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Politik kontra ORF: Gebühr soll auch an Private gehen

04.09.2011 | 18:27 |  REGINA PÖLL (Die Presse)

ÖVP, FPÖ und Grüne drängen auf eine "Haushaltsabgabe" nach deutschem Vorbild. Je mehr Information ein Sender bietet, desto mehr Geld soll er bekommen. Das könnte für den ORF empfindliche Einbußen bringen.

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Wien. Das große Vorbild heißt Deutschland: Dort werden die Bürger ab 2013 eine „Haushaltsabgabe“ für die TV- und Radiosender zahlen. Und zwar an alle, nicht nur an die öffentlich-rechtlichen Anstalten ARD oder ZDF. Denn die Politik will, dass sämtliche Sender gefördert werden – und zwar je nachdem, wie viel Information, Dokumentation und gehobene Unterhaltung sie bieten.

Darauf drängt in Österreich nun die ÖVP. Klubobmann und Mediensprecher Karlheinz Kopf kann sich hier ebenfalls eine Haushaltsabgabe vorstellen: Fernseh- und Radiogebühren sollten künftig nicht nur diejenigen zahlen, die ein TV- und Radiogerät besitzen, sondern alle Bürger, die einen Haushalt führen. Derzeit macht die Gebühr – mit Abweichungen je nach Bundesland – rund 20 Euro im Monat aus. Das Geld aus einer ähnlich hohen Haushaltsabgabe soll nach Vorstellungen Kopfs dann nicht nur an den Öffentlich-Rechtlichen gehen, also an ORFeins, ORF2 und das ORF-Radio. Vielmehr sollen auch die Privatsender des Landes – von ATV bis ServusTV – Geld bekommen.

Welchen Betrag die einzelnen Sender erhalten, solle davon abhängen, wie viel Qualität sie bieten. Und das könnte für den ORF empfindliche Einbußen bringen – den öffentlich-rechtlichen Auftrag sieht Kopf dort längst nicht mehr voll erfüllt. Der neue Privatsender ServusTV etwa biete oft deutlich mehr Information und Dokumentation, und er sei viel „österreichischer“, sagt der ÖVP-Politiker. Über die Verteilung des Geldes aus der Haushaltsabgabe solle etwa ein Komitee aus unabhängigen Experten entscheiden, meint Kopf.

 

Auch wer kein TV hat, zahlt

Auch für manche Bürger würde sich viel ändern. Denn gemäß dem ÖVP-Modell nach deutschem Vorbild müssten künftig auch jene zahlen, die den ORF (und sonstige Sender) gar nicht empfangen können; auch sie hätten ihren Beitrag für die heimischen Medien und ihre Entwicklung zu leisten. Dahinter steht der Gedanke, dass TV- und Radioprogramme längst nicht mehr nur via Fernseher oder Radio empfangen werden. Interessierte können schon seit Jahren auf dem Laptop oder Handy fernsehen und Radio hören.

Die Kanzlerpartei SPÖ sieht die Idee, auch in Österreich eine Haushaltsabgabe statt der ORF-Gebühr einzuheben, freilich mit Skepsis. Für Kopfs Gegenüber im Nationalrat, SPÖ-Klubobmann Josef Cap, ist das „derzeit kein Thema“. Er will lieber durchsetzen, dass der ORF mehr Geld vom Staat bekommt – nämlich den kompletten Ersatz für jene Rundfunkgebühren, von denen zurzeit tausende Bürger befreit sind, weil sie entweder kein Empfängergerät haben oder zu arm sind. Noch bis 2013 gilt aber, dass der ORF nur einen Teil der entgangenen Gebühren aus dem Steuertopf rückerstattet bekommt. So ist es mit dem Koalitionspartner ÖVP vereinbart.

Cap verschließt sich aber auch einer Haushaltsabgabe nicht ganz: „Wir sind offen dafür, neue Modelle zu studieren“, sagt er. Das hat zuvor auch schon SPÖ-Medienstaatssekretär Josef Ostermayer gemeint.

