Causa Pelinka als Hetzpublizistik und Generationenkonflikt

05.01.2012 | 13:45 |   (DiePresse.com)

Medienschau. Onkel Anton Pelinka und Vater Peter Pelinka melden sich zu Wort. Auch ein Interview von Niko Pelinka mit Laura Rudas ist aufgetaucht.

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Vor knapp zwei Wochen wurde die Bestellung von SPÖ-Jungpolitiker Niko Pelinka zum Büroleiter von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bekannt. Der mediale Wirbel, den die parteipolitische Besetzung auslöste, nimmt immer noch Fahrt auf. In den Österreich-Seiten der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit", die am Donnerstag erschien, meldete sich der Politologe Anton Pelinka, Onkel des Jungpolitikers, zu Wort. Er kreidet in dem Artikel vor allem die Struktur des ORF an: "Der ORF zeigt sich als das, was er immer war und weiterhin ist: ein politisch abhängiges Massenmedium, von dem zu hoffen ist, dass sich seine Abhängigkeit ausgewogen und pluralistisch äußert."

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Anton Pelinka prangert die "falsche Häme" an, die derzeit auf seinen Neffen einprasselt. Der ORF-Geschäftsführung wirft er vor, sich bei der Bestellung des Büroleiters "von einer atemberaubend dilettantischen Seite gezeigt" zu haben, auch wenn er nicht versteht, dass "diese so unprofessionell eingeleitete Personalentscheidung eine Welle der Erregung mitsamt moralisierendem Geraune ausgelöst hat, die mittlerweile bereits zwei Wochen anhält und nicht abzuebben scheint".

Was ist daran neu?

Daraus, dass Niko Pelinka politisch etikettiert ist, macht Anton Pelinka keinen Hehl. Aber was sei neu daran, "dass Personen mit eindeutiger parteipolitischer Bindung in die Führungsetage des ORF gehievt werden", fragt er. Das Vorgehen des Generaldirektors bei der Wahl seines Büroleiters unterstreiche, "dass er das System des ORF, die allgemein akzeptierte Balance politischer Verflechtungen, aufrechtzuerhalten gedenkt".

Er verstehe nicht, warum dem Generaldirektor nicht zugestanden werden soll, eine Person seines Vertrauens zum Leiter seines Büros zu bestellen, so Anton Pelinka. Der mediale Aufruhr "ist nicht Kritik - das ist der irrationale Zorn einer Generation, die sich eines nicht eingestehen will: Auch ihr folgt eine neue Generation nach."

Peter Pelinka: "Mein Sohn denkt eigenständig"

Das von Niko Pelinka Vater Peter Pelinka geführte Nachrichtenmagazin "News" wehrt sich indes gegen "Sippenhaftung". In Peter Pelinkas Editorial in dem am Donnerstag erschienenen "News" heißt es: "Mein in die Causa höchst involvierter Sohn lebt, denkt und handelt seit acht Jahren völlig eigenständig. Gott sei dank." Die Sorge der ORF-Mitarbeiter bezeichnet Pelinka senior als "berechtigt".

Deutlich schärfer äußert sich "News"-Chefredaktionsmitglied Walter Pohl im Heft: Er attackiert in einem Kommentar frontal Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die in einem aktuellen Text die Bestellung von Niko Pelinka als Symptom für das Ende der Sozialdemokratie charakterisiert.

Pohl rückt in "News" Jelineks Text in die Nähe des Nationalsozialismus und bezeichnete ihre Wortwahl als "widerlich und degoutant". er nennt sie sogar "völkische Beobachterin" (der "Völkischer Beobachter" war das Parteiorgan der NSDAP) und meint, dass die Nobelpreisträgerin am Ende ihres Textes für eine "Endlösung" plädiere. 

Pohls Kommentar stößt indes beim Chefredakteur nicht auf ungeteilte Gegenliebe. Der Beitrag sei "leider höchst emotional und persönlich", sagte Peter Pelinka der APA. Er selbst habe den Text erst gesehen, als die Zeitschrift schon im Druck war.

