen belagert. "Ich bin nicht die Britney Spears", scherzt der General.

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10:04 Uhr: Die Türen schließen sich

Die Journalisten werden aus dem Saal gebeten. Jetzt wird wohl gelost, wer zuerst präsentieren darf, Wrabetz oder Wehrschütz.

10:00 Uhr: Ein Gong erklingt

Aber wo ist der General? Wrabetz hat sich noch nicht blicken lassen. Gibt es eine Hintertür in den Sitzungssaal?

Niko Pelinka wirkt nervös und fahrig.

09:50 Uhr: Wie wird die ÖVP abstimmen?

Franz Medwenitsch, Leiter des schwarzen "Freundeskreises" im Stiftungsrat trifft ein und kündigt an, dass sich "Zustimmung und Kritik" im Stimmverhalten seiner "Freunde" widerspiegeln werde.

"Roten" Kaffee gibt es übrigens keinen, der darf schwarz bleiben. Und auch beim Buffet ist keine spezifische Farbgebund erkennbar. Aber das nur am Rande.

09:44 Uhr: Rot-schwarze Verhandlungen

Am Montag haben sich die Koalitionspartner noch einmal getroffen. Die Hardliner in der SPÖ - allen voran Laura Rudas und Niko Pelinka - meinten, man könne das Paket zur Wrabetz-Wiederwahl auch ohne Zustimmung der ÖVP schnüren. Der Koalitionspartner soll mit einer Blockade auf Bundesebene gedroht haben. Dann ist man sich doch einig geworden - angeblich auch über Besetzungen nach Parteifarbe, bis hinunter auf Ressortebene.

09:40 Uhr: Wie ist der Fahrplan?

Um 10 Uhr beginnt das Hearing von Wrabetz und Wehrschütz vor dem Stiftungsrat. Wer zuerst präsentiert, das wird per Los entschieden. Die beiden haben jeweils 40 Minuten Zeit für ihre Präsentation. Die Sitzung ist nicht öffentlich.

09:30 Uhr: Die Sonne über dem Küniglberg

Es ist ein strahlend schöner Tag auf dem Küniglberg. Der Pressebereich vor dem Stiftungsratssaal ist voll mit Journalisten, Fotografen und Kameraleuten.

09:25 Uhr: Eckpunkte

Wehrschütz behandelt in seiner Bewerbung vor allem Personalpolitik und die Nachwuchspflege. Interessant: Er kritisiert das "Schrebergarten-" und Konkurrenzdenken der einzelnen ORF-Redaktionen. Es ist nämlich keine Seltenheit, wenn zu einer Veranstaltung oder zu einer Pressekonferenz mehrere ORF-Teams auftauchen, die für verschiedene ORF-Sendungen produzieren.

Wrabetz hat offenbar keine Angst vor unpopulären Forderungen. Er wünscht sich mehr Werbung und die unbefristete Gebührenrefundierung. Denn die Refundierung der Gebühren, die dem ORF wegen Befreiungen entgehen, ist nur bis 2013 vorgesehen. Außerdem plant der General eine ORF-Flotte. Mit dem geplanten Kultur und Informationskanal sowie dem Sportkanal ist bereits ein erster Schritt getan.

>>> Die wichtigsten Eckpunkte von Wrabetz' Konzept

>>> Die Bewerbung von Christian Wehrschütz (PDF)

09:00 Uhr: Pelinka und Wrabetz

Zugegeben, der Wahl des Generaldirektors des ORF heute im Stiftungsrat könnte spannender sein, denn einen wirklichen Gegenkandidaten hat der amtierende Chef am Küniglberg Alexander Wrabetz nicht. Doch eine unbedachte Äußerung von Niko Pelinka, der den mächtigen SPÖ-"Freundeskreis" im Stiftungsrat leitet, haben etwas Würze in die Wahl gebracht. Denn Wrabetz wird sich von den Räten wohl erklären müssen. Immerhin wurde Pelinka im Magazin "Fleisch" sinngemäß damit zitiert, dass Wrabetz sich mit ihm über die Gästeliste der Diskussionssendung "Im Zentrum" abspreche. Beide haben diese Vorwürfe zurückgewiesen. 

Flops und Erfolge: Die Programmbilanz der Ära Wrabetz I

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