Rückenwind für eine Reform kommt von der FPÖ. Deren Medienverantwortlicher neben Parteichef Heinz-Christian Strache, Harald Vilimsky, macht sich für ein neues Gebührenmodell stark, das einer Haushaltsabgabe „nicht unähnlich wäre“. Er nennt es aber lieber „allgemeine Medienförderung“. Für diese hat er sich schon 2007 in Eigenregie per Online-Petition stark gemacht – allerdings vergeblich. Jetzt solle es bald so weit sein. Denn mit der Qualität gehe es „beim ORF ja stark nach unten“.

 

Rückenwind aus der Opposition

Der grüne Mediensprecher Dieter Brosz fände eine Haushaltsabgabe positiv, und zwar als Kern einer breiten Reform der Medienförderung. „Es wird in diese Richtung gehen“, sagt er mit Blick auf den immer üblicheren Fernseh- und Radiokonsum via Handy oder Laptop. Ab Herbst werde man im Nationalrat über die Reform diskutieren. Für Stefan Petzner vom BZÖ soll die ORF-Gebühr ersatzlos fallen: „Wir sind für eine Entlassung des ORF in die Privatwirtschaft.“

Aktuell bringt die Gebühr rund 540 Millionen Euro im Jahr. Dass nun wieder darüber diskutiert wird, werten Insider als „Nachwehen“ zur umstrittenen Wiederwahl von ORF-Generalintendant Alexander Wrabetz im August. Die SPÖ favorisierte ihn, der Großteil der ÖVP lehnte ihn ab. Die SPÖ steht zu Wrabetz: Sein Programm sei „spitze“, sagt Cap.

Auf einen Blick

Die ORF-Gebühren liegen bei rund 20 Euro im Monat (TV und Radio). ÖVP, FPÖ und Grüne wollen lieber eine Haushaltsabgabe für alle Sen-der (öffentlich-rechtlich und privat); Geld soll es je nach Qualität geben.

Die TV-Marktanteile in Österreich betrugen im August: ORF2: 21,8%; ORF eins: 11,4%; ATV: 3,5%; Puls4: 2,9%; 3sat: 2,1%; ServusTV: 0,8%.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.09.2011)

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250 Kommentare
 
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Gast: Hemingway
06.09.2011 16:29
1 0

Wir, das Volk, sind der Souverän - und nicht unsere Mitarbeiter, die kriminellen und korrupten Politiker.

Wir dürfen uns ganz einfach nichts mehr von diesen überbezahlten u korrupten Typen gefallen lassen und müssen richtig aufräumen...

Die Manager und Mitarbeiter dieses Verblödungsrotfunks sind bereits ein eigener Staat im Staat, versuchen, die Menschen zu manipulieren und kassieren in Symbiose mit diesen Politikern gnadenlos ab.

Daher - es liegt in unserer Hand, ob, wieviel und wem wir etwas bezahlen.

Besser, wir geben diese Zwangsgebühren den armen Menschen in Afrika oder in Asien - anstatt diesen Nadelstreifgaunern !

Gast: Hemingway
06.09.2011 16:20
1 0

Diesen Verblödungsrotfunk nicht mehr ansehen,

keine Zwangsgebühren mehr bezahlen .

Gratisabmeldeformulare gibt es in jedem Post- und Gemeindeamt, in Raiffeisenkassen und zum herunterladen.

Die Mitarbeiter der privaten Geldeintreibungsmaschine haben keinerlei Hoheitsrechte und in fremden Wohnungen und Häusern nichts verloren.

Sollte einer dieser Schurken nur den Fuss zwischen Tür und Angel stellen, Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft wegen Verdacht der (versuchten) Nötigung erstatten.

Der ORF sollte für die Ausstrahlung seines Sondermülls Schadenersatz an die Menschen zahlen - und nicht umgekehrt.

Noch leben wir nicht in einer Diktatur - sieht aber bereits so aus.....

Gast: Köpferoller
06.09.2011 13:01
2 0

Wir wollen

KEINE GIS,
KEINE HAUSHALTSSTEUER UND
KEINE ÖVP ! ! !

Gast: Jaja
06.09.2011 12:16
2 0

Es reicht!!!!!!!

Es reicht endgültig!!!! Ich habe seit 14 Jahren weder Fernseher, noch Radio, noch interessiert mich dieser Dreck, egal ob staatlich oder privat und auch nicht via Internet. Mir reichen schon 5 Minuten Programm im Hotel auf einer Dienstreise. Dann habe ich mir wieder bestätigt, dass meine Entscheidung richtig war!! Und schon rutscht ein gutes Buch in meine Hand.