Kritik an unfairer Berichterstattung

Zum Gegenschlag holt auch der Kommunikationswissenschaftler Fritz Hausjell aus, der in einem Gastkommentar im "News" unfaire und interessengetriebene Berichterstattung an der Person Niko Pelinka kritisiert. Interessant hierbei ist, dass er am Anfang feststellt: "Der ORF ist freier denn je".

Auch in der "Wiener Zeitung" bringt Hausjell seine Kritik dar: Die Berichterstattung habe Züge von "Hetzpublizistik", so der Wissenschaftler. Denn auffällig oft werde auf das Äußere des künftigen Büroleiters eingegangen. Diese würden mit "negativen, herabwürdigenden, lächerlich machenden Zuschreibungen" einhergehen, so Hausjell. Er fragt sich, ob die Heftigkeit der Debatte der Erregung angemessen sei.

Moitzi: Pelinka soll Bewerbung zurückziehen

Einen klaren Appell an Niko Pelinka formulierte indes Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend (SJ) auf Standard.at: Pelinka solle seine Bewerbung zurückziehen, meint der Jungpolitiker. "Es entsteht in der breiten Öffentlichkeit der Eindruck, der SPÖ würde es darum gehen, den ORF ans Gängelband zu nehmen", sagte der SJ-Vorsitzende. "Das ist für das Image der Sozialdemokratie absolut schädlich. Tritt Pelinka diesen Job an, würde das für viele Wochen und Monate Aufsehen erregen und das Image der SPÖ weiter schädigen."

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter macht indes ein alter "Standard"-Artikel die Runde: Niko Pelinka moderierte dort 2006 ein Streitgespräch von Partei-Kollegin Laura Rudas mit Johann Gudenus (FPÖ). Erheiternd wirkt im Nachhinein die letzte Bemerkung Pelinkas, denn er konstatiert: "Vergleicht man die jungen Parteifunktionäre von früher mit heutigen Jungpolitikern, hat man das Gefühl, dass Pragmatiker und Realisten die Revolutionären und Aufmüpfigen abgelöst haben."

(APA/Red.)

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298 Kommentare
 
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Schönes Thema

um von den realen Problemen abzulenken.
Das funkioniert noch immer. Schmeisst dem Pöbel einen Knochen hien und er vergisst was wichtig ist.

Gast: ungutistdas
05.01.2012 18:53
12 0

es wird immer grauslicher das ganze

wie in deutschland mit dem bundespräsidenten

jetzt mischt sich auch noch die verwandtschaft in das ganze ein, genau das ist es was den menschen unangenehm aufstößt, der orf verkümmert zum privaten medienunternehmen der pelinkas und der spö und das auch noch auf kosten der allgemeinheit über die zwangsgebühren, die auch noch steigen und das nicht zu knapp

erschreckend auch das bild welches die zeitschrift news in der causa abgibt, dass hier jeder verunglimpft wird, der sich über diese unsägliche personalschacherei aufregt

na ich lese news seit 20 jahren nicht mehr und ich weiß auch warum

Gast: Noki E. Plinka
05.01.2012 18:46
11 0

Der Jüngling

ist sicher talentiert und für sein Alter tatsächlich smart. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass es in Österreich tausende ebenso gute und noch bessere Junge gibt, die bei McDonalds die Nachtschicht machen oder mit dem Fahrrad Eilpost zustellen, weil ihre nicht-elitären Eltern keine Möglichkeit haben, ihre Kinder auf die pelinkische oder rudaschige Art zu versorgen. Und für diese tausenden ebenso guten oder besseren Jungen ist es ein Schlag ins Gesicht, erzählt zu bekommen, dass jemand der exzellent ist, sich halt schon in jungen Jahren ganz nach oben "arbeiten" kann...

13 0

da papa sagt der denkt seit 8jahren

schon selbständig. na so ein wunderkind haben aber viele.
was denkter den der jungsspund - villeicht dass er ein rech auf einen superposten hat?
ach nein das denkt der papi - na dann...

wenn der äh so ein wunderwuzzi ist, dann lann der doch auch woanders arbeiten, am besten wo wo die partei nichts zu sagen hat....

billa braucht ja immer wieder selbständig denkende regalbetreur, nicht wahr!

