Zwölf Direktoren, eine Direktorin gesucht

12.08.2011 | 18:22 |   (Die Presse)

ORF-Ausschreibung. Bis 9.September werden Bewerbungen für die vier Direktoren- und neun Landesdirektorenposten gesammelt. Bestellt wird am 15. September.

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Kaum ist die ORF-Wahl geschlagen, werden die Felle, wie zuvor in politischen Gesprächen ausverhandelt, verteilt. Seit Freitag sind 13 ORF-Direktorenposten ausgeschrieben, wobei inoffiziell viele schon vergeben sind: Hörfunkdirektor bleibt Karl Amon (SPÖ), Kaufmännischer Direktor Richard Grasl (ÖVP), Technischer Direktor wird vermutlich Michael Götzhaber (SPÖ) – hier werden aber auch Harald Kräuter Chancen eingeräumt, den die ÖVP bevorzugen würden. Für die TV-Direktion wünscht sich ORF-Chef Alexander Wrabetz dezidiert eine Frau. Verena Kulenkampff (WDR) und Kathrin Zechner (Vereinigte Bühnen Wien) werden als chancenreich gehandelt. Als möglicher Bewerber aus dem Haus gelten ORF-Fernsehfilmchef Heinrich Mis und Kulturchef Martin Traxl.

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Außerdem sucht Wrabetz Landesdirektoren: Vier Bundesländer haben einen roten, vier einen schwarzen Landeshauptmann, jener von Kärnten gehört zur FPK. Genau so politisch verteilt sind auch die jeweiligen Stiftungsräte (einer pro Bundesland in der politischen Farbe des Landeshauptmanns) – und nach diesem Verhältnis werden auch die Landesdirektorenposten vergeben.

 

Kolportierte Landesdirektoren

Karlheinz Papst (Bgld.; SPÖ), Brigitte Wolf (Wien; SPÖ), Norbert Gollinger (NÖ; ÖVP), Gerhard Draxler (Stmk.; SPÖ) dürften bleiben. Bei Wolfgang Burtscher (Vbg.; ÖVP) wird mit einem Wechsel in der Mitte der Amtszeit gerechnet. Als Nachfolger wird ORF-Redakteur Hanno Settele kolportiert. Kurt Rammerstorfer (Tirol; ÖVP) dürfte nach Oberösterreich (ÖVP) wechseln, ihn soll ÖVP-Stiftungsrat Helmut Krieghofer beerben. In Salzburg (SPÖ) wird ein Wechsel zur ehemaligen SPÖ-Kommunikationschefin Katharina Krawagna-Pfeifer oder zu Programmdirektorin Elfi Geiblinger erwartet. In Kärnten gelten Martin Weberhofer (FPK) und Karin Bernhard (BZÖ) als aussichtsreich. i.w.

Das neue Direktorium

Bis 9. September läuft die Ausschreibung der ORF-Direktorenposten. Das Direktorium wird von sechs auf vier verkleinert: Fernsehen (Fusion von Programm- und Info-Direktion), Hörfunk, Kaufmännisches, Technik (inklusive Online). Der Stiftungsrat bestellt die Direktoren am 15. September.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.08.2011)

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5 Kommentare
Gast: werbistdu
15.08.2011 13:16
0 0

Der ORF ist ein Musterbeispiel...

an einer Polit-verseuchten Institution, geprägt von Postenschacher und Geldverschwendung.

Ein unötiger Haufen von Direktoren und sonst noch überbezahlten Funktionären, und dann ein so ein mieses Sendeprogramm.
Das kann es nur beim "Österr. Rotfunk" geben.

Für unser Pimperlland genügt ein Direktor!


Geldverschwendung pur


- mehr ist dazu nicht zu sagen! -

Krawagna-Pfeiffer ....

... da kannst ja Angst kriegen vor der Quasistalinistin ....

Ein SP-VP-Steger Trauerspiel!!

Hier haben Landeshauptmänner und die Politik der grossen zwei VOLLKOMMEN versagt!

Gast: Plach2
12.08.2011 19:29
0 0

Einfach unglaublich!

Es werden wiederum SPÖ+ÖVP Parteigünstlinge versorgt!

Weiterhin ist man in Österreich ohne Parteibuch von SPÖ+ÖVP nicht "qualifiziert". Das nennen sie dann "unabhängiger ORF"!

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