Und jetzt soll ich dann via Haushaltsabgabe zur Zahlung gezwungen werden, ohne Gegenleistung und ohne diesen Dreck konsumieren zu wollen?????
Nur damit der SPÖ-ORF und der Einfluss der SPÖ zur Befriedigung der anderen Parteien geschwächt wird und man gleichzeitig mehr Einfluss auf die Privaten ausüben kann?!
Unabhängige Experten...dass ich nicht lache!! Man sieht ja wie politunabhängig bereits der ORF ist!

Es ist eine BODENLOSE Frechheit!!!!!!!!! Es reicht!!!

Bei der nächsten Wahl werde ich diese Aussagen berücksichtigen!

makaberich
06.09.2011 08:45
2 0

Warum muss ich ...

... für einen Privatsender der SPÖ Gebühren zahlen? Das hat die SPÖ aus dem Untergang der Arbeiterzeitung gelernt: Sie muss das Medium nicht besitzen sondern nur kontrollieren.
Ich habe gedacht, die Republik hat zuwenig Geld und muss sparen?
Ich gebe gern 2 Beispiele:
1. Schluss mit Medienförderung (ORF Gebühren, Presseförderung). Wenn die Parteien ihre Meinung ins Volk bringen wollen, sollen sie das über ihre Parteizeitungen machen (oder Parteirundfunk)
2. Parteienförderungen (auch und vor allem für die parteipolitischen Akademien) auf einen internationalen Durchschnitt senken, in einem zweiten Schritt völlig streichen. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat gezeigt, dass das politische Niveau mit der Höhe der Parteiförderungen abnimmt.

Gast: brt
06.09.2011 04:50
2 0

ich soll 20 euro zahlen weil ich einen haushalt führe?

und wenn ich meinen haushalt auflöse und statt dessen ein vereinslokal für die freunde fernseh- und radiofreier haushalte gründe?

ich weiss nicht einmal wie ich alle diese sender empfangen könnte. was und wo ist servus tv? hab ich in meinem leben noch nie gehört davon.

wenn sie mein geld wollen, sollten sie irgendwas tun um mir ihre botschaften zukommen zu lassen, finde ich. mein haushalt hat nämlich keine telepathischen fähigkeiten.

Gast: gast7a
05.09.2011 20:28
2 2

Der ÖVP den "Kopf" ausreissen...

...und die Kerle in die langersehnte Opposition jagen! DEN ORF ZERLEGEN und die profitablen Teile privatisieren! Damit erübrigen sich auch die
GIS und die Publikumsrat - ist doch ganz einfach.

Antworten Gast: Delta
06.09.2011 08:40
0 0

Re: Der ÖVP den "Kopf" ausreissen...

Als ob bei der Zersschlagung des ORF die ÖVP im Weg sthen würde - da dürfen Sie sich getrost um die Rot/Grüne Liga kümmern!

Gast: Das ist keine Gebühr sondern schlciht eine Steuer dann!
05.09.2011 19:20
0 2

Wenn Pronos zu Qualitätsprodukten werden!

1) Ich will nicht glotzen
2) Ich glotze nicht
3) Für die Staffel 35456 Reihe 9967 ich liebe dich zu zahlen, nö danke!
4) Ich will keine Haßdokus wie in Deutschland
5) Sendeverbot für private Sendet
6) Werbeverbot für die Staatssender

Meine Erfahrung, je mehr privat desto mieser wurde das Programm von allen, inzwischen werden Sendungen zu Themen gemacht die selbst nur mehr ein Attribut haben, Volksverhetzung, und das wird dann als politische Willenserklärung verkauft.

Das die ÖVP und FPÖ das wollen verwundert wenig, das die Grünen dabei mitmachen zeigt welche geistig Kind hier walten und schalten wollen, eine Partei zwischen ÖVP und FPÖ mit dem grünen Häubchen! Nur zu gerne sind es in Deutschland die Rechten und Ultrarechten Parteien fallweise aber auch die Linken die diese Haßsendungen der privaten sehr schnell zur politischen Willensbildung erklärt, ist es doch ein sehr billiges Mittel ganze Bevölkerungsschichten nicht nur zu bevormunden sondern gleich zu kriminalisieren!