Antworten Gast: ungutistdas
05.01.2012 18:49
5 0

Re: da papa sagt der denkt seit 8jahren

in den kreisen ist alles gewaltig, was die kinder so machen

als ich an der uni ibk studiert habe, hat ein professor gemeint, sein sohn würde an der htl zur zeit studieren " bua" hab ich mir gedacht, "warum sitz ich da, ich habe ja schon ein abgeschlossenes studium"

7 0

Re: da papa sagt der denkt seit 8jahren

sorry wollte die regalbetreuer nicht herabsetzen. die sind mindestens genauso intelligent wie der jungspund!!!

Gast: homo educatus
05.01.2012 18:23
5 0

political correctnes

Jetzt soll der Muzzikant sagen, ob die Pelinkas politisch correct sind. Alles Andere ist wurscht.

Re: political correctnes

Pohl/News mit Nazikeule gegen Jelinek! Ich hätte mir nie erträumt, das je erleben zu dürfen. ;-) Selbst im besten Kabarett hätte wohl niemand diese Szene erfinden können.

Antworten Antworten Gast: Ahaspher
06.01.2012 17:47
1 0

Ich protestiere auf das schärfste gegen den Mißbrauch unserer Wunderwaffe!


Re: Re: political correctnes

Volle Zustimmung.

Standesgemäß für Jelinek wäre es zwar nicht auf die Aussagen des Boulevard Pöbels zu reagieren, aber es wäre sicherlich in grossem Umfang amüsant wenn sie damit beginnen würde über jeden einzelnen dieser Sippschaft einen Essay ala "der kleine Niko" zu verfassen.


Gast: Dr. No
05.01.2012 18:22
11 1

"Gott sei Dank"

spricht der Herr Papa, das eigenständige Denken seines Filius betreffend?

Müsste es in diesen Kreisen nicht "SPÖ sei Dank" heißen?

Gast: Pelikan
05.01.2012 18:13
2 0

"Zeit"Geist

Aber was sei neu daran, "dass Personen mit eindeutiger parteipolitischer Bindung in die Führungsetage des ORF gehievt werden", fragt er, der alte Pelinka? Antwort: der Überdruß, die Vernetzungsmöglichkeiten, die Abscheu, der Reformwille. Natürlich nicht bei der Nomenklatura. Aber bei den 99%, die sich das Politik- & Privilegien-Realspektakel seit Jahren ansehen müssen. Und dafür noch zahlen dürfen (oder vice versa).

Gast: Gast248
05.01.2012 18:02
17 0

Unrecht

Aber was sei neu daran, "dass Personen mit eindeutiger parteipolitischer Bindung in die Führungsetage des ORF gehievt(!) werden", fragt Anton Pelinka.

So ist das also. Dadurch, dass es immer schon gemacht wurde, ist es rechtens.

Vielen Dank für diese Aufklärung, Herr Pelinka!

Und Viel Spass noch beim Verprassen meiner Steuer!

Gast: mh
05.01.2012 17:55
12 0

Nordkorea?

Nach dem linken "Verfassungsexperten" Mayer dürfen wir nun auch die linken Lehren des UniProf Hausjell täglich in unseren Medien über uns ergehen lassen.

Man muss sich echt Sorgen machen -nicht nur um den ORF- sondern auch um unseren Unis

Gast: montaigne
05.01.2012 17:46
4 0

Müssen Jobs beim ORF ausgeschrieben werden?

Falls ja, dann kann und darf sich der GD seinen Büroleiter NICHT selbst aussuchen. Falls er das doch tut, bricht er die Regeln oder gar das Gesetz.

Falls nein, warum dann die nachträgliche Ausschreibung? Samt den damit verbundenen Kosten? Und der ganzen Aufregung?

Gast: Dr. No
05.01.2012 17:44
13 0

Bin gespannt,

wann der Typ zum ersten Mal getortet wird.

