Burgstaller: "Pelinkas Bestellung schädigt den ORF"

Die Salzburger Landeshauptfrau geht mit der Postenvergabe und ihrer eigenen Partei hart ins Gericht. Die SPÖ sollte derartige Aktionen nicht nötig haben, sagt Burgstaller.

PK LH GABI BURGSTALLER
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(c) APA/FRANZ NEUMAYR (Franz Neumayr)

Scharfe Kritik an der geplanten Installierung von Nikolaus Pelinka als Büroleiter von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz kommt nun auch aus der SPÖ. Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller solidarisiert sich im Gespräch mit dem "Standard" mit den Protesten der ORF-Redakteure gegen die Bestellung des Vertrauten von SP-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas. In Richtung der eigenen Partei meint Burgstaller: "Wir sollten so etwas nicht nötig haben."

Die Qualifikation Pelinkas will die Landeshauptfrau zwar nicht bewerten, die Art seiner Nominierung (zunächst gab Wrabetz die Bestellung bekannt, erst danach erschien die öffentliche Ausschreibung) lehnt Burgstaller jedoch ab. Sie könne die Reaktion der Redakteure gut verstehen. Überhaupt mische die Politik im ORF zu viel mit: "Pelinkas Bestellung schädigt den ORF."

Das Interesse am Büroleiter-Job ist übrigens offenbar sehr groß. Laut "Standard" liegen hunderte Bewerbungen in der Post des Personalbüros.

Bundesrat abschaffen

Zu den Sparvorschlägen auf Bundesebene zeigte sich Burgstaller bei einer Pressekonferenz am Freitag gesprächsbereit – und brachte einen neuen ein: Der Bundesrat solle aufgewertet oder abgeschafft werden. Außerdem sprach sich die Landeshauptfrau für eine Schuldenbremse in der Verfassung aus: Sie appellierte vor allem an die Grünen, hier zuzustimmen. Sie hätten nun die Chance, Verantwortungsbewusstsein für eine Regierungsbeteiligung zu zeigen.

(APA)

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