Und ja sie schreien Sex ist Pfui Teufel, und was machen sie 366 Nächte Stundenlange Werbesendungen mit Nakedeein die so ekelig sind das Hardkorpornos das Attribut künstlerisch wertvolles Qualitätsprodukt zu recht verdienen!

Gast: Leser
05.09.2011 18:29
0 0

Diese ganze Politmafia wird erst auf die eigenen Bürger hören wenn die Ersten von der Laterne lächeln.

Vorher tun die gar nichts.
Man kann wählen was man will es ändert sich nichts.

Luzius
05.09.2011 17:11
5 0

9 (neun) Sendestudien kosten immer mehr Geld

und werden gleichzeitig qualitativ immer schlechter !

Dafür überhaupt einen einzigen Cent bezahlen zu müssen, grenzt schon sehr an diktatorische Zustände welche für alle sichtbar, eigentlich ihren Ende entgegensehen !

Zudem unseren Blödfunk mit dem (qualitativ besseren) deutschen vergleichen zu wollen um die Kosten rechtfertigen zu versuchen, zeugt vom Wahn unserer Politiker, welche ohne derartige Instrumente wohl gar nicht bekannt wären und oder gar nicht gewählt werden würden.

Wie Gerald bereits beschrieb, sind sämtliche Diskussionen sehr linkslastig das es einem vergeht sich diese Stunde anzutun.
Dazu kommen immer wieder einseitig gehaltene Berichterstattungen und Sendungen, welche wahrlich allein und einzig ganz im Sinne des Bildungsauftrags, der verplödung dienen sollen/wollen/dürfen.

Gast: Johann S
05.09.2011 17:00
0 0

Vorbild Deutschland?

Die deutschen öffentlich rechtlichen Regionalsender,bieten werbefreies Fernsehen.
Bayern SW Mdr Ndr........

Luzius
05.09.2011 16:11
0 0

das Abzocken geht munter weiter

statt in der Verwaltung bspw zu sparen, soll weiterhin jeder Bürger für alles bezahlen, auch wenn er nichts davon hat wie bisher ?!

Bald wird es auch eine Nova neu geben welche jeder bezahlen wird müssen auch wenn der kein Auto hat, um die Taxis den öffentlichen Verkehrsmittel gleichgstellen zu können ?

Warum nicht gleich auch eine Gedanken- Lebensberechtigungs- Sauerstoffsteuer ...... ?!

Gast: IchbinsdeinFernseher
05.09.2011 15:37
7 0

Ich bins dein Fernseher

Niergends als beim ÖRF/GIS ist es möglich für eine Leistung die ich gar nicht möchte eine Gebühr einzuheben.

Wie wärs mal wenn man wie bei Sky sich den ORF freischalten lassen kann wenn man ihn unbedingt möchte. Natürlich wäre dann der ORF rasch pleite und die Parteibonzen haben kein Sprachrohr für Desinformation und Volksverdummung mehr.

Gast: Simsalabimbambumm
05.09.2011 15:30
0 0


empirius
05.09.2011 15:23
1 0

RELIGIONSSENDER

schaut euch den Beirat an, dann könntet ihr sehen wie mit Geldern umgegangen, wofür verwendet, und was man sich eigentlich einsparen könnte um mehr für die Menschen zu tun.
Und auch für Kinder wäre mehr da!!

Gast: Biersauer
05.09.2011 15:15
2 0

Zwangsmeinungsbildung,

den Faschismus in unserm Land, den Bürgern als
"Demokratie" anzudrehn.
Volksverdummung als Staatsgrundsatz und dafür
Zwangsabgabe einheben.

tsugaru
05.09.2011 15:13
4 1

So wird Business gemacht

am Anfang war die Notwendigkeit der Finanzierung des öffentlichrechtlichen elektronischen Medien durch selbstständige Gebühr (GIS) und jetzt wird daraus auf einmal ein Pflichtkauf von privat angebotenen Dienstleistungen, die man nicht benötigt.
Hier haben die Politiker ganz klar gezeigt wem sie dienen. Dem Bürger und Steuerzahler offenbar nicht...