Nepotismus in einer neuen österreichischen Spielart:

Pelinkanismus

Re: Bin gespannt,

gute Idee-Torten, mmmmmm, hallo Pelinka, ich wart mit einer Torte auf Dich. du weisst nicht wann, Du weisst nicht wo, aber Du weisst jetzt DASS ! ! ! die Fotografen werden da sein und Dein Tortengesicht wird um die Welt gehen! wann kapierst Du eigentlich, dass Dich keiner will?

Re: Re: Bin gespannt,

Das ist ihm komplett egal!

Für das Geld läßt er sich auch gerne die eine oder andere Torte ins Gesicht schmeissen.

Es ist ihm ja auch völlig gleichgültig, daß jetzt Alle wissen, daß er hinauf GEHIEVT wurde und sich das nicht erarbeitet hat!

Er gehört wohl zu den Menschen, die meinen 'GELD stinkt nicht'.
Das ist ein Irrtum!
Manchmak stinkt es sehr!!!

Antworten Gast: fran789
05.01.2012 18:59
7 0

Re: Bin gespannt,

pelinkanismus

das sollte sich einbürgern, vielelicht schafft es dieses wort in den duden

das zuschanzen von jobs auch wenn die qualifikation gleich null ist, das ausnutzen des systems des proporzes, und auch die uneinsichtigkeit der familie, eines professors, der immer so auf gerechtigkeit liberalität pocht und der papi ein journalist, der eine zeitschrift nutzt um für sein bubi gute stimmung zu machen,

was würde eigentlich news schreiben, würde ein fpö-ler sein kind, mit so wenig ausbildung in so eine position hieven??

Re: was würde eigentlich news schreiben, würde ein fpö-ler sein kind, mit so wenig ausbildung in so eine position hieven??

Die Frage ist leicht zu beantworten:
Der Untergang der Republik wäre gekommen.

Antworten Gast: Gast 14
05.01.2012 18:15
6 0

Re: Bin gespannt,

Pelikanismus ein schönes Wort für diesen unerträglichen Sozionepotismus.

Man darf nur den Pelikan nicht mit dem Pelkan verwechseln, der sich das Fleisch aus aus der eigenen Brust reißt um seine Jungen zu ernähren.

Diese Pelikane nehmen das Fleisch von woanders und schädigen die Gesellschaft.

Die Redakteure des ORF kritisieren das er (N.P.) Einblick...

... in das Redakteurssystem des ORF hat - obwohl er kein Redakteur ist (Studium-Publizisitik?!). Somit hätte Pelinka die Möglichkeit Berichterstattungen zu unterbinden oder zu editieren - was angesichts seiner politischen Herkunft ein berechtigter Vorwurf ist. (Einem FPOe'ler würde man das sofort unterstellen, auf jedenfall NEWS würde das tun.)

Weiters existiert durch den Einblick in dieses System das Redaktionsgeheimnis für ihn praktisch nicht mehr. ORF kritische Aussagen von Redakteuren sind also nicht mehr möglich ohne namentlich im Vorstand bekannt zu sein.

Des weiteren kann man Herrn Anton Pelinka nur dazu gratulieren einem medialen System zu gutieren das jenen aus der Stalin- und Nazizeit ohne weiteres das Wasser reichen kann.

Und wenn das liebe Burli doch so talentiert ist - wieso nimmt ihn dann der Papa nicht selbst bei der NEWS auf? Da wären die GIS zahlenden Staatsbürger dann wenigstens nicht dazu gezwungen diesen Drecksmist von Propaganda der verspritzt wird zu finanzieren!

Zu dem was Walter Pohl von sich gibt muss man eigentlich nicht viel sagen. Der eine schreibt für den Boulevard - und wird's ziemlich sicher auch nicht weiter bringen - die andere ist Nobelpreisträgerin und weltweit anerkannt....

Die Reaktion auf die Aussagen Jelinek's (locker lässiger Nazikeulenschwung) lassen darauf schliessen das es eine panische Angst im Lager der Sozialdemokraten gibt.

Es lebe der Liberalismus sowie die Presse- und Meinungsfreiheit.


Re: Die Redakteure des ORF kritisieren das er (N.P.) Einblick...

