Wrabetz: "Sachentscheidung, die ich allein getroffen habe"

Generaldirektor Alexander Wrabetz ersucht die Kollegen im ORF um Fairness. Pelinka sei "absolut qualifiziert".

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ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz
(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

ORF-intern wurde die Bestellung von Nikolaus Pelinka zum Büroleiter von Generaldirektor Alexander Wrabetz massiv kritisiert. Sowohl der ORF-Redakteursrat und auch die Redaktion der "Zeit im Bild" hatten die Personalentscheidung zuvor als inakzeptabel bezeichnet, die "ZiB"-Redakteure hatten Wrabetz aufgefordert, "diese Entscheidung im Interesse des Unternehmens zurückzunehmen".

In einer Stellungnahme gegenüber der APA betonte Generaldirektor Wrabetz, es handle sich bei der Bestellung um eine "Sachentscheidung, die ich allein getroffen habe, in die ich mir auch von niemandem dreinreden lasse, weder von intern noch extern".

Wrabetz wies eine parteipolitische Motivation zurück: "Wie meine bisherigen fünf Büroleiter im ORF in den vergangenen 13 Jahren, die alle hoch qualifiziert waren und zum Großteil nach wie vor in führenden Funktionen im ORF tätig und unbestritten sind, ist auch Niko Pelinka absolut qualifiziert für diesen Job." Er ersuche insbesondere die Kollegen im ORF um Fairness.

Die Redakteure der Nachrichtensendung sehen hingegen die politische Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit des ORF schwer beschädigt und betonten in einem offenen Brief, dass diese Entscheidung an eine Kette von politisch motivierten Postenbesetzungen anschließe. Die Redakteure der "ZiB" seien "täglich darum bemüht, unabhängig zu arbeiten und sich allen politischen Einflussnahmen zu widersetzen. Diese politische Unabhängigkeit ist keine Selbstverständlichkeit, wurde durch die Redakteure und Redakteurinnen hart erkämpft und wird durch Umfragen und die hohe Akzeptanz des Publikums bestätigt. Durch Ihre Personalentscheidungen wird die Glaubwürdigkeit der ORF-Information beschädigt", so die Worte der Redakteure in Richtung ORF-Generaldirektor.    

(APA)

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