Seit Monaten wird hartnäckig kolportiert, dass der "Freundeskreis"-Leiter der SPÖ im ORF-Stiftungsrat, Niko Pelinka, einen Posten im ORF bekommen soll. Kurz vor dem Jahreswechsel gibt es neue Nahrung für diese Spekulationen: Der hauptberuflich als ÖBB-Lobbyist tätige Pelinka werde ORF-intern als Büroleiter für Generaldirektor Alexander Wrabetz gehandelt, weiß der "Standard" zu berichten.
Der 25-Jährige wird in seinem formalen Brotberuf bei den ÖBB nämlich degradiert: Maria Gasteiger, bislang Assistentin von ÖBB-Chef Christian Kern, wird Leiterin der neu geschaffenen Abteilung "Corporate and Internal Affairs" der Bundesbahn. Pelinkas Abteilung "Public Affairs" wird in diese integriert. Dass der Stiftungsrat - wie das "Profil" vermutet - das neu geschaffene ORF-Amt des Leiters für "Programminnovation und Qualitätsmanagement" übernehmen könnte, gilt indes als unwahrscheinlich.
Kolportierte Jobs im ORF gab es für Pelinka in den vergangenen Monaten schon zuhauf, ein klares Dementi ließen sich beide Seiten am Mittwoch nicht entlocken: "Kein Kommentar zu Personalspekulationen", erklärten ORF und Pelinka dazu sinngemäß auf APA-Anfrage.
Rund um die ORF-Wahl im Sommer war Pelinka etwa bereits als neuer ORF-Generalsekretär gehandelt worden, auch die Übernahme der Öffentlichkeitsarbeit im öffentlich-rechtlichen Rundfunk war ihm damals zugetraut worden. Wrabetz dementierte damals zumindest die Spekulationen über letzteren Job sehr klar: Dass Pelinka Kommunikationschef werde, basiere auf "völlig haltlosen" Gerüchten, sagte der ORF-Chef im August. Zu anderen Avancements hatte Wrabetz erklärt, Pelinka habe einen Wechsel in den ORF "für sich ausgeschlossen", weshalb "dem nichts hinzuzufügen ist".
(APA/Red.)

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