"Und wenn das liebe Burli doch so talentiert ist - wieso nimmt ihn dann der Papa nicht selbst bei der NEWS auf?" Diese frage ist leicht zu beantworten. Die "news" wuerde keine 5.000 euro und mehr zahlen (denn da gebe es in der redaktion einen aufstand). Und ob der niko gleich als "redakteur" beschaeftigt werden koennte, mag auch bezweifelt werden. Schliesslich wurde auch bei der oebb seine abteilung "public affairs" bereits nach wenigen monaten der "corporate & international affairs" eingegliedert. Und wie bedeutsam die taetigkeit vom niko und die (fuer ihn?) neu geschaffene abteilung war, mag wohl die tatsache zeigen, dass die oebb pelinkas posten nicht nachbesetzt.

19 0

Wer hat Interesse mittels Volksbegehren und Volksabstimmung den ORF zu privatisieren?


Re: Wer hat Interesse mittels Volksbegehren und Volksabstimmung den ORF zu privatisieren?

Kein vernuenftig denkender mensch. Schliesslich sollte der orf nicht von den interessen der sponsoren (werbeeinnahmen) abhaengig sein.
Aber ein volksbegehren zur "entpolitisierung" des orf wuerde u.u. sinn machen. Wobei natuerlich angezweifelt werden muss, dass die verantwortlichen das volk ernst nehmen. Der werner, die laura und andere rote "freunderln" haben anscheinend nicht einmal jetzt begriffen, dass die alexander/niko aktion den "blauen" tausende neue freunde bescherte. Und daran werden auch faymanns "facebook-ghostwriter" nichts mehr aendern.

Antworten Gast: Pensador
05.01.2012 17:54
0 7

Die einzigen, die ihn sich leisten könnten: die RAIFFEISEN-BANK


Dann hätten wir 24/7 Övp-Fernsehen.

Und genau deshalb findet jetzt auch diese Hetze statt.
Man möchte den Orf sturmreif schiessen!


Re: Die einzigen, die ihn sich leisten könnten: die RAIFFEISEN-BANK

Wozu braucht man einen staatlichen Rundfunk dieser Grösse?

Einen Rundfunk der zu 90% aus demselben Volksverblödungsmaterial besteht welches auch auf einigen Privaten gezeigt wird?

WIESO MUSS der ORF Übertragungsrechte von der FIA, der FIS, der UEFA, der FIFA und dem ÖFB kaufen wenn das private auch können?

Was hat das mit dem Bildungsauftrag zu tun?

Und vor allem - wieso muss das alles mit Gebühren bezahlt werden? Wenn die SPOe oder die OeVP oder die FPOe ihre eigenen Rundfunkanstalten wollen, dann sollen sie diese bitte selbst bezahlen. Wozu wird die Parteienfoerderung ausbezahlt - dafür das man sich dann im staaltlichen und teuren "Qualitätsfernsehen" nochmal die persönlichen Lobeshymnen der Stimmstärksten Partei geben kann? Für unkritischen Journalismus?

Den ORF kann man in seiner jetzigen Form schmeissen - weil er das gleiche bringt wie die privaten und immer noch negativ wirtschaftet.

Obendrein waren die politischen Diskussionen auf ATV bei den letzten paar Wahlen um einiges qualitativer und objektiver als jene im ORF. Im Privatfernsehen darf auch ein Oppositionspolitiker zu Ende reden.

Wozu das alles?

Re: Wer hat Interesse mittels Volksbegehren und Volksabstimmung den ORF zu privatisieren?

Bin ich sofort dabei. Auf der Homepage des Parlaments ist es jetzt möglich Petitionen die im Nationalrat bearbeitet werden MÜSSEN online zu unterstützen.

Man müsste nur einen Abgeordneten finden der die Petition einbringt und danach genügend Stimmen mobilisieren um der Petition den erforderlichen Nachdruck zu verpassen.

"Generationenkonflikt"

der wortreiche Herr Pelinka muss wohl sehr lange nachgedacht, um schlussendlich doch auf nix anderes zu kommen als diese abenteuerlich an den Haaren herbeigezogene Begründung für ein widerliches Schmierentheater

aber ich versteh das - wem verschlägts dabei nicht die Rede


Gast: SGast
05.01.2012 17:41
7 0

Bumerang für BM Schmieds Pressesprecher!

