ÖVP: "Noch eine Chance für Alexander Wrabetz"

09.08.2011 | 15:49 |   (DiePresse.com)

Josef Cap und Josef Ostermayer gratulierten dem bestätigten ORF-Chef. Nicht ganz so herzlich fielen die Glückwünsche seitens der ÖVP aus.

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Nur wenige Augenblicke nach der Wiederwahl von Alexander Wrabetz zum ORF-Generaldirektor sind die ersten Glückwünsche eingelangt. Medienstaatssekretär Josef Ostermayer von der SPÖ gratulierte dem bestätigten ORF-Chef ebenso wie SP-Klubobmann Josef Cap. Ersterer zeigte sich über die "breite Akzeptanz" der Vorstellungen und Konzepte des ORF-Generals im Stiftungsrat erfreut. Wrabetz' Aufgabe werde es nun "wie bisher auch" sein, den ORF "finanziell gesichert und journalistisch hochwertig zu führen". Das wird er "im Sinne des Publikums sicher hervorragend umsetzen", zeigt sich Ostermayer überzeugt. Er lobte unter anderem das "hochwertige Informations- und Unterhaltungsprogramm" des Öffentlich-Rechtlichen sowie das "verantwortungsvolle Finanzprogramm" in der Ära Wrabetz I.

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Reaktion des ÖVP-Generalsekretärs

Weniger begeistert fiel die Reaktion des ÖVP-Generalsekretärs Hannes Rauch aus. "Die Mehrheit der Stiftungsräte hat nach eingehender Analyse und Diskussion für sich entschieden, Alexander Wrabetz noch eine Chance zu geben", formulierte er einem Statement.

 "Uns als ÖVP ist es stets darum gegangen, den ORF zu einem starken Unternehmen mit Zukunft zu machen - finanziell gut abgesichert und mit den nötigen Rahmenbedingungen, damit die gut qualifizierten Mitarbeiter ihren Job in Ruhe ausüben können." Nun muss auch "Ruhe einkehren" im Unternehmen, für das im Übrigen der "Kurs der wirtschaftlichen Sanierung" fortgesetzt werden muss.

Rauch betonte abschließend unter Verweis auf entsprechende Aussagen von Gerhard Zeiler, dass es der ÖVP "nie um Posten geht oder gegangen ist". Den RTL-Chef hätte die Volkspartei gerne als Kandidaten für den ORF-Chefposten gesehen.

Josef Ostermayer hielt wiederum fest, dass in absehbarer Zeit nicht mit einer Novelle des ORF-Gesetzes zu rechnen ist. Josef Cap bekräftigte sein "Bekenntnis" zu einem "starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk". Des weiteren forderte er, die "Arbeitsbedingungen der Belegschaft zur Absicherung der hohen Qualität der ORF-Berichterstattung zu verbessern". Um dieses Ziel zu erreichen, ist auch die Politik gefordert.

(APA)

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2 Kommentare

Die Gratulation sollte wohl mehr

Pelinka und Rudasch gelten. Schade, dass sich niemand gegen dieses abgemachte Spiel gewehrt
hat. Aber Rückgrat ist eben in Österreich nicht gefragt.

Caperl will noch mehr einfluss nehmen


Meinung

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