Antworten Gast: Anachronist
05.09.2011 15:19
1 0

Re: So wird Business gemacht

..diesen Fascismus gäb es in der Schweiz nicht.

Kreis6
05.09.2011 15:08
1 3

Ich finde den ORF

mit seiner kultivierten Belegschaft ausgeprägt Völkerverbindend, seit Hans Weigel's Tod hat uns keine Institution mehr mit so vielen wertvollen neudeutschen Varietäten der Sprache bekannt bzw. beigebracht. Endlich wissen wir auch das Pustekuchen ein Kaiserschmarrn sein soll, mit Wörtern lecker, Knöllchen, Schangse, reich mir ein Wienerschnitzel mit Tunke usw. sind wir auf internationalen Niveau angekommen. Österreichische Begriffe sind uns bereits entfallen oder wir erinnern uns nicht mehr....
Unser Dank gilt dem gesamten Team vom ORF.

Ach hörn´s mir doch auf!


Wer bestimmt, was Information ist? Ein paritätisch rot und schwarz bestztes Gremium?

Wer bestimmt, was Dokumentation ist? Ein paritätisch rot und schwarz bestztes Gremium?

Wer bestimmt, was gehobene Unterhaltung ist? Ein paritätisch rot und schwarz bestztes Gremium?

Und am Ende wird wie immer rot/schwarz bestimmen, wer das Geld kriegt. So schaut´s aus, und nicht anders!

Antworten Gast: dieter123
05.09.2011 15:02
0 0

Re: Ach hörn´s mir doch auf!

Dann schalten Sie auf die Privaten um, und genissen deren Hochkultur.

Antworten Antworten Gast: Rupert Wenger
05.09.2011 16:10
1 0

Re: Re: Ach hörn´s mir doch auf!

Genau das Umschalten auf private Sender wird dann nichts mehr bringen, weil die auch das Senden, was die Parteien wollen, sonst haben sie zu wenig Information und bekommen keine Förderung mehr. Wollen sie das?

Re: Re: Ach hörn´s mir doch auf!


Und wer bestimmt, was Hochkultur ist ist?

Sie?

Haben´s am End auch schon einen Fixplatz in dem künftigen Gremium, das dann bestimmen wird, wer das Geld kriegt?

Gast: Rupert Wenger
05.09.2011 14:38
4 0

Wer zahlt, schafft an

Denken wir diese Maßnahme einmal durch: Einheben wird die Abgabe wohl die Gemeinde müssen, weil man nur dort Überblick über die Haushalte hat. Daher wird sich die wohl ein kleines Entgelt für ihre Mühewaltung zurückbehalten. Unabhängig davon, welches Ministerium über die Vergabe der eingezogenen Abgaben an die einzelnen Sender entscheidet, Entscheidungsträger wird immer ein (Parteri)Politiker sein, der "ganz unparteiisch" die Förderungen vergibt. Damit hat er gleichzeitig mit dem möglichen Entzug den Schlüssel zur Druckausübung auf die Privatsender in der Hand. Und der Finanzminister wird wohl auch seinen "gerechten" Anteil kassieren, muss zumindest dem ORF nicht mehr so viele Zuschüsse geben, weil der seinen Anteil auch von den abgemeldeten Kunden ohne eigene Anastrengung einfach vom Staat bekommt, profitiert in jedem Fall.
Offen bleibt die Frage nach den 60% Einsparungen, die die ÖVP als Vorbedingung für 40% neue Einnahmen, also Steuern versprochen hat. Wir teilverstaatlichen also die Medien, statt Wettbewerb einzuführen.

Gast: Hemingway
05.09.2011 14:36
5 0

Vielleicht sollte sich in Österreich eine eigene Bürgerbewegung bilden,

einmal richtig aufräumen , den Saustall ausmisten und für einen Neuanfang sorgen ?

 
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Der Mediator

  • 18.02.2012 Abgang von Wulff
    von Norbert Mayer
    Fast einhellig begrüßen die deutschen Medien den Abgang von Bundespräsident Wulff. Das Massenblatt "Bild" gibt sich im Titel lakonisch, um dann ausführlich die eigene Rolle zu loben.