"Die Berichterstattung habe Züge von "Hetzpublizistik", so der Wissenschaftler..."

Pelinka war es, der federführend in seiner Funktion als Pressesprecher der Kommunalkredit-Banksterin die Hetzkampagnen gegen die Lehrer und Lehrerinnen via "Heute, Österreich und Krone" mit Bildungsbudgetmitteln losgetreten hat.

Diese Hetzpublizistik sollte den Senior-Pelikanen aufgrund ihres eigenen Magazins ( News und diverser Anhängsel) oder der sehr einseitigen Diskussionsführung von "Im Zentrum" gar nicht so fremd sein.
Die Saat die sie gesät haben geht jetzt auf!

Gast: Da Gschupfte
05.01.2012 17:40
2 0

National-Nepotismus

is des jetzt a neiche Partei oder nur das Personalkonzept vom ORF?

Anton Pelinka prangert die "falsche Häme" an, die derzeit auf seinen Neffen einprasselt.

Unendlich schade - damit ruiniert auch Univ.Prof. Pelinka seinen Ruf. Und muss ich den Vorwurf gefallen lassen, dass er betriebsblind wird, wenn es um seine Familie geht.

Das führte ja zum Rudas/Pelinka-Desaster :

Dass minder-qualifizierte Jugendliche in Positionen gehoben werden, deren einzige Qualifikation der Verwandtschaftsgrad ist.

Dafür gibt es einen klaren Begriff : NEPOTISMUS.

21 0

"Mein in die Causa höchst involvierter Sohn lebt, denkt und handelt seit acht Jahren völlig eigenständig."

Wie denn das? War er bis zum 17. Geburtstag nur die Beta-Version seiner selbst?

Anton Pelinka:" So what?", meint er - aha: Soll also so weitergehen wie bisher mit der Vettern- und Parteiwirtschaft

Vielen Dank Hr. Politologe Pelinka, dass Sie aufgrund der familiären Verbundenheit zeigen, dass im Ernstfall bei Ihnen auch die familiären Verbindungen vor einer sachlichen Beurteilung der Sachlage geht.

Sie haben schon Recht, wenn Sie meinen, dass es immer schon so war: Richtig und das war und ist immer schon eine Frechheit sondergleichenen gewesen.

Damit sind Sie, Hr. Pelina, natürlich völlig richtig für unsere als Demokratie getarnten "Ständestaat":

- mit seiner in die Verfassung geschriebenen Zwangsmitgliedschaft in den Interessensvertretungen;

- mit seiner Zwangsgebührenschaft beim ORF - egal ob man dessen Programme konsumiert oder nicht, der auch im Zugriff der Parteien ist;

- mit dessen völliger Intransperenz bei der Parteienfinanzierung bei gleichzeitig höchster staatlichen Parteienförderung in Westeuropa...

Kurz und gut: Danke, dass Sie, Hr. Pelinka, durch die emotionale Verbundenheit mit Ihrem Neffen, die Maske fallengelassen haben und zeigen, dass Sie ein Systempolitologe sind!

Ich schlage vor, dass Sie als "unabhängiger" Experte in sich gehen und sich fragen welchen Beitrag, Sie selbst zu weitergehender Demokratie- und Politikverdrossenheit geleistet haben: Einen großen Beitrag!

Der Pelinka-Clan beschädigt sich selbst

Ich kann die Aussagen von Herrn Prof. Pelinka nicht nachvollziehen:"Der ORF zeigt sich als das, was er immer war und weiterhin ist:ein politisch abhängiges Massenmedium...".Meint Herr Prof. Pelinka damit, dass Kritik an dieser politischen Abhängigkeit (und hier vor allem von der SPÖ) eh überflüssig ist (weil es schon immer so war) und die Einsetzung seines Neffen als eine Art SPÖ Politkommissar somit in Ordnung geht?Die quasi totale Dominanz des ORF durch die SPÖ,die mit der Bestellung von Pelinka jun. einzementiert werden soll (wogegen sogar die Redakteure Sturm laufen),nennt er „allgemein akzeptierte Balance politischer Verflechtungen“.Kritik am Ernennungs-Vorgang (zuerst Dementis von Wrabetz, dann Ernennung unter Verhöhnung des Ausschreibungsvorschriften und somit des Rechtsstaates) sowie an der mangelnden Erfahrung von Pelinka jun. nennt er „irrationalen Zorn“.Ich habe Herrn Prof. Pelinka als Politologen immer geschätzt, aber mit solchen Aussagen untergräbt er seine eigene Glaubwürdigkeit.
Peter Pelinka wiederum fährt schwere „News“-Geschütze zur Verteidigung seines Sohnes auf.Den Vogel schießt dabei Herr Pohl ab: Man stelle sich vor, ein nicht-linker Journalist (oder Politiker) würde Frau Jelinek als Nazi denunzieren.Das News-Magazin wäre an der Spitze einer moralischen Empörungskampagne gestanden, die mit der medialen Vernichtung des Denunzianten geendet hätte.Ich hoffe,dass die News-Eigentümer nach dieser unfassbaren Entgleisung die richtigen Schritte setzten werden.

Antworten Gast: schlÄchter
05.01.2012 17:49
4 0

Re: Der Pelinka-Clan beschädigt sich selbst

sg herr berger!
gut und fair analysiert.
+

erlaube mir noch einen zusatz:
"diese so unprofessionell eingeleitete Personalentscheidung eine Welle der Erregung mitsamt moralisierendem Geraune ausgelöst hat, die mittlerweile bereits zwei Wochen anhält und nicht abzuebben scheint".
moralisierendes geraune war mmn leider auch oft ein typisches merkmal vom herrn professor und unprofessionelle personalentscheidung?
was soll man darunter verstehen-dass man das ganze professioneller, sprich verdeckter abwickeln hätte müssen?
leider sagt er nichts über die qualifikationen oder sonstige objektive gründe die für eine (professionelle) bestellung seines neffen sprechen (gibt es eine solche nicht?)-der hinweis darauf dass das schon immer so gewesen sei ist dürftig. naja blut ist eben dicker - im grunde verständlich/nachvollziehbar

und

news (pelinka/pohl) mit nazikeule gegen jelinek:

gaaaanz großes kino ;-)

mzugegeben etwas schadenfrohen aber ihnen gegnüber natürlich natürlich fg
s.

man schlägt den esel und meint den reiter -

in diesem fall den genossen faymann, der sowieso beim bürger keine sympathiewerte mehr hat, detto bei den genossen an der basis. der kann inserieren soviel er will und seine günstlinge positionieren, es wird nichts nützen, dank ihm sind die sozis abgesandelt wie nie zuvor

Gast: Amicus veritatis
05.01.2012 16:30
3 0

Geistiges Elend

Die Hölle des geistigen Elends, aus der irgendwelche, früher Randelbehm genannte Sozis, ihre Hervorbringungen gestalten, heißt ORF.
Es ist völlig unerheblich, welches arme Vogerl dort abkassiert, denn ein nicht ganz verblödeter Österreicher wird doch kaum durch den Geschmack und das Weltbild dieser Anstalt seine Lebenszeit verwüsten wollen. Also vergönnen wir dem Kampfgrinser Nico den guten Job, er hat ihn sich verdient, weil er in einem Gesinnungsmilieu aufwuchs, das eben das..siehe oben! ist.

Re: Geistiges Elend

Eine herrliche "mikrosoziologische" Betrachtung von Ihnen! Ich kann nur zustimmen.

"dass er das System des ORF, die ALLGEMEIN AKZEPTIERTE Balance politischer Verflechtungen, aufrechtzuerhalten gedenkt"

Seit wann "akzeptiert"?

Antworten Gast: b754
05.01.2012 16:39
4 0

Re: "dass er das System des ORF, die ALLGEMEIN AKZEPTIERTE Balance politischer Verflechtungen, aufrechtzuerhalten gedenkt"

von schwarz blau rot akzeptiert

Re: Re: "dass er das System des ORF, die ALLGEMEIN AKZEPTIERTE Balance politischer Verflechtungen, aufrechtzuerhalten gedenkt"

Denn die "blauen" brachten ja noch nie ihre guenstlinge im orf unter. Oder doch?

Antworten Gast: Plach2
05.01.2012 16:28
3 0

Re: "dass er das System des ORF, die ALLGEMEIN AKZEPTIERTE Balance politischer Verflechtungen, aufrechtzuerhalten gedenkt"

Wie in der DDR!

Egal ob man ORF schaut oder nicht; Zwangsgebühren muss jeder zahlen!

SPÖ+ÖVP verhindern: "Nur wer ORF schauen will, soll auch zahlen".

Gast: Wuzi-kapuzi
05.01.2012 16:11
17 0

Das System "Faymann" ist am Ende

Naturlich hat der Junge "Spring-ins-Feld" die geballte Wut abbekommen...
Aber Leid tut er mir nicht. Er hätte auch NEIN sagen können!

Umso erscheckender ist die Tatsache, das dies die Führungsverantwortlichen der SPÖ - bewusst oder unbewusst - in Kauf genommen haben.

Das abgehobene System Faymann glaubt - nach den ganzen Skandalen - sich alles erlauben zu können.

Die inhaltslose Machtpolitik der SPÖ wurde von allen Medien (nicht nur Krone, etc. - sondern auch om Bildenbergerfreund Bronner) über Jahre hinweg schön geredet.

Nun ist die Luft draussen und sogar der eingefleischeste SPÖler hat erkannt, welches Nivau die Partei erreicht hat!

Fischer, Faymann, Häupl, Ostermayer, Rudas, Pelinka(s), Wrabaretz, Schmied, Bures.... sind die Totengräber dieser Partei und dem Gesellschaftssystem, das dahinter steht!


Re: Das System "Faymann" ist am Ende! Ihr Wort in Gottes Ohr!!!

Das Bestürzende ist dabei, daß der intellektuelle Abbau mit dem moralischen Niedergang dieser Genossen synchron verläuft!

Ich fürchte nur, daß die logische Folge dieser Entwicklung, die Anrufung der Neidgenossenschaft als letzter Rettungsring vor dem Untergang bei der nächsten Wahl, wieder Erfolg haben wird.

"eine Welle der Erregung mitsamt moralisierendem Geraune"

Na, Linksdoktor, schmeckt die eigene Medizin nicht? Die in diesem Fall, anders als in den meisten Gutmenschenprotesten, tatsächlich indiziert ist.

Gast: Luzifer
05.01.2012 16:05
8 0

der gesteuerte Albtraum in Österreichs Medien

ist zum Kotzen. Die Verantwortlichen merken offenbar gar nicht mehr wie widerlich sie agieren!

" Die Verantwortlichen merken offenbar gar nicht mehr wie widerlich sie agieren!"

Die merken das sehr wohl. Nur das alte Prinzip von "Frechheit siegt" wirkt immer noch.

Eine Lüge wird umso bereitwilliger gelglaubt, je abstruser sie ist. Das nutzt den von naiven Vorstellungen getriebenen Reflex auf, daß manches einfach nicht gelogen sein kann, weil niemand so dreist sein kann, dermaßen zu lügen.

Funktioniert bei allen, denen jahrhundertelang eingetrichtert wurde, daß Lüge Sünde ist.

Gast: pensador
05.01.2012 15:58
1 10

wovon soll uns dieser künstliche wirbel um einen lausigen büroleiter ablenken ???


Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
05.01.2012 16:18
1 1

Re: wovon soll uns dieser künstliche wirbel um einen lausigen büroleiter ablenken ???

Faktum ist, dass Einflusssphären über Generationen vererbt werden. Man könnte sie auch Privilegien nennen. Das gilt für SPÖ, ÖVP, FPÖ gleichermassen. Eine Monarchie.

Chefredaktionsmitglied Walter Pohl unbtragbar

wenn nicht durch diesen Kommentar, wann sonst sollte jeder das Kaufverhalten einer Periodike "News" überdacht werden. ich habe dass schon vor Jahren gemacht und kaufe nicht.

 
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